Deutschland braucht Stra­tegie: Dekade der Vermögens­vernichtung

Über 100 Wirtschaftswissenschaftler unter Anführung des französischen Star-Ökonomen Thomas Piketty haben in der letzten Woche gefordert, dass die EZB die von ihr gehaltenen Staatsschulden abschreiben solle. Die so entlasteten Staaten sollten sich in gleicher Höhe erneut verschulden, um damit höhere Staatsausgaben zu finanzieren. Sinnvolle Projekte im sozialen Bereich gäbe es genug.

Nun könnte man es als ein Ansinnen des linken Lagers abtun, gäbe es nicht ein Muster: nämlich, dass diese Forderungen einige Zeit im Raum stehen und die offizielle Seite – hier die EZB – sie zunächst ablehnt, um sie im Zuge der nächsten Krise der Eurozone auf die eine oder andere Weise dann doch umzusetzen.

Die Corona-Krise ist hier Vorwand und Beschleuniger zugleich. So beteuerten Politiker jahrzehntelang, der Euro bedeute nicht den Eintritt in eine Schulden- und Transferunion, nur um sie dann im Zusammenhang mit Corona einzuführen. Wolfgang Schäuble freute sich im Interview gar, dass die Krise so etwas Gutes hätte. Man wunderte sich, war er es doch, der zuvor immer betonte, dass dies ausgeschlossen sei. Da war der amtierende Finanzminister Olaf Scholz ehrlicher. Bereits wenige Wochen nach dem EU-Gipfel, bei dem man einen „einmaligen“ Solidaritätsfonds beschloss, räumte er ein, dass es sich dabei um ein dauerhaftes Instrument handelt.

Dekade der Vermögensvernichtung

Nüchterne Beobachter kann es nicht wundern. Seit Jahren wissen wir, dass der Euro nicht funktioniert und zu einer zunehmenden Divergenz führt. Die starken Länder werden stärker, die schwachen, schwächer. Wir wissen auch, dass die Verschuldung der Staaten und zum Teil des Privatsektors zu einer immer größeren Last für die wirtschaftliche Entwicklung werden. Bekannt ist außerdem, dass die verdeckten Verbindlichkeiten der Staaten für Pensionen-, Renten und Gesundheitsversorgung einer alternden Gesellschaft in allen Ländern der EU ein Niveau überschreiten, das einem Mehrfachen des Bruttoinlandsprodukts entspricht.

Wir nähern uns dem Ende eines langen Weges immer höherer Schulden und Versprechen. Wie stets in solchen Situationen wird es zu einer Lösung kommen, die zu Verlusten führt. Aber wer wird die Verluste tragen? Bis jetzt sieht es danach aus, dass wir Deutschen die großen Verlierer dieses Spiels sein dürften:

  • Die Transferunion, die nun in der EU und vor allem in der Eurozone etabliert wird, basiert auf der Logik, dass tief verschuldete Staaten wie Deutschland und die Niederlande den anderen, höher verschuldeten Staaten helfen. Sämtliche Erfahrungen – Länderfinanzausgleich, Nord-/Süditalien etc. – deuten darauf hin, dass diese Transfers Differenzen verfestigen, statt zu reduzieren. Besonders angesichts der erheblichen Unterschiede bei den privaten Vermögen stellt sich die Frage nach der Fairness.
  • Die Schuldenunion als konsequente Fortsetzung der Transferunion hebt das Ganze auf eine höhere Ebene. Weil die Belastung der Steuerzahler in Deutschland nicht so direkt spürbar ist wie heutige sofortige Transfers, findet sie breite Unterstützung. Sie erlaubt ein deutlich höheres Volumen und eine noch einseitigere Verteilung der Mittel. Zudem eröffnet sie die Perspektive einer immer weiteren Verschuldung für jene Länder, deren Kreditwürdigkeit schon heute faktisch an der Intervention der EZB hängt. Auch dies ist nichts anderes als eine Lastenverschiebung zuungunsten Deutschlands.
  • Dies alles geschieht vor dem Hintergrund einer massiven demografischen Wende. In der EU beginnt die Erwerbsbevölkerung zu schrumpfen. Damit werden nicht nur die verdeckten Verbindlichkeiten offensichtlich, sondern vor allem droht eine Rückkehr der Inflation. Hat der demografische Angebotsschock seit den 1980er-Jahren – Babyboomer, Markteintritt von Osteuropa und vor allem Chinas – zu einem Überangebot an Arbeitskräften und deshalb zu Lohndruck geführt, droht nun das Gegenteil: höhere Löhne und damit Inflation. Dies trifft vor allem jene, die ihre Ersparnisse in Geld anlegen: Konto, Sparbuch, Lebensversicherung, also die Deutschen.
  • Der Kampf gegen den Klimawandel wird diese inflationären Tendenzen verstärken. Er führt zu höheren Staatsausgaben und mehr privater Nachfrage, weil vorhandene Vermögenswerte entwertet und Neuanschaffungen erzwungen werden. Verstärkt wird die inflationäre Tendenz durch die aktive Rolle der Notenbanken, die argumentativ bereits vorbereitet wird.

    Da Transfer- und Schuldenunion an den grundlegenden Problemen nichts ändern, werden die von Piketty und Co. ins Gespräch gebrachten Schuldenschnitte über die EZB-Bilanz unweigerlich in der einen oder anderen Form umgesetzt werden. Diese Monetarisierung der Schulden wird deutlich größer ausfallen (müssen), als es gefordert wird und hat zwangsläufig eine Verteilungswirkung: Die großen Schuldner profitieren überproportional, während die damit drohende Geldentwertung alle Halter von Euro trifft. Die Sparer sind perspektivisch die Dummen. Eine Lösung der Schuldenproblematik geht nur über Verluste für die Gläubiger. Höchste Zeit, dass wir uns diesen Realitäten stellen und daran machen, nicht die größten Verlierer des Spiels zu sein.

    Noch können und müssen wir handeln!

    Unsere Politik muss alles daransetzen, den hiesigen Wohlstand mit Blick auf die erheblichen Gefahren von Inflation und Schuldensozialisierung zu schützen, statt wie derzeit über die Verteilung unseres Wohlstands zu philosophieren – Klimaschutz, Eurorettung etc. – oder über höhere Steuern. Das ist kein Nationalismus, sondern durchaus im Interesse der EU. Denn nur ein wirtschaftlich starkes Deutschland kann auch in Zukunft die Rolle des Garanten glaubhaft ausfüllen eine wichtige Voraussetzung für die Stabilität.

    Konkret sollten wir Folgendes tun:

    • Fördern der Vermögensbildung in Deutschland: Wir haben weniger Vermögen als unsere Nachbarn, weil ein großer Teil der Bürger über kein oder nur wenig Vermögen verfügt. Während die Top-Ten-Prozent über ähnlich viel Vermögen verfügen wie die Top-Ten-Prozent in den Nachbarländern, sieht es in den anderen Gruppen deutlich schlechter aus. Ansatzpunkt ist deshalb, private Vermögensbildung bei uns zu fördern: durch Entlasten der unteren und mittleren Einkommen, Abschaffen der Grunderwerbssteuer für die erste selbst genutzte Immobilie, Fördern des Aktiensparens und einer generell besseren finanziellen Bildung der Bürger
    • Auflegen eines Altersvorsorgefonds, in den der Staat für jeden Bürger unter 65 Jahren 25.000 Euro einbezahlt: Die Bürger können über das Geld verfügen, nachdem das Geld mindestens zehn Jahre angelegt wurde und sie das 65 Lebensjahr erreicht haben. Der Fonds würde ähnlich wie der norwegische Staatsfonds das Geld global gestreut in Aktien, Immobilien und Infrastruktur investieren. Zusätzlich wäre der Fonds offen für die Ersparnisse der Bürger. Ausführlich bereits hier beschrieben.

    Damit würden wir vier Ziele auf einen Schlag realisieren: Verhindern der Altersarmut, gleichmäßigere Vermögensverteilung, inflationsgeschützte Geldanlagen der Deutschen und eine höhere deutsche Staatsverschuldung – aber immer noch unter dem Durchschnitt der Eurozone –, was mit Blick auf die Monetarisierung der Schulden auf EU-Ebene hoch attraktiv wäre. Wir würden mitmachen.

