Die High­lights vom Dezem­ber und des Jah­res 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein gesundes, glückliches und chancenreiches Jahr 2021!

Heute möchte ich Sie auf einige Highlights aus den Veröffentlichungen des letzten Monats und des Jahres 2020 hinweisen.

Außerdem: Gerade erschien auf buchreport.de die SPIEGEL-Bestsellerliste Wirtschaftsbuch für 2020 und ich freue mich, dass “Coronomics” Platz 11 belegt.

Die Highlights vom Dezember

GELDPOLITIK

Tiefzinsen als Folge zu hoher Verschuldung

Die Zinsen sinken und sinken. Dabei ist es wohl nur die natürliche Folge eines Überangebotes an Geld als Folge zu hoher Verschuldung:

LESEN: → Tiefzinsen als Folge zu hoher Verschuldung

William White: Geldpolitik am Ende des Weges

William White hat fast fünfzig Jahre für Zentralbanken gearbeitet, zuletzt für die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, wo er bis 2008 Chefökonom war. Er war einer der wenigen, die die Finanzkrise kommen sahen, er hat auch den – wie ich finde – klarsten Blick auf das, was zu tun wäre.

LESEN: → William White: Geldpolitik am Ende des Weges

STAATSSCHULDEN

Schulden: Große Staaten lassen sich nichts vorschreiben

Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe warnt in einem Interview mit der WELT vor den Folgen massiver Staatsverschuldung. Eine Warnung, die wir durchaus ernst nehmen sollten. Ich denke aber, dass wir den Point of no Return bereits lange hinter uns gelassen haben

LESEN: → Schulden: Große Staaten lassen sich nichts vorschreiben

Der Point of no Return der Staatsschulden liegt hinter uns

Die Politik denkt laut über Reformen am eigentlich bankrotten Rentensystem nach. Vorerst geht es um die Mobilisierung weiterer Einnahmen, doch die können gar nicht hoch genug steigen:

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STELTERS PODCASTS

Im wöchentlichen bto-Podcast ging es im Dezember unter anderem um die falschen Rechnungen in der Klimapolitik und die Folgen der Geldpolitik der letzten Jahrzehnte. Über Letzteres sprach ich mit William White, langjähriger Chefvolkswirt der BIZ. Diese und alle Folgen seit Dezember 2019 können hier nachgehört werden. Es lohnt sich!

HÖREN: → Stelters Podcast

Die nächste Folge erscheint am kommenden Sonntag, 17. Januar, um 9 Uhr.

Weitere Highlights des Jahres 2020

Die Top 25 meistgelesenen Beiträge des Jahres 2020Bevor ich zu meiner Auswahl der besten Beiträge des Jahres komme, der Hinweis auf die Leserfavoriten. Auch für mich waren da einige Überraschungen dabei.

LESEN: → Die Top 25 meistgelesenen Beiträge des Jahres 2020

Wie rette ich mein Geld vor dem Eurocrash?

Eine immer wieder gestellte Frage: Wie geht es mit dem Euro weiter, droht ein Zusammenbruch der Eurozone und was kann man tun, um sich auf dieses Szenario vorzubereiten?

LESEN: → Wie rette ich mein Geld vor dem Eurocrash?

Das Problem ist nicht der Reichtum der Reichen, sondern das fehlende Vermögen der Mitte

Bekanntlich ist das Vermögen der Deutschen deutlich geringer als in den meisten anderen Ländern Europas. Das zeigen auch die Daten der Credit Suisse, die in ihrem jährlich erscheinenden Global Wealth Report das Privatvermögen ermittelt. Relativ zum BIP belegen die deutschen Haushalte einen der hinteren Plätze hinter Ländern wie Italien, Frankreich und Spanien. Ein enttäuschender Befund, erwirtschaften wir doch seit Jahren ein höheres BIP pro Kopf und sind zudem sehr sparsam.

LESEN: → Das Problem ist nicht der Reichtum der Reichen, sondern das fehlende Vermögen der Mitte

Das Märchen vom Versagen des Kapitalismus

Ein mediales Dauerfeuer macht das kapitalistische System verantwortlich für Ungerechtigkeiten, Populismus und Umweltzerstörung und fordert eine Reform der Wirtschaftsordnung – mindestens. Höchste Zeit, der Kampagne der Falschaussagen entgegenzutreten.

LESEN: → Das Märchen vom Versagen des Kapitalismus

Coronomics – wer soll das bezahlen?

Die Corona-Krise belastet die Staatsfinanzen. Schon früh habe ich aufgezeigt, wie das zu finanzieren ist und warum es nicht intelligent ist, in einer Währungsunion die Steuern zu erhöhen, während andere auf die Notenbank setzen:

LESEN: → Coronomics – wer soll das bezahlen?

