<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: &#8220;Das Desaster der ‚schwarzen Null‘&#8221;	</title>
	<atom:link href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/</link>
	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
	<lastBuildDate>Mon, 01 Oct 2018 20:34:32 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=5.9.18</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49304</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2018 20:34:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=12632#comment-49304</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49254&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

@ Markus

&#062;Das ist aber auch nicht die alleinige Lösung. Keine Umverteilung, nur Investition.&#062;

Das ist richtig.

Deshalb habe ich gesagt, dass wir in Deutschland auf einem falschen Weg mit ZUVIEL Umverteilung sind. 

&#062;Investiert wird doch nur, wenn REAL mehr erwirtschaftet wird als investiert wird.&#062;

Nein.

Investiert wird, wenn die Investitionen einen hinreichend großen Gewinn erwarten lassen. 

&#062;Ergo steigt der Anteil der Reichen am GesamtvermögenDas ist kein stabiles System.&#062;

In der Realität nicht.

&#062;Stabil wäre es nur, wenn das Verlustrisiko der Gewinnmarge entspräche.&#062;

Es wäre auch dann nicht stabil, aber der Anteil der Reichen würde am Gesamtvermögen nicht zunehmen.

&#062;Ideal wären Investitionen, die überwiegend der Allgemeinheit nützen und zeitgleich real keinen positiven Gewinn abwerfen.&#062;

Nein. 

Sie können nicht ideal sein, weil es derartige Investitionen im Kapitalismus nicht  gibt.

Richtig ist vielmehr im real existierenden Kapitalismus: 

Wünschenswert wären Investitionen, die größtmögliche Vorteile für die durch soziale und ökonomische Ungleichheiten am wenigsten Begünstigten schaffen. Derartige Investitionen rechtfertigen Vermögensungleichheit (meine Abwandlung des zweiten der Grundsätze von Rawls).  

Das ist GERECHTIGKEIT durch Investitionen statt Umverteilung, aber mit der AKZEPTABLEN Folge von Umverteilung. 

Akzeptabel deshalb, weil es gibt KEINEN vernünftigen Grund gibt, gegen Vermögensungleichheit zu sein, wenn DERARTIGE Vorteile damit verbunden sind. 

Es gibt allerdings das Umverteilungsgejammer derer, denen diese Einsicht fehlt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49254">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>@ Markus</p>
<p>&gt;Das ist aber auch nicht die alleinige Lösung. Keine Umverteilung, nur Investition.&gt;</p>
<p>Das ist richtig.</p>
<p>Deshalb habe ich gesagt, dass wir in Deutschland auf einem falschen Weg mit ZUVIEL Umverteilung sind. </p>
<p>&gt;Investiert wird doch nur, wenn REAL mehr erwirtschaftet wird als investiert wird.&gt;</p>
<p>Nein.</p>
<p>Investiert wird, wenn die Investitionen einen hinreichend großen Gewinn erwarten lassen. </p>
<p>&gt;Ergo steigt der Anteil der Reichen am GesamtvermögenDas ist kein stabiles System.&gt;</p>
<p>In der Realität nicht.</p>
<p>&gt;Stabil wäre es nur, wenn das Verlustrisiko der Gewinnmarge entspräche.&gt;</p>
<p>Es wäre auch dann nicht stabil, aber der Anteil der Reichen würde am Gesamtvermögen nicht zunehmen.</p>
<p>&gt;Ideal wären Investitionen, die überwiegend der Allgemeinheit nützen und zeitgleich real keinen positiven Gewinn abwerfen.&gt;</p>
<p>Nein. </p>
<p>Sie können nicht ideal sein, weil es derartige Investitionen im Kapitalismus nicht  gibt.</p>
<p>Richtig ist vielmehr im real existierenden Kapitalismus: </p>
<p>Wünschenswert wären Investitionen, die größtmögliche Vorteile für die durch soziale und ökonomische Ungleichheiten am wenigsten Begünstigten schaffen. Derartige Investitionen rechtfertigen Vermögensungleichheit (meine Abwandlung des zweiten der Grundsätze von Rawls).  </p>
<p>Das ist GERECHTIGKEIT durch Investitionen statt Umverteilung, aber mit der AKZEPTABLEN Folge von Umverteilung. </p>
<p>Akzeptabel deshalb, weil es gibt KEINEN vernünftigen Grund gibt, gegen Vermögensungleichheit zu sein, wenn DERARTIGE Vorteile damit verbunden sind. </p>
<p>Es gibt allerdings das Umverteilungsgejammer derer, denen diese Einsicht fehlt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Markus		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49288</link>

		<dc:creator><![CDATA[Markus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2018 18:15:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=12632#comment-49288</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49254&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