    • Finden einer Lösung für das immer größer werdende Problem der TARGET2-Forderungen: In dem seit Jahren andauernden Streit, ob diese nun uneinbringliche und unverzinsliche Forderungen sind (Position Hans-Werner Sinn) oder aber nur eine Verrechnungsposition ohne Bedeutung, halte ich es mit Blaise Pascal: Angesichts des erheblichen Schadens, der droht, wenn Professor Sinn recht hat, sollte Deutschland das Geld besser anlegen. Dass dies geht, ist schon seit Langem bekannt, die Politik müsste nur entsprechend handeln. Eine Möglichkeit wäre ein Investitionsfonds, der gezielt in den Schuldnerländern investiert. Denn selbst wenn kein Ausfall drohen sollte, stellt eine Entwertung mit Blick auf die Rückkehr der Inflation ein erhebliches Risiko dar.
    • Drängen auf einen europäischen Schuldentilgungsfonds, den ich ebenfalls bereits vor einiger Zeit vorschlug. Konkret sollten alle Staaten – auch Deutschland! – Staatsschulden in einem bestimmten Prozentsatz des Vor-Corona-BIP auf die EU verlagern und dort in einem Schuldentilgungsfonds bündeln, der über sehr lange Zeit refinanziert wird (100 Jahre). Konkret sollten alle Staaten – auch Deutschland! – Staatsschulden in einem bestimmten Prozentsatz des Vor-Corona-BIP auf die EU verlagern und dort in einem Schuldentilgungsfonds bündeln, der über sehr lange Zeit refinanziert wird (100 Jahre). Ökonomisch entspricht dies den Überlegungen von Piketty und Co., allerdings mit drei wesentlichen Unterschieden: Der Umfang wäre deutlich höher. Alle Staaten – nicht nur die hoch verschuldeten – profitierten und die EZB würde die Forderungen nicht abschreiben, sondern einfach sehr lange liegenlassen. Vor allem könnten wir mit einem solchen Schritt den endgültigen Einstieg in eine Schulden- und Transferunion verhindern. Statt eines Blankoschecks zugunsten einzelner Länder – deren Bürger zudem über mehr Vermögen verfügen –, wäre es eine einmalige Aktion, bei der auch wir gewännen.

    Wir können nichts am Umfeld ändern. Wir können uns aber darauf einstellen und so versuchen, den Schaden zu minimieren. Höchste Zeit, dass die Politik das Thema der Wohlstandssicherung wieder auf die Agenda nimmt!

    Kommentare (59) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
    1. Anna Nuema
      Anna Nuema sagte:

      Was spricht denn eigentlich dagegen, die von Dr. Stelter vorgeschlagenen Maßnahmen (siehe unten bzw. im Artikel) umzusetzen?
      Die klingen für mich großartig und ich sehe auch nicht, wie sich ein Politiker mit solchen Vorschlägen in die Nesseln setzt. Mag mir das mal jemand erklären?

      Zitate:
      “Konkret sollten wir Folgendes tun:
      Fördern der Vermögensbildung in Deutschland: Wir haben weniger Vermögen als unsere Nachbarn, weil ein großer Teil der Bürger über kein oder nur wenig Vermögen verfügt. Während die Top-Ten-Prozent über ähnlich viel Vermögen verfügen wie die Top-Ten-Prozent in den Nachbarländern, sieht es in den anderen Gruppen deutlich schlechter aus. Ansatzpunkt ist deshalb, private Vermögensbildung bei uns zu fördern: durch Entlasten der unteren und mittleren Einkommen, Abschaffen der Grunderwerbssteuer für die erste selbst genutzte Immobilie, Fördern des Aktiensparens und einer generell besseren finanziellen Bildung der Bürger
      Auflegen eines Altersvorsorgefonds, in den der Staat für jeden Bürger unter 65 Jahren 25.000 Euro einbezahlt: Die Bürger können über das Geld verfügen, nachdem das Geld mindestens zehn Jahre angelegt wurde und sie das 65 Lebensjahr erreicht haben. Der Fonds würde ähnlich wie der norwegische Staatsfonds das Geld global gestreut in Aktien, Immobilien und Infrastruktur investieren. Zusätzlich wäre der Fonds offen für die Ersparnisse der Bürger. Ausführlich bereits hier beschrieben.

      Lösung für das immer größer werdende Problem der TARGET2-Forderungen:

      …sollte Deutschland das Geld besser anlegen. Dass dies geht, ist schon seit Langem bekannt, die Politik müsste nur entsprechend handeln. Eine Möglichkeit wäre ein Investitionsfonds, der gezielt in den Schuldnerländern investiert. “

      Antworten
        • Anna Nuema
          Anna Nuema sagte:

          Glücklicherweise wird dieses Jahr gewählt. Da kann man Mehrheitsverhältnisse neu justieren. Man müsste diese Vorschläge nur bei einer der zu wählenden neuen Regierungspartei unterbringen.
          Wie steht’s damit? Kann das nicht gelingen?

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Anna Nuema

        Was spricht denn eigentlich dagegen, die von Dr. Stelter vorgeschlagenen Maßnahmen (siehe unten bzw. im Artikel) umzusetzen?

        Es spricht NICHTS dagegen, sie umzusetzen.

        Es spricht vielmehr durchweg ALLES dafür, sie umzusetzen, wenn man den Wohlstand einigermaßen erhalten will, soweit das überhaupt in unserer Hand liegt.

        >… ich sehe auch nicht, wie sich ein Politiker mit solchen Vorschlägen in die Nesseln setzt.>

        >… durch Entlasten der unteren und mittleren Einkommen, Abschaffen der Grunderwerbssteuer für die erste selbst genutzte Immobilie, Fördern des Aktiensparens …>

        Sie würden sich damit in die Nesseln setzen.

        Denn wenn sie unten und in der Mitte entlasten, haben sie WENIGER Mittel, um anderes zu bewirken bzw. müssten andere BELASTEN:

        Sie müssten die hohen Einkommen bzw. die Vermögenden mehr belasten.

        Das würde die nicht arm machen, aber deren Widerstand provozieren.

        Wenn sie Aktiensparen fördern würden, müssten sie dafür Mittel aufwenden bzw. weniger einnehmen und zudem würde auch die Versicherungsbranche schlechter gestellt werden, was auch wieder Nachteile hätte.

        Kurzum, der Punkt ist:

        Es ist schon richtig solche Maßnahmen zu DENKEN und sie zu BEWERTEN.

        Die Umsetzung ist aber AUSSICHTSLOS, wenn die dafür erforderlichen WIRKMECHANISMEN auf erheblichen bis massiven Widerstand stoßen, weil sie eben auch für irgendjemanden zu Nachteilen führen.

        Wenn sie nicht abgewählt werden wollen, MUSS die Handlungsdevise der Regierungen sein:

        NIEMANDEN benachteiligen und das auch dann NICHT, wenn das GANZE dadurch verliert.

        Möglichst ALLE auf einem erträglichen Wohlstandsniveau halten und das AUCH dann, wenn das GANZE dadurch verliert.

        Heißt:

        Stabilisierung auf dem Weg nach UNTEN.

        Antworten
        • Anna Nuema
          Anna Nuema sagte:

          “Denn wenn sie unten und in der Mitte entlasten, haben sie WENIGER Mittel, um anderes zu bewirken bzw. müssten andere BELASTEN:

          Sie müssten die hohen Einkommen bzw. die Vermögenden mehr belasten.

          Das würde die nicht arm machen, aber deren Widerstand provozieren.”

          Das klingt doch aber eigentlich so, als würden wir viele glücklicher machen und nur wenige unglücklicher. Mithin und in Wählerstimmen gerechnet, müsste es doch durchsetzbar sein, zumindest vorschlagbar.

        • Dietmar Tischer
          Dietmar Tischer sagte:

          @ Anna Nuema

          Sagen wir statt glücklicher:

          zufriedener.

          Ich fürchte, dass die Leute so denken würden, wie sie HEUTE schon nicht zu unrecht denken:

          Entlastung ist IMMER Belastung, die mich trifft.

          Denn bei dem ganzen Spiel heißt es ja auch immer:

          Die Masse macht’s.

          Und die IST die Mitte.

          Fragen Sie sich, warum Linke SPD/DIE LINKE keinen Stich bei den Wählern machen.

    2. Maik Poetzsch
      Maik Poetzsch sagte:

      Sehr geehrter Herr Stelter,

      die Aussage, die Transferunion wäre mit Corona realisiert worden, ist so nicht richtig. Die EU hat schon lange Transferelemente (Sozial- und Strukturfonds). Zu nennen sind auch die Griechenlandrettung und die späteren Schuldenschnitte für Griechenland sowie insbesondere die Finanzstabilisierungsfaszilitäten, die Risikoprämien transferieren, sowie die Entwicklung der TARGET-Salden von kurzfristigen Buchungsposition zu dauerhaften Geldschöpfungskrediten. Nicht zuletzt ist auch die dauerhafte Niedrigzinspolitik der EZB zu nennen. Die Eurobonds setzen diese Entwicklung nur fort.

      Beste Grüße
      Maik Poetzsch

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Poetzsch

        Es wird hier oft gepostet, aber ich rolle nochmal das Schäuble-Interview vom August 2020 herein, weil es so schön den Stellenwert der “Corona-Krise” für den Ausbau der Transferunion verdeutlicht:

        “SCHÄUBLE: Die Corona-Krise ist eine große Chance. Der Widerstand gegen Veränderung wird in der Krise geringer. Wir können die Wirtschafts- und Finanzunion, die wir politisch bisher nicht zustande gebracht haben, jetzt hinbekommen – auf der Grundlage der Überzeugung, dass derjenige, der entscheidet, auch die Verantwortung dafür übernimmt. In diese Richtung haben wir uns mit dem Hilfspaket bewegt.

        Könnte die Bevölkerung dem nun auch eher folgen?

        SCHÄUBLE: Davon bin ich überzeugt. Ich will die Pandemie nicht verharmlosen, wenn ich feststelle: Große Krisen sind große Chancen.”

        https://wolfgang-schaeuble.de/die-pandemie-ist-eine-grosse-chance/

        Antworten
    3. Zweifler
      Zweifler sagte:

      @Richard Ott

      Natürlich meinte ich Schutzanzüge! Die Bezeichnung „Astronautenanzüge“ gebrauchte ich ironisch und damit auch die blutigsten medizinischen Laien, die Intensivstationen nur aus den Nachrichtensendungen und Netflix kennen, verstehen, was ich meine. Ich stelle nämlich fest, dass sich unter den „Wirtschaftsweisen“ besonders viele medizinische Laien finden.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Zweifler

        Na das klingt doch schon deutlich weniger gefährlich.

        Sind Sie sich auch sicher, dass es komplett flüssigkeits- oder gar flüssigkeits- und gasdichte Vollschutzanzüge waren und nicht bloß normale Krankenhaus-Schutzkleidung?

        “Während wir hier alle möglichen Theorien diskutieren, breiten sich sehr schnell neue, gefährliche, resistente Virusvarianten aus. Das ist, wie wenn man während des Absturzes aus einer Steilwand über das Wetter redet oder auf der sinkenden Titanic über die Qualität der servierten Weine diskutiert.”

        Jetzt sind Sie wahrscheinlich beleidigt und werfen mir gleich “Realitätsverlust” vor, aber die Leute auf der Titanic oder gar aus einer Steilwand abstürzende Kletterer hätten sicher gerne mit einem COVID-Infizierten getauscht, da ist die Überlebenschance deutlich größer:

        Titanic-Überlebensrate: ungefähr 32% (ungefähr 1500 von 2200 Passagieren gestorben)

        COVID-Überlebensrate: mindestens 97% (100% – 3% Case Fatality Rate)
        https://ourworldindata.org/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&time=2020-03-14..latest&country=DEU~GBR~ZAF&region=World&cfrMetric=true&interval=total&aligned=true&hideControls=true&smoothing=0&pickerMetric=location&pickerSort=asc

        (beachten Sie, dass ich extra für Sie auch die gefährlichen Mutantenländer UK und Südafrika mit in den Chart genommen habe, da ist die CFR aber nur unwesentlich anders, in UK sogar leicht niedriger als in Deutschland)

        Falls wir nicht alle COVID-Fälle durch Tests erfassen aber gleichzeitig alle COVID-Toten zählen (die sind viel schwieriger zu übersehen…), dann ist die echte Überlebenschance bei einer COVID-Infektion noch viel höher, vielleicht eher 99% als 97%.

        Antworten
        • Anna Nuema
          Anna Nuema sagte:

          Worauf wollen Sie hier denn gerade hinaus – Einstellung aller Schutzmaßnahmen zum Wohle der Wirtschaft?

        • Richard Ott
          Richard Ott sagte:

          @Anna Nuema

          Fürs Erste wäre ich schon zufrieden, wenn die dämlichen Vergleiche von COVID-19 mit Schiffsunglücken aufhören würden.

    4. Zweifler
      Zweifler sagte:

      Während wir hier alle möglichen Theorien diskutieren, breiten sich sehr schnell neue, gefährliche, resistente Virusvarianten aus.
      Das ist, wie wenn man während des Absturzes aus einer Steilwand über das Wetter redet oder auf der sinkenden Titanic über die Qualität der servierten Weine diskutiert.
      Besser wäre es, sich zu fragen, wo sich jetzt unmittelbar das nächste Rettungsboot befindet und wie man am schnellsten heute noch hineinkommt.
      Realitätsverlust und Übersprungshandlungen sind in Katastrophen sehr menschlich.

      Antworten
      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ zweifler 15:35
        wie gesichert sind die daten eines virus-mutanten??

        oder: das volk wird zunehmend mürrisch und missgläubig zu der politik und ihren maßnahmen.
        und daher kommt ein neuer mutant wie gerufen?

        Antworten
        • Zweifler
          Zweifler sagte:

          @foxxly

          Ach so, Sie sind so ein „mißgläubiger“ Corona-Verdränger? Falls es Ihnen möglich ist, schauen Sie mal bei den Covidstationen vorbei. Reden Sie mit den Damen und Herren in den Astronautenanzügen, fragen Sie was da abläuft. Einige von ihnen haben ein anspruchvolles Medizinstudium und lange Jahre Fachausbildung hinter sich. Eine harte Ausbildung hatten sie jedenfalls alle, die Sie dort treffen. Das sind keine Schnellsieder-BWL‘er oder sonstige Wirtschaftsschlaumeier, die gescheit daherreden. Die wissen genau, wovon sie reden.

        • Gnomae
          Gnomae sagte:

          @ foxxly
          “Das Wort Mutant (aus lateinisch mutans, zu mutare „[sich ver]ändern, verwandeln“) hat folgende Bedeutungen:
          ein genetisch verändertes Lebewesen, siehe Mutation
          eine Science-Fiction-Serie, siehe Mutant X
          ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1982, siehe Mutant – Das Grauen im All”
          eine schwedische Reihe von Pen-&-Paper-Rollenspielen, siehe Mutant (Rollenspiel)
          Mutant 4×4, ehemaliger britischer Automobilhersteller”, so Wikipedia.

          Virus-Mutationen ja, Mutanten nein. Virus-Mutanten wären ja mutierte Menschen (Angstsprache, Psychokrieg).

          Vergessen Sie die Panik, Viren verändern sich ständig. Politiker verändern sich ständig. Also sind Politiker …..

        • Joerg
          Joerg sagte:

          @Zweifler

          Statt hier Angst zu verbreiten, lieber ein paar Fakten gefaellig?

          Schon auf N-TV gesehen:

          “+++ 16:25 Bericht: Weniger Patienten wegen Corona in Kliniken als gedacht +++
          Die Anzahl von Personen, die wegen einer Infektion mit Sars-CoV-2 im Krankenhaus behandelt werden müssen, wird nach Recherchen der Wochenzeitung “Die Zeit” überschätzt: Zwischen 20 und 30 Prozent der Menschen, die die offizielle Statistik führt, sind nicht wegen Corona in stationärer Behandlung, sondern wurden zufällig positiv getestet. Etwa Schwangere, die zur Entbindung kommen, oder verunfallte Personen. Auch bei der viel diskutierten Zahl von Patienten auf Intensivstationen gibt das Robert-Koch-Institut dem Bericht zufolge zu hohe Werte an: Auf den Intensivstationen werden zehn Prozent der als Corona-Fälle gemeldeten Patienten wegen einer anderen Ursache behandelt. Das bestätigt auf Anfrage des Blattes der Deutsche Verband der Intensivmediziner (Divi).”

          Plausibles Vom-Hoeren-Sagen:
          Strukturelle Ueberlastung auf EINZELNEN Intensivstationen ist uebrigens ein schon laenger schwelendes Problem. Es wird sich zukuenftig noch verschlimmern. Es entsteht, u.an., weil immer mehr Patienten aus Geriatrie oder Pflegeheimen (zT Patienten ohne Vorsorgevollmacht) nochmal auf die Intensivstation kommen, statt sie in Ruhe heimgehen zu lassen. Hier koennte ggfs der Gesetzgeber eine verbindliche Regelung zum Schutze der Intensivkapazitaeten erlassen?