Das ist aber auch nicht die alleinige Lösung. Keine Umverteilung, nur Investition. Investiert wird doch nur, wenn REAL mehr erwirtschaftet wird als investiert wird. Ergo steigt der Anteil der Reichen am Gesamtvermögen. Das ist kein stabiles System. Stabil wäre es nur, wenn das Verlustrisiko der Gewinnmarge entspräche. Oder wenn Reiche ihr Vermögen überproportional schlecht anlegen (um den Risikostreuvorteil auszugleichen). Beides ist jedoch nicht zu erwarten. Ideal wären Investitionen, die überwiegend der Allgemeinheit nützen und zeitgleich real keinen positiven Gewinn abwerfen. So würde investiert und Schulden abgebaut. Leider würde das jedoch niemand freiwillig tun.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49254">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>Das ist aber auch nicht die alleinige Lösung. Keine Umverteilung, nur Investition. Investiert wird doch nur, wenn REAL mehr erwirtschaftet wird als investiert wird. Ergo steigt der Anteil der Reichen am Gesamtvermögen. Das ist kein stabiles System. Stabil wäre es nur, wenn das Verlustrisiko der Gewinnmarge entspräche. Oder wenn Reiche ihr Vermögen überproportional schlecht anlegen (um den Risikostreuvorteil auszugleichen). Beides ist jedoch nicht zu erwarten. Ideal wären Investitionen, die überwiegend der Allgemeinheit nützen und zeitgleich real keinen positiven Gewinn abwerfen. So würde investiert und Schulden abgebaut. Leider würde das jedoch niemand freiwillig tun.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: SB		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49263</link>

		<dc:creator><![CDATA[SB]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2018 14:40:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=12632#comment-49263</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49237&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

@Dietmar Tischer:

&quot;Ist sie so dumm, das nicht zu erkennen?&quot; Es spricht vieles dagegen. Sogar sie selbst, sofern man ihren zerrütteten Sprechblasen einen Sinn &quot;entlocken&quot; kann.
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/merkel-erklaert-ihre-debattenkultur/

&quot;Desto mehr schwören wir uns auf die Demokratie ein.&quot; --&#062; Nicht &quot;wir&quot;, sondern die Unvernünftigen (und sicher auch Dummen), die aus der Demokratie schon eine &quot;kleine Diktatur&quot; gemacht haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49237">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>@Dietmar Tischer:</p>
<p>&#8220;Ist sie so dumm, das nicht zu erkennen?&#8221; Es spricht vieles dagegen. Sogar sie selbst, sofern man ihren zerrütteten Sprechblasen einen Sinn &#8220;entlocken&#8221; kann.<br />
<a href="https://www.tichyseinblick.de/meinungen/merkel-erklaert-ihre-debattenkultur/" rel="nofollow ugc">https://www.tichyseinblick.de/meinungen/merkel-erklaert-ihre-debattenkultur/</a></p>
<p>&#8220;Desto mehr schwören wir uns auf die Demokratie ein.&#8221; &#8211;&gt; Nicht &#8220;wir&#8221;, sondern die Unvernünftigen (und sicher auch Dummen), die aus der Demokratie schon eine &#8220;kleine Diktatur&#8221; gemacht haben.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Thomas M.		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49262</link>

		<dc:creator><![CDATA[Thomas M.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2018 14:38:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=12632#comment-49262</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49236&quot;&gt;Johannes&lt;/a&gt;.

Der Bertelsmann-Definition zufolge dürften die 68er-Hippies auch Populisten gewesen sein: Anti-Establishment und mit starkem Wir-(gegen die)-Gefühl.

Hab die Studie gerade mal durchgeblättert, weil mich insbesondere die Populismus-Definition / Einstellungsskalen hierzu interessiert haben.

Technisch an sich gut gemacht; leider haben die Autoren schon eine klare Meinung, was richtig ist, und sind nicht zur politisch-neutralen Interpretation in der Lage. (Oder wollen/sollen nicht.)  Insofern ist die Studie in der Interpretation recht unwissenschaftlich (fehlende Neutralität), auch wenn die Studie wissenschaftlich aussieht und sich sozialwissenschaftlicher Methodik bedient.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49236">Johannes</a>.</p>
<p>Der Bertelsmann-Definition zufolge dürften die 68er-Hippies auch Populisten gewesen sein: Anti-Establishment und mit starkem Wir-(gegen die)-Gefühl.</p>
<p>Hab die Studie gerade mal durchgeblättert, weil mich insbesondere die Populismus-Definition / Einstellungsskalen hierzu interessiert haben.</p>
<p>Technisch an sich gut gemacht; leider haben die Autoren schon eine klare Meinung, was richtig ist, und sind nicht zur politisch-neutralen Interpretation in der Lage. (Oder wollen/sollen nicht.)  Insofern ist die Studie in der Interpretation recht unwissenschaftlich (fehlende Neutralität), auch wenn die Studie wissenschaftlich aussieht und sich sozialwissenschaftlicher Methodik bedient.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49254</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2018 13:53:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=12632#comment-49254</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49250&quot;&gt;markus&lt;/a&gt;.

@ markus

&#062;…weil eine sehr ungleiche Vermögensverteilung die Marktwirtschaft lähmt.&#062;

Das ist schlichtweg falsch.

Was richtig ist und Sie möglicherweise meinen: 

Die sehr ungleiche Vermögensverteilung vermindert die NACHFRAGE nach Konsumgütern. Durch Umverteilung könnte man mehr Nachfrage generieren, auf kurze Zeit jedenfalls. Das ist etwas anderes als Marktwirtschaft lähmen oder beleben. Marktwirtschaft ist ein Verfahren, das es gibt oder nicht gibt. 

Abgesehen davon, ist das nicht der Punkt:

Dr. Stelter plädiert dafür, dass es vorteilhafter wäre, wenn die Reichen bzw. der Staat investierten statt ihr Vermögen umzuverteilen für Konsumnachfrage.

Dem liegt die unbestreitbare Erkenntnis zugrunde, dass NUR hinreichende Investitionen einen NACHHALTIGEN Konsum ermöglichen. 

MEHR Konsum ist das ZIEL, aber es gibt richtige und falsche Wege dahin. 

Wir in Deutschland sind auf einem falschen mit ZUVIEL Umverteilung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49250">markus</a>.</p>
<p>@ markus</p>
<p>&gt;…weil eine sehr ungleiche Vermögensverteilung die Marktwirtschaft lähmt.&gt;</p>
<p>Das ist schlichtweg falsch.</p>
<p>Was richtig ist und Sie möglicherweise meinen: </p>
<p>Die sehr ungleiche Vermögensverteilung vermindert die NACHFRAGE nach Konsumgütern. Durch Umverteilung könnte man mehr Nachfrage generieren, auf kurze Zeit jedenfalls. Das ist etwas anderes als Marktwirtschaft lähmen oder beleben. Marktwirtschaft ist ein Verfahren, das es gibt oder nicht gibt. </p>
<p>Abgesehen davon, ist das nicht der Punkt:</p>
<p>Dr. Stelter plädiert dafür, dass es vorteilhafter wäre, wenn die Reichen bzw. der Staat investierten statt ihr Vermögen umzuverteilen für Konsumnachfrage.</p>
<p>Dem liegt die unbestreitbare Erkenntnis zugrunde, dass NUR hinreichende Investitionen einen NACHHALTIGEN Konsum ermöglichen. </p>
<p>MEHR Konsum ist das ZIEL, aber es gibt richtige und falsche Wege dahin. </p>
<p>Wir in Deutschland sind auf einem falschen mit ZUVIEL Umverteilung.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49252</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2018 13:34:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=12632#comment-49252</guid>

					<description><![CDATA[Zu „Populismus“ eine in der deutschen Presselandschaft bemerkenswerte Auffassung:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/demokratie-in-der-krise-keine-angst-vor-populismus-15813899.html?printPagedArticle=true - pageIndex_0

R. Hank kann man erst einmal zustimmen, wenn er sagt: 

„Die Wahlforscher, die in früheren Jahren fehlende Zustimmung zur Parteiendemokratie mit der wachsenden Zahl von Nichtwählern belegt haben, müssen heute zugeben, dass die Wahlbeteiligung wieder zunimmt, seit die AfD unterwegs ist. Offenkundig ist der Wettbewerb doch nicht so schlecht; auch in der Politik bringen neue Anbieter Leben in die Bude, erst recht dann, wenn sie sich erfolgreich gegen hohe Marktzutrittsbarrieren (fünf Prozent, moralische Stigmatisierung durch die linksliberale Mehrheit) durchsetzen konnten.“

Er sieht allerdings nicht, dass das Leben, das der neue Anbieter AfD in die Bude bringt, nichts an der Entwicklung ändert, die  J. S. Mill erkannt hat und auf die er verweist:

„John Stuart Mill, vielleicht der größte liberale Denker des 19. Jahrhunderts, sah zwei Gefahren für die Demokratie: Er nannte sie die „Diktatur der Mehrheit“ und die „Diktatur der Gewohnheit“. Diktatur der Mehrheit ist heute ein anderes Wort für die Institutionalisierung der politischen Alternativlosigkeit, genannt große Koalition. Diktatur der Gewohnheit ist ein anderes Wort für die Stagnation eines Staates, der irgendwann an seinen nicht mehr finanzierbaren Ausgaben ersticken könnte. Nennen wir die Neuen meinethalben Populisten – aber sie beleben die Demokratie. Lange nicht mehr war es im Bundestag so spannend wie heute, seit die AfD dort sitzt.“

Keine Frage, die AfD belebt die Politik und macht sie spannend. 

Aber warum glaubt Hank (implizit), dass damit die „Diktatur der Gewohnheit“ abgelöst wird und die AfD dafür sorgen wird, dass der Staat NICHT an seinen nicht mehr finanzierbaren Ausgaben ersticken wird? 

Sie wird nicht dafür sorgen, sie wird die Diktatur der Gewohnheit nur ANDERS bedienen, was nicht bezüglich jeden Aspekts nachteilig sein muss, aber auch nichts daran ändert, dass es tendenziell bei der Diktatur der Gewohnheit bleibt. 