          Angeblich gibt’s wohl auch Anreize: (1.500€ pro Corona-Patient wegen erhoehter Hygienebedingungen im Krankenhaus). So sterben fast nur Leute MIT Corona im Krankenhaus?

          Zu Hause sterben dagegen KAUM Leute mit Corona (weil sonst die Alten in Quarantaene MUESSTEN und nicht im Kreise der Lieben heimgehen duerften).

          Immer den Anreizen folgen. Die Leute sind ja nicht doof.

        • Richard Ott
          Richard Ott sagte:

          @Zweifler

          “Reden Sie mit den Damen und Herren in den Astronautenanzügen, fragen Sie was da abläuft. Einige von ihnen haben ein anspruchvolles Medizinstudium und lange Jahre Fachausbildung hinter sich.”

          Das möchte ich bezweifeln. Ärzte ziehen auf der Erde garantiert nicht freiwillig Astronautenanzüge (!) an, selbst wenn sie welche auftreiben könnten, die sind viel zu schwer und behindern mehr als sie nützen.

          Meinen Sie vielleicht einen gasdichten Vollschutzanzug? https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Biosicherheit/Schutzmassnahmen/Schutzkleidung/Schutzkleidung_node.html

          Den wiederum sollte man im Weltall nicht anziehen, der ist nämlich nicht beheizt.

          Und auf der Erde bräuchten ihn Ärzte nur, wenn irgendwo ein hochaggressives Virus wie das Ebola-Virus ausgebrochen ist, aber sicher nicht bei COVID-19, außer wenn sie im Wuhaner Bio-Forschungslabor arbeiten, oder so.

    5. Gnomae
      Gnomae sagte:

      “Die EU-Staaten haben hohe Schulden angehäuft, jetzt läuft die Debatte über deren Abschreibung bei der EZB an. Mit ein paar Tricks und Kniffen kann das für Deutschland und die EU gut ausgehen.”

      Gemeint ist im Ergebnis der Verzicht auf die Forderung. Was Piketty fordert ist entweder falsch übersetzt oder bewusst linksideologisch verschleiert. Den Vorgang muss man gedankenlogisch exzerpieren: Die EZB erwirbt mittelbar über die Banken Staatsanleihen europäischer Schuldnerländer unter Verzicht auf marktübliche Zinsen. Gleichzeitig belastet sie deutsche Sparer mit Negativzinsen. Im zweiten Gedankengang sollen diese Staatsanleihen abgeschrieben werden. Die Abschreibung deshalb, weil offenkundig ist, dass die Schulden nicht tragfähig sind, schlimmer noch, es bei Ankauf bereits nicht waren. Eine Abschreibung bedeutet aber noch nicht einen Forderungsverzicht sondern eine Berichtigung in der Bilanz der EZB. Gemeint ist natürlich von Piketty, dass auf die Forderung verzichtet werden solle. Die EZB soll also in dieser Höhe einen endgültigen Verlust ausweisen. Die Rechtsfolge ist, wie soll es anders sein, dass das deutsche Kapital an der EZB vernichtet ist.

      Diese Forderungen stehen seit einiger Zeit im Raum. Skandalös ist, dass hierzu weder im Finanz- noch im Wirtschaftsministerium offensiv Gegenthesen angeboten werden.

      Alle französischen Floskeln wie Neubegründung eines Souverän etc. implizieren, dass dieser neue Souverän schuldenfrei sein wird, also im Ergebnis vorher der Schuldenschnitt stattzufinden hat. Dieser muss aber, wenn der Großteil der Staatsanleihen dort liegt, bei der EZB stattfinden. Er ist daher gerichtlicher Kontrolle entzogen.

      Der Schuldentilgungsfonds ist ein edler Vorschlag. Er widerspricht aber der Interessenlage der Südländer, die eine Entschuldung erreichen wollen. Dies geht nur über Verzicht auf die Forderungen. Corona war so schrecklich, das ist der einzige Ausweg. Die Deutschen Michel sind darüber vollauf begeistert.

      Antworten
    6. ruby
      ruby sagte:

      Was wir erleben ist das Ende der Illusionen einer überstaatlichen zentralistischen von Obensteuerung.
      Der Schulden=Vermögen Irrsinn ist entwertet und die Zentralbank als Machermodell total und öffentlich zerstört.
      Alle diesbezüglichen Vorschläge sind als Todeszuckungen deren Vertreter schnell offenbart.
      An allen Ecken in Ost-, Mittel-, West-, Süd- und Nordeuropa gehen die Staaten und Nationen ihre Wege, ohne sich Firlefanz abgehobener Nichtskönner vorbeten zu lassen.
      Game over!
      Deutschland wird sich auf sein ursprüngliches Wesen zurückbesinnen und das nicht mit weiteren leeren Versprechen 2040 sondern genau jetzt, mit allen dazu notwendigem:
      Verfassung, Währung, Verwaltungsstruktur, Wirtschaftsordnung, Interessenvertretung, Regionalitäten.
      Der Start liegt in unseren Bedürfnissen, die zu erfüllen sein müssen.

      Antworten
    7. Wolfgang Selig
      Wolfgang Selig sagte:

      bto: “Die starken Länder werden stärker, die schwachen, schwächer.”

      Diese Aussage von Herrn Dr. Stelter ist m.E. einfach nur falsch.

      Warum?

      Die schwachen Länder werden schwächer mangels Wettbewerbsfähigkeit durch eine unpassende Währung und durch die Emigration der jungen gut Ausgebildeten.

      Einverstanden.

      Aber werden die angeblich Starken wirklich stärker?

      Da müsste ja Deutschland dazugehören. Seltsamerweise fallen wir technologisch immer mehr zurück, der deutsche Anteil des Euro am Markt der Weltreservewährungen ist kleiner als der der D-Mark (weil mit den Euroländern genauso groß wie vorher alleine), bei PISA werden wir nach hinten durchgereicht, bei der Digitalisierung auch. Die Sicherheit der Energieversorgung nimmt ab, die Infrastruktur wird schlechter (z.B. bei Brücken).

      Neue Projekte, die in den 60ern reihenweise realisiert wurden (z.B. zur Olympiade in München 1972 ein Netz aus U- und S-Bahnen sowie Neubaustadtteile wie Neuperlach) dauern inzwischen ewig, überschreiten meist die Kosten (z.B. Flughafen Berlin, Stuttgart 21, Elbphilharmonie Hamburg) und taugen oft nicht mal wirklich was.

      Was will ich damit sagen?

      Alle werden schlechter, denn die unpassende Währung der vermeintlich Starken verführt zum Nichtinvestieren, weil die Währungssubvention die Anstrengungsbereitschaft zerstört. Der einzige Vorteil ist, dass man die vorhandene Infrastruktur aus früheren Jahrzehnten noch etwas länger nutzen kann als die schockgefrosteten Südländer. Ein schwacher Trost für die Jugend.

      Antworten
      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ w. selig 13:29
        was deutschland anbetrifft würde ich widersprechen:
        das deutschland schwächer wird, liegt sehr stark an deren politik !!

        denken sie zb. an die zuwanderng, -atomausstieg,, -an die schuldenhaftung-mit der EU, – an der doooooofen klimapolitik (verbot von verbrennern), neue projekte-verzögerungen, usw.

        merkel macht den standort deutschland schlecht, sie macht den mittelstand kaputt.

        selbstzerstörerischer kann doch niemand auf dieser welt sonst sein!

        vor wenigen jahren noch, ist viel geld nach deutschland geflossen. heute geht es langsam rückwärts

        Antworten
        • Wolfgang Selig
          Wolfgang Selig sagte:

          @foxxly:

          Natürlich liegt es zu großen Teilen an der Politik, aber erstens ist Geld- und Währungspolitik auch Politik und zweitens wäre m.E. der Hang zum ständigen Verfrühstücken von Wohlstand ohne die Geldillusion des Euro nicht denkbar. Aber natürlich kann man hier anderer Meinung sein.