Dieses Anders betrachtet Hank ziemlich blauäugig, wenn er sagt:

„Ob die Rechten die Demokratie abschaffen wollen, das wissen wir nicht. Schon möglich, wenn man sich den ein oder anderen Autokraten so anguckt“

Schon möglich?

Der rechte, völkische Rand der AfD mit Höcke an der Spitze will die Demokratie de facto  abschaffen. 

Und das ERKENNBAR u. a. so:

Das „völkische“ Rentensystem, das er vorgestellt hat, ist nicht nur nicht finanzierbar bzw. nur mit hoher Staatsverschuldung. Es diskriminiert nichtdeutsche Einzahler durch geringere Rentenzahlungen. Das verstößt so eindeutig gegen das Grundgesetz, dass man es auch mit anderen Richtern nicht durchbekäme. Dann müsste wohl das Grundgesetz an entscheidender Stelle außer Kraft gesetzt werden ….

Ich sympathisiere sehr oft mit R.Hank, aber an diesem Punkt ist er einfach nur blind.

Markt und Wettbewerb sorgen für Friedfertigkeit und Effizienz beim Interessenausgleich, können die Menschen aber nicht dazu bringen, die schiefe Ebene zu verlassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu „Populismus“ eine in der deutschen Presselandschaft bemerkenswerte Auffassung:</p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/demokratie-in-der-krise-keine-angst-vor-populismus-15813899.html?printPagedArticle=true" rel="nofollow ugc">http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/demokratie-in-der-krise-keine-angst-vor-populismus-15813899.html?printPagedArticle=true</a> &#8211; pageIndex_0</p>
<p>R. Hank kann man erst einmal zustimmen, wenn er sagt: </p>
<p>„Die Wahlforscher, die in früheren Jahren fehlende Zustimmung zur Parteiendemokratie mit der wachsenden Zahl von Nichtwählern belegt haben, müssen heute zugeben, dass die Wahlbeteiligung wieder zunimmt, seit die AfD unterwegs ist. Offenkundig ist der Wettbewerb doch nicht so schlecht; auch in der Politik bringen neue Anbieter Leben in die Bude, erst recht dann, wenn sie sich erfolgreich gegen hohe Marktzutrittsbarrieren (fünf Prozent, moralische Stigmatisierung durch die linksliberale Mehrheit) durchsetzen konnten.“</p>
<p>Er sieht allerdings nicht, dass das Leben, das der neue Anbieter AfD in die Bude bringt, nichts an der Entwicklung ändert, die  J. S. Mill erkannt hat und auf die er verweist:</p>
<p>„John Stuart Mill, vielleicht der größte liberale Denker des 19. Jahrhunderts, sah zwei Gefahren für die Demokratie: Er nannte sie die „Diktatur der Mehrheit“ und die „Diktatur der Gewohnheit“. Diktatur der Mehrheit ist heute ein anderes Wort für die Institutionalisierung der politischen Alternativlosigkeit, genannt große Koalition. Diktatur der Gewohnheit ist ein anderes Wort für die Stagnation eines Staates, der irgendwann an seinen nicht mehr finanzierbaren Ausgaben ersticken könnte. Nennen wir die Neuen meinethalben Populisten – aber sie beleben die Demokratie. Lange nicht mehr war es im Bundestag so spannend wie heute, seit die AfD dort sitzt.“</p>
<p>Keine Frage, die AfD belebt die Politik und macht sie spannend. </p>
<p>Aber warum glaubt Hank (implizit), dass damit die „Diktatur der Gewohnheit“ abgelöst wird und die AfD dafür sorgen wird, dass der Staat NICHT an seinen nicht mehr finanzierbaren Ausgaben ersticken wird? </p>
<p>Sie wird nicht dafür sorgen, sie wird die Diktatur der Gewohnheit nur ANDERS bedienen, was nicht bezüglich jeden Aspekts nachteilig sein muss, aber auch nichts daran ändert, dass es tendenziell bei der Diktatur der Gewohnheit bleibt. </p>
<p>Dieses Anders betrachtet Hank ziemlich blauäugig, wenn er sagt:</p>
<p>„Ob die Rechten die Demokratie abschaffen wollen, das wissen wir nicht. Schon möglich, wenn man sich den ein oder anderen Autokraten so anguckt“</p>
<p>Schon möglich?</p>
<p>Der rechte, völkische Rand der AfD mit Höcke an der Spitze will die Demokratie de facto  abschaffen. </p>
<p>Und das ERKENNBAR u. a. so:</p>
<p>Das „völkische“ Rentensystem, das er vorgestellt hat, ist nicht nur nicht finanzierbar bzw. nur mit hoher Staatsverschuldung. Es diskriminiert nichtdeutsche Einzahler durch geringere Rentenzahlungen. Das verstößt so eindeutig gegen das Grundgesetz, dass man es auch mit anderen Richtern nicht durchbekäme. Dann müsste wohl das Grundgesetz an entscheidender Stelle außer Kraft gesetzt werden ….</p>
<p>Ich sympathisiere sehr oft mit R.Hank, aber an diesem Punkt ist er einfach nur blind.</p>
<p>Markt und Wettbewerb sorgen für Friedfertigkeit und Effizienz beim Interessenausgleich, können die Menschen aber nicht dazu bringen, die schiefe Ebene zu verlassen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: markus		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49250</link>

		<dc:creator><![CDATA[markus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2018 13:26:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=12632#comment-49250</guid>

					<description><![CDATA[Ich stimme total mit Ihnen überein bis auf den Teil mit der Besteuerung von &quot;Reichen&quot;. Wenn sie mit den Anführungszeichen Pseudoreiche meinen, vielleicht das doppelte Medianeinkommen verdienen oder Omas Einfamilienhaus erben, stimme ich mit Ihnen überein. Die richtig Reichen müssen jedoch schon mit einbezogen werden. Nicht nur aus Gerechtigkeitsgründen sondern auch weil eine sehr ungleiche Vermögensverteilung die Marktwirtschaft lähmt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stimme total mit Ihnen überein bis auf den Teil mit der Besteuerung von &#8220;Reichen&#8221;. Wenn sie mit den Anführungszeichen Pseudoreiche meinen, vielleicht das doppelte Medianeinkommen verdienen oder Omas Einfamilienhaus erben, stimme ich mit Ihnen überein. Die richtig Reichen müssen jedoch schon mit einbezogen werden. Nicht nur aus Gerechtigkeitsgründen sondern auch weil eine sehr ungleiche Vermögensverteilung die Marktwirtschaft lähmt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: troodon		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49247</link>

		<dc:creator><![CDATA[troodon]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2018 12:57:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=12632#comment-49247</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49210&quot;&gt;SB&lt;/a&gt;.

@ SB
&quot;Leider wird kein Wort dazu verloren, mit welchen Zuschüssen aus allgemeinen Steuermitteln dieses Ziel erreicht wird. Interessant wäre andererseits auch, wie hoch die Fremdleistungen sind, welche über die gesetzliche Rentenversicherung bezahlt werden.&quot;

Die Steuerzuschüsse zur Rente reichen anscheinend noch nicht einmal gänzlich aus, um die versicherungsfremden Leistungen zu finanzieren. Hatte hier:
https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/bekannt-deutschlands-buerger-werden-gemolken/#comment-47064
schon einmal die entsprechenden Links gepostet.

In der nächsten Wirtschaftskrise kommt dann das böse Erwachen, dass es so nicht weitergehen kann...
VG]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49210">SB</a>.</p>
<p>@ SB<br />
&#8220;Leider wird kein Wort dazu verloren, mit welchen Zuschüssen aus allgemeinen Steuermitteln dieses Ziel erreicht wird. Interessant wäre andererseits auch, wie hoch die Fremdleistungen sind, welche über die gesetzliche Rentenversicherung bezahlt werden.&#8221;</p>
<p>Die Steuerzuschüsse zur Rente reichen anscheinend noch nicht einmal gänzlich aus, um die versicherungsfremden Leistungen zu finanzieren. Hatte hier:<br />
<a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/bekannt-deutschlands-buerger-werden-gemolken/#comment-47064" rel="nofollow ugc">https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/bekannt-deutschlands-buerger-werden-gemolken/#comment-47064</a><br />
schon einmal die entsprechenden Links gepostet.</p>
<p>In der nächsten Wirtschaftskrise kommt dann das böse Erwachen, dass es so nicht weitergehen kann&#8230;<br />
VG</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alexander		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49242</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2018 12:23:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=12632#comment-49242</guid>

					<description><![CDATA[Die schwarze Null ist letzte Wunderwaffe einer ideenlos bankrotten Parteiendemokratie. Gegen jeden Verstand besänftigt man ökonomisch naive Wählerschichten und gewinnt Legislaturperioden für den Stillstand. 

Es ist fast unmöglich über die Missstände hinweg zu sehen und die übliche Masche von Pessimismusvorwürfen verfängt immer weniger, nur dass die Demographie für jene spricht, die nichts mehr ändern wollen - weil sie transferabhängig werden.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1365/umfrage/bevoelkerung-deutschlands-nach-altersgruppen/

Ich glaube nicht mehr an demokratischen Wandel, sondern an den crash als Initialzündung für Veränderung. Hätten wir Potential für Problemlösung, man hätte es vor Jahre angewandt.