        • foxxly
          foxxly sagte:

          @ w.selig 17:26
          >>und zweitens wäre m.E. der Hang zum ständigen Verfrühstücken von Wohlstand ohne die Geldillusion des Euro nicht denkbar.<<

          da haben sie unbedingt recht.
          aber in der volkswirtschaftlichen gesamtsicht, erkennt man die unterschiede.
          und auch klar, dass sämtlicher wohlstand auf kreditbasis besteht.

          das problem in dieser geldillusion ist, dass eine riesen systematische umverteilung stattfindet, hin zu der finanzwirtschaft.
          dort gibt es einen riesen überhang, der in der realwirtschaft feht.
          zudem hat die realwirtschaft alle lasten zu erwirtschaften und zu tragen.

          wenn jemand den möglichen wohlstand verfrühstückt, dann passiert dies in erster linie im finanz-sektor.

          der finanz-sektor investiert in teils wirren unproduktiven projekten, welche in krisen zu allererst fallen; weil sie nicht mehr wissen, wohin noch investiert werden soll.
          und in der realwirtschaft herrscht überproduktion.

          weitere investitionen machen andere produzenten kaputt. das zuviele kapital zerstört gute und brauchbare produktionsstätten

          abgesehen vom endlichen kreditgeldsystem: eine gut funktionierende wirtschaft erfordert nicht nur, dass angebot und nachfrage in etwa ausgeglichen ist.
          auch die finanzwirtschaft und die realwirtschaft müssen ausgeglichen sein.

          davon sind wir astronomisch weit auseinander!

      • Tobias
        Tobias sagte:

        Das sehe ich auch so, Deutschland ist doch schon massiv am schwanken, wo will man da noch von Stärke reden.

        Außerdem halte ich die Forderungen auch für falsch, die Bürger sollen sich selbst um ihre Altersvorsorge kümmern, steuerliche Entlastung ist das Gebot der Stunde, um hier die Freiräume zu schaffen.

        Ich halte es auch für falsch, dass der Staat ungefragt Geld der Bürger nimmt und damit Immobilien kauft. Das würde einen neuen finanzkräftigen Konkurrenten bedeuten für alle, die selbst Wohneigentum besitzen wollen und den Status Deutschlands als Mieternation weiter zementieren.

        Sorry, ein schwacher Artikel und undurchdacht!

        Antworten
    8. Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      >Wir können nichts am Umfeld ändern.>

      Richtig.

      >Wir können uns aber darauf einstellen und so versuchen, den Schaden zu minimieren.>

      Das versuchen wir nicht nur, sondern TUN es auch.

      Denn wir sind kontinuierlich dabei, dass Umfeld (Eurozone/EU) so zu stabilisieren, dass es KEINEN Schaden nimmt und zerfällt.

      Fazit:

      Die guten Worte sind leider Wunschdenken.

      Die Realität:

      Es gibt keinen Schuldenschnitt, keinen Schuldentilgungsfonds.

      Vielmehr richtig:

      >Die Schuldenunion als konsequente Fortsetzung der Transferunion hebt das Ganze auf eine höhere Ebene. … eröffnet sie die Perspektive einer immer weiteren Verschuldung für jene Länder, deren Kreditwürdigkeit schon heute faktisch an der Intervention der EZB hängt.>

      Die Schuldenunion wird auch große Teile der Energiewende finanzieren, die nach der Pandemie mit Nachdruck vorangetrieben wird – Deutschland wird mit der dafür bestens positionierten Traumkonstellation Schwarz/Grün wieder einmal Vorreiter sein.

      Das Ergebnis:

      INFLATION.

      >Verstärkt wird die inflationäre Tendenz durch die aktive Rolle der Notenbanken, die argumentativ bereits vorbereitet wird.>

      Richtig, ist bereits offiziell gefordert worden, weil der Markt versagt habe (Frau I. Schnabel).

      Mit Inflation werden die Schulden entwertet, nicht mit einem Schuldenschnitt.

      Der GROSSE Vorteil von Inflation:

      Sie muss NICHT verhandelt werden, sie ENTWICKELT sich, erfasst ALLE Gläubiger und

      NIEMAND ist SCHULDIG.

      Die führenden Politiker haben das längst erkannt und handeln entsprechend.

      Das ist RATIONALITÄT.

      Merke:

      Wir werden von PROFIS regiert.

      Antworten
      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ tischer 12:14
        wie hoch h. tischer, müsste die inflation sein, um eine quasi-stabilisierung der verschuldung zu erreichen?

        Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Der GROSSE Vorteil von Inflation: Sie muss NICHT verhandelt werden, sie ENTWICKELT sich, erfasst ALLE Gläubiger und NIEMAND ist SCHULDIG. Die führenden Politiker haben das längst erkannt und handeln entsprechend. Das ist RATIONALITÄT.”

        Der große Nachteil von Inflation: Sie kann schnell außer Kontrolle geraten, und dann wird es hässlich.

        Das müssten deutsche Politik-“Profis” eigentlich wissen, 1923 ist noch nicht so lange her.

        Antworten
        • Dietmar Tischer
          Dietmar Tischer sagte:

          @ Richard Ott

          >Der große Nachteil von Inflation: Sie kann schnell außer Kontrolle geraten, und dann wird es hässlich.>

          Wieso hässlich?

          Es geht doch um Entschuldung.

          Sehen Sie die Dinge doch mal POSITIV:

          Der Blog hat Sie doch gelehrt, dass die Verschuldung alles hemmt und behindert, wie Mehltau über den Geschehen liegt.

          ALSO muss sie weg.

          Dafür ist Inflation die ELEGANTESTE Lösung.

          Und wichtig für die Profis:

          KEINER wird schuldig am Inflationsdesaster sein.

          Es gibt eben Sachverhalte, die sich EREIGNEN.

          Lernen die Menschen doch gerade:

          Die Pandemie hat sich EREIGNET.

          An der ist auch NIEMAND schuld.

      • Felix
        Felix sagte:

        Man kann schon sehen, dass die Politik versucht, die Schablone der 40er Jahre erneut zu spielen: aus der Verschuldung mit Hilfe von Inflation herauszuwachsen.

        Ich glaube nicht daran.

        1. Haben wir nicht die damalige Zeit. Damals wollten alle in Freiheit etwas aufbauen und die Menschen waren durch das Feuer von Großer Depression und Weltkrieg gegangen.
        2. Stehen wir unmittelbar vor einer neuen großen Herausforderung: dem Aussterben und bis dahin der Pflege von sehr vielen sehr alten Menschen.
        3. Hatten wir damals ein gutes goldgedecktes Geld.
        4.Wir müßten wachsen und weniger Schulden machen. Kann das jemand erkennen?
        5. Haben wir eine andere mentale Verfassung als 44ff, nämlich genau die gegensätzliche (s. Sonnenzyklus). Wir bekommen jetzt wieder die Stimmung bei den jungen Leuten wie sie ab 1977 herrschte. Das wird keine zweite “Silent Generation”.

        Antworten
        • Dietmar Tischer
          Dietmar Tischer sagte:

          @ Felix

          >Man kann schon sehen, dass die Politik versucht, die Schablone der 40er Jahre erneut zu spielen: aus der Verschuldung mit Hilfe von Inflation herauszuwachsen.>

          Wer sagt denn DAS?

          Die Politiker spielen NICHT die Schablone irgendwelcher Jahre.

          Sie agieren unten den BESTEHENDEN Systembedingungen und werden dabei
          Eine inflationäre Entwicklung NICHT verhindern können.

          Nicht verhindern können ist etwas ANDERES als spielen, d. h. es wollen.

    9. weico
      weico sagte:

      @Stelter
      “Nüchterne Beobachter kann es nicht wundern. Seit Jahren wissen wir, dass der Euro nicht funktioniert und zu einer zunehmenden Divergenz führt. Die starken Länder werden stärker, die schwachen, schwächer. ”

      Sicher .
      Genau darum hat ja Macron in seiner Rede deutlich gemacht, dass die Politik nicht mehr für die einzelnen Länder gemacht werden soll, sondern die Politik sich konzentrieren soll ,auf die :
      …”Neubegründung eines souveränen, geeinten und demokratischen Europas.”

      https://de.wikipedia.org/wiki/Macrons_Initiative_für_Europa

      Der Weg der EU ist KLAR gezeichnet : Vom Staatenbund zum Bundesstaat .

      Für Deutschland gilt daher, mit allen Konsequenzen und KOSTEN : Entweder MITMACHEN bis die EU endlich “GEEINT und VEREINT” ist……oder wie “die Briten” AUSSTEIGEN und SELBER wieder als NATION agieren.

      Antworten
      • Jacques
        Jacques sagte:

        Machen Sie Witze? Deutschland geht natürlich wieder den Weg in den Untergang zu Ende. Dieses Mal natürlich für “eine gute Sache”.

        Antworten
        • Richard Ott
          Richard Ott sagte:

          @Jacques

          ” Deutschland geht natürlich wieder den Weg in den Untergang zu Ende. Dieses Mal natürlich für ‘eine gute Sache’.”

          Auf dem Weg in den Untergang dachten die Deutschen bis jetzt immer, dass es “für eine gute Sache” sei…

    10. foxxly
      foxxly sagte:

      deutschland wiederholt die geschichte: sie befindet sich in einen erneuten “großmannsucht” denken und handeln.
      es ist dabei wenig verzeilich, dass deutschland von den eliten aus wirtschaft und hochfinanz, benutzt werden.

      die politik ist für uns bürger maßgebend, – und wir lassen diese entwicklung nach “stockholm-syndrom-art” zu

      klar ist, dass es in diesen kreditgeldsystem keine alternative gibt als weiter und immer mehr neues gelddrucken.

      schuldenschnitte ist ein akt der kokursverschleppung, welcher in der privatwirtschaft hefitg bestraft wird.

      schuldenschnitte aber bringen noch mehr vertrauensverlust, welche bereits eh schon da ist; allerdings einen zeitgewinn.

      sie sind keinefalls eine lösung! wessen schulden würden weinger werden? nicht die schulden der realwirtschaft, sondern die vom staat. dies bringt der last-tragenden realwirtschaft wenig bis nichts. während die finanzwirtschaft weiter aufgebläht wird.

      vergessen sie, dass target-forderungen jemals beglichen werden.

      vermögensbildung, wenn sie nicht auf seiten der konsumenten und der realwirtschaft geschaffen wird. dann sind sie nahezu sinnlos, weil sie die lage weiter verschlechtern würden.

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @foxxly

        “deutschland wiederholt die geschichte: sie befindet sich in einen erneuten „großmannsucht“ denken und handeln.
        es ist dabei wenig verzeilich, dass deutschland von den eliten aus wirtschaft und hochfinanz, benutzt werden.”

        ..und wie Immer in der Geschichte, gibt der Bürger/Wähler dann natürlich den Eliten aus Wirtschaft und Hochfinanz die Schuld am Debakel..(…oder gleich den Juden) .

        https://1lib.eu/book/11554254/f9ca00

        Nebenbei:
        Warum nur ,wurden die Briten nicht von dieser Elite “benutzt” und haben SELBER einen anderen Weg “GEWÄHLT” ??

        Antworten
        • foxxly
          foxxly sagte:

          @ weico 11:38
          ><Warum nur ,wurden die Briten nicht von dieser Elite „benutzt“ und haben SELBER einen anderen Weg „GEWÄHLT“ ??<<

          vielleicht gerade deswegen, weil eilten sehen, wie die EU ihren untergang entgegen gehen.

          <der wähler? – der wähler entscheidet fast immer, was die politik und die eliten wollen. sie haben die mediale-hoheit in der hand! damit sind die interessen gesetzt.

    11. Mohnburg
      Mohnburg sagte:

      Volle Zustimmung zu den Kommentaren Dr. Zorn und Ott.

      Wie bereits an anderer Stelle geschrieben, frage ich mich ständig, wie lange sich Deutschland das noch gefallen lassen will. Die Zeiten seriöser Geldpolitik sind offenbar schon lange vorbei. Mit der Corona-Pandemie gibt es nun einen geradezu perfekten Sündenbock, hinter dem die monumentalen (geldpolitischen) Fehler der Vergangenheit versteckt werden können. Historiker späterer Generationen werden die heutigen Zentralbank-Bürokraten hoffentlich entsprechend einstufen.

      Eine kritische Sichtweise der Zusammenhänge zwischen Geldentwertung, Staatsverschuldung und Geldmengenwachstum findet in der deutschsprachigen Presse einfach nicht statt. Am ehesten in der NZZ (das neue “Westfernsehen”, wie jemand treffend formulierte). Auf dem “Weg zur Knechtschaft” nach F.A. Hayek ist Deutschland schon ein weites Stück voran gekommen (aber leider liest man dieses Buch auch nicht mal eben vor dem Einschlafen). Prof. Sinn spricht indes von einem „unerträglich falschen Weg“. Was soll man dem noch hinzufügen?
      Es ist wie bei Matrix: Die Mehrheit entscheidet sich für die BLAUE Pille.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Mohnburg

        Den Vergleich der NZZ mit dem “Westfernsehen” brachte nicht “irgendwer”, sondern das war der ehemalige Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen:

        https://www.tagesspiegel.de/politik/fuer-mich-so-etwas-wie-westfernsehen-maassen-provoziert-mit-tweet-ueber-medien/24577234.html

        Da waren die deutschen Haltungsjournalisten mit sozialistischem Propaganda-Auftrag natürlich schwer beleidigt. ;)

        Maaßen hatte kurz vor seinem Amtszeitende als Verfassungsschutz-Chef noch vor “linksradikalen Kräften” in der SPD gewarnt – mittlerweile ist auch für jeden offensichtlich geworden, was damit gemeint war.

        Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Mohnburg

        >Die Zeiten seriöser Geldpolitik sind offenbar schon lange vorbei.>

        Was ist SERIÖS?

        Jede gekonnte Kritik, die zeigt, was die FOLGEN von Maßnahmen und Unterlassungen sind, ist seriös und darüber hinaus auch noch HILFREICH.

        Denn sie klärt darüber auf, was zu erwarten ist.

        Eine Kritik, der zufolge der Weg aufgeben werden sollte, weil die Folgen negativ sind, ist dann NICHT seriös und hilfreich, wenn die Aufgabe des Weges größere NEGATIVERE Folgen haben würde, als ihn zu gehen.

        Das ist bei der Eurozone und EU der Fall.

        Aufgabe, Scheitern und Zerfall würden enorme negative INSTANT-FOLGEN für durchweg alle Bevölkerungen haben.

        Deshalb ist es letztlich BELANGLOS, dass z. B. Prof. Sinn vom „falschen Weg“ spricht.

        Er wird begangen, weil es RATIONAL ist, ihn angesichts der SCHADENSALTERNATIVE zu gehen.

        Wer das nicht begreift, versteht nicht, WARUM die Politik so handelt, wie sie es tut.

        Antworten
        • foxxly
          foxxly sagte:

          @ tischer 18:52
          >>Wer das nicht begreift, versteht nicht, WARUM die Politik so handelt, wie sie es tut.<<

          für was und wen denn ist die politik eigentlich da??

          die politik handelt als nach den willen des großkapitals!

          wenn sie herr tischer dies verneinen, dann müsste die politik erkennen, dass dieser weg des großkapitals in die unfreiheit, in die abhängigkeit und ausbeutung etc, führt, – und dementsprechend müsste sie anders handeln.

          tut sie aber nicht!

          kommen sie jetzt blos nicht, dass die politik den volks/ und wähler-willen bestimmend, nachgehen! das ist längst widerlegt!

        • Mohnburg
          Mohnburg sagte:

          @D. Tischer:
          Was “seriöse Geldpolitik” ist, wusste man zu Zeiten der Bundesbank noch. Um mein Halbwissen zu untermauern, könnte ich jetzt noch Walter Bagehot zitieren – aber geschenkt.
          Die Politik handelt aus sich heraus RATIONAL, weil ja ein heute aktiver Politiker für den Schaden, den er anrichtet nicht mehr den Kopf hinhalten muss. Bei der kurzfristigen, auf Wählerstimmenmaximierung gerichteten Handlungsweise (von der Wand bis zur Tapete) ist leider HANDELN und HAFTEN kein einhegendes Prinzip. Und so wird mit jeder neuen Umdrehung der Schuldenspirale die Fallhöhe erhöht und der Kollateralschaden immer größer. Haben die Politiker eigentlich weder Gewissen noch Familien, Kinder, Enkel…?

          Am ENDE dieser Entwicklung steht entweder ein totalitärer Staat, oder der Zusammenbruch des bestehenden Finanzsystems – oder zuerst das eine und später das andere, wie einst in der Sowjetunion! Die Lehren der Geschichte werden in den Wind geschlagen und der GESUNDE MENSCHENVERSTAND mit Verachtung gestraft.
          Die anderen EU-Staaten verfolgen dabei – ebenfalls RATIONAL – immerhin eigene nationale Interessen. Wessen Interessen die deutschen Politikdarsteller verfolgen, erschließt sich mir allerdings nicht. Ich kann nur hoffen, dass immer mehr Menschen sich INFORMIEREN und AUFWACHEN! Machen Sie mit!

        • Dietmar Tischer
          Dietmar Tischer sagte:

          @ Mohnburg

          >Bei der kurzfristigen, auf Wählerstimmenmaximierung gerichteten Handlungsweise (von der Wand bis zur Tapete) ist leider HANDELN und HAFTEN kein einhegendes Prinzip.>

          Das ist richtig, insoweit es die POLITIKER betrifft.