Immer weiter wie bisher ist die &quot;Losung&quot; der progessiven Konservativen und Reaktionäre werden genug zu tun haben, sich selbst zu retten - weil der tumben Masse schon lange nicht mehr zu raten ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die schwarze Null ist letzte Wunderwaffe einer ideenlos bankrotten Parteiendemokratie. Gegen jeden Verstand besänftigt man ökonomisch naive Wählerschichten und gewinnt Legislaturperioden für den Stillstand. </p>
<p>Es ist fast unmöglich über die Missstände hinweg zu sehen und die übliche Masche von Pessimismusvorwürfen verfängt immer weniger, nur dass die Demographie für jene spricht, die nichts mehr ändern wollen &#8211; weil sie transferabhängig werden.<br />
<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1365/umfrage/bevoelkerung-deutschlands-nach-altersgruppen/" rel="nofollow ugc">https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1365/umfrage/bevoelkerung-deutschlands-nach-altersgruppen/</a></p>
<p>Ich glaube nicht mehr an demokratischen Wandel, sondern an den crash als Initialzündung für Veränderung. Hätten wir Potential für Problemlösung, man hätte es vor Jahre angewandt.</p>
<p>Immer weiter wie bisher ist die &#8220;Losung&#8221; der progessiven Konservativen und Reaktionäre werden genug zu tun haben, sich selbst zu retten &#8211; weil der tumben Masse schon lange nicht mehr zu raten ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49237</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2018 11:56:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=12632#comment-49237</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49222&quot;&gt;Johannes&lt;/a&gt;.

@ Johannes 

Schönes Zitat von Alexis de Tocqueville, er war einer der hellsichtigsten Analytiker. 

Was Ihre Bemerkungen zu Merkel betreffen, lässt sich sagen:

So wie sie sich für die Unabhängigkeit der Institutionen in der Demokratie stark macht, votiert sie für ein System, dessen inhärenter Wirkmechanismus letztlich nach de Tocqueville oder in Varianten dazu zur Ablösung dieses Systems, nämlich der Aufgabe der Demokratie führt. 

Ist sie so dumm, das nicht zu erkennen?

Ich weiß es nicht, glaube es aber nicht.

Was ist die Tragik, ihre wie unsere bei dem Geschehen?

Die Willensbildung in der Demokratie erlaubt wie kein anderes System einen friedlichen, durch Teilnahme akzeptierten INTERESSENAUSGLEICH. Erforderlich ist dafür, dass die Institutionen unabhängig und stark sind, um die Interessen so weit wie möglich unverfälscht zur Ausübung kommen zu lassen. 

Dabei wird aber nicht sichergestellt, dass die Interessen SYSTEMERHALTEND sind.

Vielmehr sind sie letztlich SYSTEMZERSTÖREND. 

Gibt es eine bessere Alternative?

Ich kenne keine und glaube auch nicht, dass es an sich ein besseres Verfahren gibt als den demokratischen Interessenausgleich.

Das Problem ist das wohl evolutionär in uns angelegten KURZZEIT-Interesse, wie hier schon  oft dargelegt.

Ich darf hier wieder einmal auf meine Analogie verweisen:

In der Demokratie schaffen wir es, das Boot zu stabilisieren – jeder kann einen Platz einnehmen, der fair gefunden und einigermaßen komfortabel ist sowie das Boot nicht zum Kentern bringt, solange wir an dem Prozess festhalten. 

Das verhindert aber nicht, dass das Boot auf die Niagara-Fälle zusteuert. 

Es gibt Anzeichen dafür, dass sich bei uns und anderswo die Fahrt beschleunigt.

Desto mehr schwören wir uns auf die Demokratie ein.

Merkwürdig?

Nein, so wie alles zusammenpasst, nur folgerichtig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49222">Johannes</a>.</p>
<p>@ Johannes </p>
<p>Schönes Zitat von Alexis de Tocqueville, er war einer der hellsichtigsten Analytiker. </p>
<p>Was Ihre Bemerkungen zu Merkel betreffen, lässt sich sagen:</p>
<p>So wie sie sich für die Unabhängigkeit der Institutionen in der Demokratie stark macht, votiert sie für ein System, dessen inhärenter Wirkmechanismus letztlich nach de Tocqueville oder in Varianten dazu zur Ablösung dieses Systems, nämlich der Aufgabe der Demokratie führt. </p>
<p>Ist sie so dumm, das nicht zu erkennen?</p>
<p>Ich weiß es nicht, glaube es aber nicht.</p>
<p>Was ist die Tragik, ihre wie unsere bei dem Geschehen?</p>
<p>Die Willensbildung in der Demokratie erlaubt wie kein anderes System einen friedlichen, durch Teilnahme akzeptierten INTERESSENAUSGLEICH. Erforderlich ist dafür, dass die Institutionen unabhängig und stark sind, um die Interessen so weit wie möglich unverfälscht zur Ausübung kommen zu lassen. </p>
<p>Dabei wird aber nicht sichergestellt, dass die Interessen SYSTEMERHALTEND sind.</p>
<p>Vielmehr sind sie letztlich SYSTEMZERSTÖREND. </p>
<p>Gibt es eine bessere Alternative?</p>
<p>Ich kenne keine und glaube auch nicht, dass es an sich ein besseres Verfahren gibt als den demokratischen Interessenausgleich.</p>
<p>Das Problem ist das wohl evolutionär in uns angelegten KURZZEIT-Interesse, wie hier schon  oft dargelegt.</p>
<p>Ich darf hier wieder einmal auf meine Analogie verweisen:</p>
<p>In der Demokratie schaffen wir es, das Boot zu stabilisieren – jeder kann einen Platz einnehmen, der fair gefunden und einigermaßen komfortabel ist sowie das Boot nicht zum Kentern bringt, solange wir an dem Prozess festhalten. </p>
<p>Das verhindert aber nicht, dass das Boot auf die Niagara-Fälle zusteuert. </p>
<p>Es gibt Anzeichen dafür, dass sich bei uns und anderswo die Fahrt beschleunigt.</p>
<p>Desto mehr schwören wir uns auf die Demokratie ein.</p>
<p>Merkwürdig?</p>
<p>Nein, so wie alles zusammenpasst, nur folgerichtig.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Johannes		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49236</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2018 11:41:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=12632#comment-49236</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49222&quot;&gt;Johannes&lt;/a&gt;.