          Denn wenn letztlich die Wählerstimmen entscheiden, dann haften sie auch für das, was sie entschieden haben.

          Sie sind dann vergleichbar mit den Unternehmenseignern, die mit dem Unternehmensvermögen haften – und eben NICHT das von ihnen eingesetzte Management (die Regierung).

          Vor der Wählermaximierung war das nicht immer grundsätzlich anders.

          Aber damals war oftmals ein mit größerer Handlungsfreiheit einhergehendes größeres Verantwortungsbewusstsein zu erkennen.

          >Wessen Interessen die deutschen Politikdarsteller verfolgen, erschließt sich mir allerdings nicht. >

          Es sind die Interessen durchweg ALLER Deutschen.

          Es ist doch nicht schwierig, dies zu begreifen:

          Wenn unsere Politik den AUSTRITT aus der EU/Eurozone betreiben oder auch nur sich nicht mehr zum Zusammenhalt bekennen und ihn aktiv fördern würde, hätten wir sofort VERWERFUNGEN an den Finanzmärkten und mit NEGATIVEN Folgen für quasi ALLE Deutschen.

          Denn wir hätten sofort hohe Inflation, weil ins sichere, leistungsstarke Deutschland strömendes Geld aufkaufen würde, was es nur aufzukaufen gibt und müssten Kapitalverkehrskontrollen einführen.

          Unsere Wettbewerbsfähigkeit würde leiden, die Arbeitslosigkeit würde steigen.

          Das sind HINREICHEND starke Gründe, so zu handeln, wie unsere Regierung handelt.

          Der Verweis auf die „seriöse Geldpolitik“ der Bundesbank ist verfehlt.

          Wir haben nicht mehr die VERHÄLTNISSE wie zu Zeiten der autonomen Bundesbank.

          Also kann man mit Blick darauf NICHT bewerten.

          >Am ENDE dieser Entwicklung steht entweder ein totalitärer Staat, oder der Zusammenbruch des bestehenden Finanzsystems …>

          JA, das eine, andere oder beides.

          Das ist aber am ENDE.

          Um das kümmert sich niemand, vor allem nicht Menschen, die nur noch eine absehbare Zeit zu leben haben.

          Es ist immer so, wie es immer war:

          Die NACHGEBORENEN müssen es RICHTEN.

        • Richard Ott
          Richard Ott sagte:

          @Herr Tischer

          “>Am ENDE dieser Entwicklung steht entweder ein totalitärer Staat, oder der Zusammenbruch des bestehenden Finanzsystems …>JA, das eine, andere oder beides. Das ist aber am ENDE. Um das kümmert sich niemand, vor allem nicht Menschen, die nur noch eine absehbare Zeit zu leben haben. Es ist immer so, wie es immer war: Die NACHGEBORENEN müssen es RICHTEN.”

          Die Nachgeborenen müssen es richten, soso.

          Dann sollten Sie hoffen, dass Sie dieses Ende nicht mehr erleben.

          Die Sanierungsideen der “Event- und Partyszene”, falls die überhaupt welche haben, könnten für Sie als Hochbetagter in einem totalitären Staat oder mit einem zusammengebrochenen Finanzsystem auch ganz persönlich sehr unangenehm werden.

          Ich bin noch jung, ich kann auch noch woanders leben und arbeiten. Oder wollen Sie jetzt eine moralische Verpflichtung für mich konstruieren, damit ich mich irgendwann um Ihre Probleme kümmere, obwohl Sie sich nicht um meine kümmern?

        • foxxly
          foxxly sagte:

          @ tischer 17. Februar 2021 23:02
          >>Es ist immer so, wie es immer war:
          Die NACHGEBORENEN müssen es RICHTEN.<<

          da haben sie leider recht! aber, ist so eine politik nicht höchst beschämend, weil verantwortungslos?

          keine unternehmer und auch privatpersonen, handeln nach dieser devise und meistens gelingt ihnen diese anstrengung.

          wenn die politiker haften müssten, wenn nach einer wahlperiode die verschuldung höher ist, dann bekommen sie nur noch den durchschnitt aller bürger bezahlt, incl pensionsansprüche!

          dann würden diese politker erkennen, dass dies garnicht möglich ist, wegen dem kreditgeldsystem und wachstumszwang.
          aber dann würden sie etwas dagegen tun!

          ein system welches die nachfolgende generationen mit immer höherer verschuldung
          systemisch belastet, ist menschen-verachtend. dieses wäre sogar menschenrechts-widrig.

          das kreditgeldsystem ist ein verbrechen an der menschheit! es ist ein werkzeug der macht gegen den mensch!

        • weico
          weico sagte:

          @Dietmar Tischer

          “Wenn unsere Politik den AUSTRITT aus der EU/Eurozone betreiben oder auch nur sich nicht mehr zum
          Zusammenhalt bekennen und ihn aktiv fördern würde, hätten wir sofort VERWERFUNGEN an den Finanzmärkten und mit NEGATIVEN Folgen für quasi ALLE Deutschen.”

          ..für ALLE EU-Mitglieder.

          Ein zweites Brexit muss darum dringend verhindert werden, dass weiss auch Macron. Die jetzige Form der EU ,eine abstruse Idee eines Staatenbundes, KANN UNMÖGLICH funktionieren . Daher seine verzweifelte Rede zu einem “SCHNELLEN NEUBEGINN” :

          “Aber es muss mehr getan werden und schneller. Denn die andere Falle ist, dass wir uns mit dem Status quo abfinden und resignieren. Angesichts der globalen Umwälzungen sagen uns die Bürgerinnen und Bürger nur allzu oft: „Wo ist Europa? Was unternimmt die EU?“. ”

          https://www.elysee.fr/emmanuel-macron/2019/03/04/fur-einen-neubeginn-in-europa.de

          Covid, Schuldenkrise und Energiewende bilden das perfekte Ursachenpaket für den Neubeginn :
          “DIE EUROPÄISCHE FÖDERATION ”

          Schon der Lieblingskanzler vieler Deutschen ,Adenauer ,sprach ja schon (1946) von den “Vereinigten Staaten von Europa !
          https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Staaten_von_Europa

          Die “Ursprungsidee” war schon IMMER eine FÖDERATION ! Im “kalten Krieg” und in der Zeit des aufkeimenden Nationalismus, war das “VEREINIGTE” aber so verpönt, dass man zu “Staatenbund” überging.

          Die DEUTSCHEN können oder wollen nur (noch) nicht begreifen ,dass IHR NATIONALSTAAT bald VERGANGENHEIT sein wird und dann die Ära des BUNDESSTAATES kommt.

          Die Briten konnten sich nie mit dieser Rolle anfreunden und waren daher auch nie bereit, ihre Währung abzugeben.

          “Die britische Premierministerin Margaret Thatcher lehnte in ihrer Brügger Rede vom 20. September 1988 die Vereinigten Staaten von Europa ausdrücklich ab.” (siehe Link)

          Der “Brexit/Austritt war daher absolut VORHERSEHBAR !!

        • Mohnburg
          Mohnburg sagte:

          @D. Tischer
          “JA, das eine, andere oder beides. Die NACHGEBORENEN müssen es RICHTEN.”

          DAS ist genau die “Nach-uns-die-Sintflut-Mentatlität”, die den Karren so tief in den Dreck gefahren hat. Und trotz knietiefem Dreck, rutscht der Wagen jetzt noch auf eine Klippe zu.
          Ihrer Sichtweise kann ich mich nicht anschließen.

          Kehrtwende in der Geldpolitik und Marktkräfte wirken lassen! Damit die Bereinigungskrise (die ohnehin kommt) schnell vorbei ist und meine Kinder den nächsten Aufschwung erleben können, statt eines Tages in der EUdSSR aufzuwachen.

        • troodon
          troodon sagte:

          @Mohnburg
          “Kehrtwende in der Geldpolitik und Marktkräfte wirken lassen! Damit die Bereinigungskrise (die ohnehin kommt) schnell vorbei ist und meine Kinder den nächsten Aufschwung erleben können, statt eines Tages in der EUdSSR aufzuwachen.”

          Woher nehmen sie die Sicherheit, dass die “Bereinigungskrise” nicht genau zu einer “EUdSSR” führen würde ?

          Zu glauben eine “Bereinigungskrise” würde das Zutrauen in die Marktwirtschaft STÄRKEN, erachte ich doch für die Gesamtbevölkerung als viel zu optimistisch. Die Krise würde dann eher als Beleg dafür genommen werden, dass der Markt NICHT funktioniert und großes Leid gebracht hat. Zu glauben, dass dann mehrheitlich gesagt wir, “na endlich können wir wieder marktkonform handeln”, erachte ich für ein Illusion. Der Weg in ihre “EUdSSR” als echter Systemwechsel wäre imho dann eher wahrscheinlicher.