.. und als &quot;Nachtisch&quot; die &quot;neue&quot; Definition von Populismus aus dem Hause Bertelsmann:

&quot;Als Populismus bezeichnen die Autoren dabei eine bestimmte Idee von Demokratie, die durch die Unterscheidung zwischen einem „wahren Volk“ und „korrupten Eliten“, der Idee eines allgemeinen Volkswillens und der Idee gesellschaftlicher Homogenität definiert wird. Daraus ergäben sich drei Facetten des Populismus: „Anti-Establishment“, „Pro-Volkssouveränität“ und „Anti-Pluralismus“. „Je stärker Wähler Aussagen und Positionen vertreten, die den drei Populismusdimensionen entsprechen, umso populistischer sind sie.“

https://www.welt.de/politik/deutschland/article181722296/Bertelsmann-Studie-Fast-jeder-dritte-Deutsche-ist-populistisch-eingestellt.html#Comments

Dieser blog ist damit klar auf der populistischen Spur ;-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49222">Johannes</a>.</p>
<p>.. und als &#8220;Nachtisch&#8221; die &#8220;neue&#8221; Definition von Populismus aus dem Hause Bertelsmann:</p>
<p>&#8220;Als Populismus bezeichnen die Autoren dabei eine bestimmte Idee von Demokratie, die durch die Unterscheidung zwischen einem „wahren Volk“ und „korrupten Eliten“, der Idee eines allgemeinen Volkswillens und der Idee gesellschaftlicher Homogenität definiert wird. Daraus ergäben sich drei Facetten des Populismus: „Anti-Establishment“, „Pro-Volkssouveränität“ und „Anti-Pluralismus“. „Je stärker Wähler Aussagen und Positionen vertreten, die den drei Populismusdimensionen entsprechen, umso populistischer sind sie.“</p>
<p><a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/article181722296/Bertelsmann-Studie-Fast-jeder-dritte-Deutsche-ist-populistisch-eingestellt.html#Comments" rel="nofollow ugc">https://www.welt.de/politik/deutschland/article181722296/Bertelsmann-Studie-Fast-jeder-dritte-Deutsche-ist-populistisch-eingestellt.html#Comments</a></p>
<p>Dieser blog ist damit klar auf der populistischen Spur ;-)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Johannes		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/#comment-49222</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2018 10:00:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=12632#comment-49222</guid>

					<description><![CDATA[Es gibt ein Grunddilema &quot;der Demokratie&quot;, dass Alexis de Tocqeville in seinem Buch &quot;Über die Demokratie in Amerika&quot; so beschrieben hat:

&quot;Eine Demokratie kann nicht als dauerhafte Form der Regierung existieren. Sie kann nur bestehen, bis die Wähler entdecken, dass sie mit ihrer Stimme sich selbst großzügige Geschenke aus der Staatskasse beschaffen können. Von diesem Moment an gibt die Mehrheit immer ihre Stimme jenen Kandidaten, welche die meisten Vorteile aus der Staatskasse versprechen. Das Ergebnis ist, dass jede Demokratie stets zusammenbrechen muss wegen zu lockerer Fiskalpolitik, worauf immer eine Diktatur folgt.&quot;

An anderer Stelle hier auf diesem Blog schrieb ich schon einmal, das bei dem Verständnis von &quot;Diktatur&quot;  nicht das damalige Verständnis (stark überspitzt: eine Absolutherrscher, der über &quot;Leben und Tod&quot; entscheidet) abzustellen ist.

Sondern mehr an eine &quot;sanfte&quot; aber genauso unerbittliche und konsequente neuzeitliche Variante einer institutionellen Demokratie, wie es hier sehr treffend beschrieben wird.

&quot;Die Metamorphose von der Repräsentativen, Parlamentarischen Demokratie über die Institutionelle Demokratie hin zur Rechtsdiktatur scheint sich dabei nicht nur der aktiven Flankierung durch Vertreter des linken politischen Spektrums zu erfreuen, welche insbesondere als „grüne“ Partei beständig Verbotskonzepte zur unmittelbaren Verhaltensbeeinflussung der Bevölkerung generieren – auch Angela Merkel hat in ihrem Sommerinterview mit einem bemerkenswerten Satz ihr rudimentierendes Demokratieverständnis dargelegt.