        • foxxly
          foxxly sagte:

          @ mohnburg 09:34
          >>Kehrtwende in der Geldpolitik und Marktkräfte wirken lassen! Damit die Bereinigungskrise (die ohnehin kommt) schnell vorbei ist und meine Kinder den nächsten Aufschwung erleben können, statt eines Tages in der EUdSSR aufzuwachen.<<

          durch die zinsschuld im kreditgeldsystem, steigen die schulden schneller, als das wirtschaftswachstum!

          wenn sie eine selbstbereinigung anstreben, dann ist in einigen jahren keine wirtschaft mehr vorhanden!

          die selbstbereinigung muss höher sein, als die kredite, sonst wächst die verschuldung wieder stetig weiter.
          aber dies sollte mit der selbsbereigung gerade verhindert werden.

          also, die selbsbereigung funktioniert in einem exponetiellen system nicht!!

        • Mohnburg
          Mohnburg sagte:

          @trodoon
          “Woher nehmen sie die Sicherheit, dass die „Bereinigungskrise“ nicht genau zu einer „EUdSSR“ führen würde?”

          Da sehe ich keinen zwingenden Zusammenhang.

          Und JA, Politik, staatstreue Medien, Interventionisten und linke Intellektuelle dieser Welt werden den Zusammenbruch dem Kapitalismus in die Schuhe zu schieben versuchen und von einem Marktversagen sprechen. Diese Argumentation wird ja auch ordentlich gepflegt und vorbereitet. Dagegen kann man nur den gesunden Menschenverstand und die Wirtschaftsgeschichte setzen und aufklären, wie das ja bto und viele kritische und politisch unabhängige Geister tun. Von Bofinger, Fratzscher & Co. kann man das natürlich nicht erwarten. Ich fürchte ja auch, dass das nicht reicht, aber dann blaue Pille schlucken und resignieren?

          https://www.youtube.com/watch?v=zXnzifaZJqk

          https://die-deutsche-wirtschaft.de/daniel-stelter-ein-traum-von-einem-land-deutschland-2040/

          https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/gibt-es-die-notwendigkeit-einer-buergerlichen-revolution

        • Dietmar Tischer
          Dietmar Tischer sagte:

          @ Richard Ott, @ Mohnburg, @ troodon

          @ Richard Ott

          >Dann sollten Sie hoffen, dass Sie dieses Ende nicht mehr erleben.>

          Ich werde es aufgrund meines Alters vermutlich nicht mehr erleben.

          Insofern bin ich in der schlechten Position, mir sagen lassen zu müssen:

          Der Alte kann gut reden.

          >…wollen Sie jetzt eine moralische Verpflichtung für mich konstruieren, damit ich mich irgendwann um Ihre Probleme kümmere, obwohl Sie sich nicht um meine kümmern?>

          Falsch Schlussfolgerungen.

          Ich konstruiere für NIEMANDEN eine moralische Verpflichtung, wenn ich sage, dass die Nachgeborenen es richten müssen, WEIL es die Jetzt-Lebenden NICHT richten WOLLEN.

          Den Nachgeborenen werden Gegebenheiten hinterlassen, auf die sie reagieren können, WIE sie es WOLLEN.

          Es wäre sinnlos, ihnen eine Verpflichtung aufzuerlegen, die dann nicht mehr lebende Alte eh nicht durchsetzen könnten.

          Um meine Probleme müssen Sie sich nicht kümmern, so wie ich mich nicht um Ihre kümmere.

          Ich habe eine Auffassung dazu, was unter den JETZT-Bedingungen gesamtgesellschaftlich zu tun und zu lassen wäre, und leiste meinen bescheidenden Beitrag dazu, dass es geleistet bzw. unterlassen wird.

          Wenn eine MEHRHEITE das anders sieht und mit demokratischen Verfahren dafür sorgt, dass ANDERES getan und bzw. unterlassen wird, dann akzeptiere ich das.

          @ Mohnburg

          >DAS ist genau die, die den Karren so tief in den Dreck gefahren hat.>

          Das ist nicht richtig.

          Der Karren, sagen wir konkret: die Bildung des Konstrukts „Währungsunion Eurozone“, wurde NICHT mit einer „Nach-uns-die-Sintflut-Mentalität“ geschaffen.

          Es war die ÜBERZEUGUNG vieler – und nicht nur vieler Politiker – , dass man mit diesem Karren BESSER vorankäme in Europa.

          Diese Überzeugung hat sich als FALSCH herausgestellt, weil die Eurozone eine Fehlkonstruktion ist, die ihre Probleme nicht lösen kann.

          Auf was baut IHRE Überzeugung, dass es nach einer Bereinigung einen nächsten AUFSCHWUNG gibt?

          Hoffentlich nicht auf dieser:

          Wenn alles in Trümmern liegt, wie nach WK II, also riesige BEDARFE bestehen, dann gibt es einen Aufschwung.

          Ich unterstelle, dass Sie wie alle vernünftigen Menschen unter Trümmern nicht das verstehen, was nach WK II zu verstehen war, aber gleichwohl etwas ENTWERTETES meinen, und frage deshalb:

          WOHER sollen die Bedarfe kommen, wenn (wieder) MARKTRKRÄFTE dominieren?

          Wir haben das hier schon diskutiert im Zusammenhang mit den Insolvenzverfahren:

          Andere Eigner mit anderen Geschäftsmodellen, aber den vorhanden Assets, schaffen nach einer Insolvenz NICHT automatisch neue BEDARFE und neue Nachfrage.

          Wenn überhaupt, dann der STAAT, der sie mit INTERVENTIONISTISCHEM ZENTRALISMUS erzwingt:

          Wer z. B. Automobilität will, muss ZWANGSWEISE einen NEUEN Bedarf haben: ein E-Automobil.

          Und wer anderes nicht haben will, wird SANKTIONIERT mit Kosten und Verboten.

          Auf dieses gesamtwirtschaftliche ABENTEUER müssen sie sich schon einlassen, wenn Sie an einen Aufschwung denken.

          @ troodon

          Völlig d’accord.

      • Tobias
        Tobias sagte:

        Nicht Deutschland muss sich wehren, sondern jeder einzelne Bürger. Bitcoin kaufen und raus aus dem Euro, es ist wirklich einfach.

        Der einzig akzeptable Kontostand in Euro ist NULL.

        Antworten
    12. Dr. Dieter Zorn
      Dr. Dieter Zorn sagte:

      Aus meiner Sicht sind das die richtigen Vorschläge. Sie scheitern jedoch daran, dass es aktuell keine Partei gibt, die sie sich zu eigen macht. Es fehlt in der Sozialdemokratischen Einheitspartei Deutschlands aus CDSPGRÜNE schlicht an wirtschaftlicher Kompetenz für diese zentralen Themen. Es gibt keinen Helmut Schmidt und keinen Karl Schiller und schon gar keinen Ludwig Ehrhardt mehr in der Politik. Und es gibt auch keine Massenmedien mehr, die eine Führung hätten, die sich solche Forderungen zu eigen macht. Die Welt ist voller Taktierer, aber ohne Strategen. Also werden wir uns bis zum bitteren Ende durchwursteln. Immer im Glaube, der Endsieg sei nah.

      Antworten
    13. Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      bto: “Unsere Politik muss alles daransetzen, den hiesigen Wohlstand mit Blick auf die erheblichen Gefahren von Inflation und Schuldensozialisierung zu schützen, statt wie derzeit über die Verteilung unseres Wohlstands zu philosophieren – Klimaschutz, Eurorettung etc. – oder über höhere Steuern. Das ist kein Nationalismus, sondern durchaus im Interesse der EU. Denn nur ein wirtschaftlich starkes Deutschland kann auch in Zukunft die Rolle des Garanten glaubhaft ausfüllen – eine wichtige Voraussetzung für die Stabilität.”

      Dass wir solche Argumentationsfiguren in Deutschland brauchen, ist doch schon das Problem.

      Würde jemand in Frankreich “Nationalismus!” schreien wenn jemand darüber sprechen will, wie man den französischen Wohlstand schützen kann? Wohl kaum. Das gleiche in Italien.

      Was diese Länder erkannt haben, ist allerdings: Wenn man die Deutschen als Nationalisten beschimpft, gibts mehr Geld von ihnen, was den Wohlstand in Frankreich und Italien natürlich vermehrt. ;)

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