Sie befand: „Wenn diese Unabhängigkeit der Institutionen im Lande nicht mehr gewahrt wird, dann wäre die Demokratie nicht mehr vollständig. Deshalb muss da aufgepasst werden. Wir haben Gerichtsentscheidungen zu respektieren. Hier darf nichts ins Rutschen kommen.“

Des Weiteren müsse, so die Frau Bundeskanzler, „in der Sprache sehr darauf geachtet“ werden, dass die Institutionen und ihre Unabhängigkeit geachtet würden. Demokratie sei mehr, als dass nur irgendwie jemand eine Mehrheit bekomme. Explizit nannte Merkel dann den Schutz von Minderheiten, die Pressefreiheit, unabhängige Gerichte sowie „Demonstrationsmöglichkeiten“ – wobei sie zwischen „Demonstration“ und „Möglichkeiten“ spürbar zögerte. Letzteres ist insbesondere deshalb bemerkenswert, weil das Grundgesetz ausdrücklich von „Demonstrationsrecht“ als Bürgeranspruch spricht – nicht von „Demonstrationsmöglichkeit“ als einem nach Ermessen der Obrigkeit zu erteilenden Gnadenakt.&quot;

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/alle-macht-den-institutionen/

Das ist m.E. inzwischen die Gefahr, die auf leisen Pfoten daher kommt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ein Grunddilema &#8220;der Demokratie&#8221;, dass Alexis de Tocqeville in seinem Buch &#8220;Über die Demokratie in Amerika&#8221; so beschrieben hat:</p>
<p>&#8220;Eine Demokratie kann nicht als dauerhafte Form der Regierung existieren. Sie kann nur bestehen, bis die Wähler entdecken, dass sie mit ihrer Stimme sich selbst großzügige Geschenke aus der Staatskasse beschaffen können. Von diesem Moment an gibt die Mehrheit immer ihre Stimme jenen Kandidaten, welche die meisten Vorteile aus der Staatskasse versprechen. Das Ergebnis ist, dass jede Demokratie stets zusammenbrechen muss wegen zu lockerer Fiskalpolitik, worauf immer eine Diktatur folgt.&#8221;</p>
<p>An anderer Stelle hier auf diesem Blog schrieb ich schon einmal, das bei dem Verständnis von &#8220;Diktatur&#8221;  nicht das damalige Verständnis (stark überspitzt: eine Absolutherrscher, der über &#8220;Leben und Tod&#8221; entscheidet) abzustellen ist.</p>
<p>Sondern mehr an eine &#8220;sanfte&#8221; aber genauso unerbittliche und konsequente neuzeitliche Variante einer institutionellen Demokratie, wie es hier sehr treffend beschrieben wird.</p>
<p>&#8220;Die Metamorphose von der Repräsentativen, Parlamentarischen Demokratie über die Institutionelle Demokratie hin zur Rechtsdiktatur scheint sich dabei nicht nur der aktiven Flankierung durch Vertreter des linken politischen Spektrums zu erfreuen, welche insbesondere als „grüne“ Partei beständig Verbotskonzepte zur unmittelbaren Verhaltensbeeinflussung der Bevölkerung generieren – auch Angela Merkel hat in ihrem Sommerinterview mit einem bemerkenswerten Satz ihr rudimentierendes Demokratieverständnis dargelegt.</p>
<p>Sie befand: „Wenn diese Unabhängigkeit der Institutionen im Lande nicht mehr gewahrt wird, dann wäre die Demokratie nicht mehr vollständig. Deshalb muss da aufgepasst werden. Wir haben Gerichtsentscheidungen zu respektieren. Hier darf nichts ins Rutschen kommen.“</p>
<p>Des Weiteren müsse, so die Frau Bundeskanzler, „in der Sprache sehr darauf geachtet“ werden, dass die Institutionen und ihre Unabhängigkeit geachtet würden. Demokratie sei mehr, als dass nur irgendwie jemand eine Mehrheit bekomme. Explizit nannte Merkel dann den Schutz von Minderheiten, die Pressefreiheit, unabhängige Gerichte sowie „Demonstrationsmöglichkeiten“ – wobei sie zwischen „Demonstration“ und „Möglichkeiten“ spürbar zögerte. Letzteres ist insbesondere deshalb bemerkenswert, weil das Grundgesetz ausdrücklich von „Demonstrationsrecht“ als Bürgeranspruch spricht – nicht von „Demonstrationsmöglichkeit“ als einem nach Ermessen der Obrigkeit zu erteilenden Gnadenakt.&#8221;</p>
<p><a href="https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/alle-macht-den-institutionen/" rel="nofollow ugc">https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/alle-macht-den-institutionen/</a></p>
<p>Das ist m.E. inzwischen die Gefahr, die auf leisen Pfoten daher kommt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