Berlin als Warnung für alle Transfereuropäer

Nun ist offiziell, was man schon ahnte: Die angeblich einmalige Aktion des 750-Milliarden-Transfers für den europäischen „Wiederaufbau-Fonds“ und die gemeinsame Verschuldung auf EU-Ebene sind nicht einmalig, sondern sollen dauerhafte Instrumente werden. So zumindest Finanzminister Olaf Scholz, von dem man dachte, er müsse von Berufs wegen an die deutschen Steuerzahler denken.

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Die physikalischen Grenzen der Energiewende

Immer wieder wird gesagt, dass die Erneuerbaren Energien nicht nur das Klima schützen, sondern auch noch billiger sind als die traditionellen Energiequellen. Was die Frage aufwirft, weshalb man immer noch hohe Subventionen braucht. Eine genauerer Blick auf die Physik hilft dabei.

LESEN: → Die physikalischen Grenzen der Energiewende

Der Corona-Schock – die große Chance für Deutschland

Es ist offensichtlich: Wir haben in den letzten Jahren nicht vorgesorgt. Die Politik hat lieber konsumiert, statt in die Zukunft des Landes zu investieren und die sprudelnden Steuereinnahmen sowie die gesparten Zinsen in Folge der Nullzins-Politik der EZB für höhere Sozialleistungen ausgegeben, um dafür an der Wahlurne belohnt zu werden.

LESEN: → Der Corona-Schock – die große Chance für Deutschland

Italien, Spanien und Co. könnten sich auch selbst helfen – wenn sie wollten

Eine Vermögensabgabe von einmalig 20 Prozent würde genügen, um die italienische Staatsverschuldung um 100 Prozent vom BIP zu senken – auf ein Niveau unterhalb der deutschen. Die italienischen Privathaushalte hätten selbst nach einem solchen Schnitt noch mehr Vermögen als die deutschen.

LESEN: → Italien, Spanien und Co. könnten sich auch selbst helfen – wenn sie wollten

Die EZB ist die „Europäische Zombifizierungsbank“

Das seit Jahren immer billiger werdende Geld hat zu einer erheblichen Zombifizierung der Wirtschaft geführt: Immer mehr Unternehmen können lediglich das Geld für die (schon herabgesetzten) Zinszahlungen erwirtschaften. Sie werden von den Banken am Leben erhalten, weil sie selbst die Abschreibungen nicht verkraften können. Zombie-Banken und Zombie-Unternehmen stützen sich wie zwei Betrunkene gegenseitig.

LESEN: → Die EZB ist die „Europäische Zombifizierungsbank“

Intelligente Wirtschaftspolitik jetzt!

Nicht erst seit Corona wird immer deutlicher, dass vieles entschieden falsch läuft mit der Wirtschaftspolitik in Deutschland. Trotz eines fast zehnjährigen Aufschwungs und eines deutlichen Rückgangs der Arbeitslosigkeit nimmt die Unzufriedenheit in weiten Teilen der Bevölkerung zu. Ein „Weiter-so“ dürfte nicht nur politisch immer brisanter werden, es wäre grundlegend falsch. Wir brauchen eine massive Kehrtwende hin zu einer intelligenten Wirtschaftspolitik, denn nur so können wir die Zukunft sichern.

LESEN: → Intelligente Wirtschaftspolitik jetzt!

Vielen Dank für Ihr Interesse. Bitte folgen Sie mir auch weiterhin.

Kommentare (26) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Gnomae
    Gnomae sagte:

    Die exzellenten Beiträge und die hier veröffentlichte Literatur sind das Antidepressivum in der Corona-Tragödie.

    Dank der starken deutschen Industrie wird die Überwindung der Krise möglich sein.

    Wer die Beiträge hier aufmerksam verfolgt, wird seine Investmentstrategie entsprechend ausgerichtet haben.

    Antworten
      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        @ Dr. Lucie Fischer

        „Wenn das von foxxly so leidenschaftlich verdammte Kreditgeld-System wirklich abgelöst würde durch von wahren Werten unterlegten Währungen“

        Jetzt müssen Sie uns nur noch erklären, was denn diese „wahren Werte“ sind oder aber sein könnten.

        LG Michael Stöcker

      • ruby
        ruby sagte:

        @ Herr Stöcker
        Diese Antwort zu den “wahren Werten” müssten Sie, wie aus der Pistole geschoßen, selbst geben können.
        So einfach wie möglich : welche Inhalte stehen in den Bilanzpositionen und welche Bewertungen sind diesen zu zuschreiben. So ist zu erkennen, was die Menschen dort können und was ihre freien offenen Märkte dafür gerne bereit zu bezahlen sind, um zufrieden zu wirtschaften. Auch sind dabei nicht die Stromgrößen und Erträge/ Aufwendungen vergessen, denn nur mit diesen kommen die Teilnehmer zu zeitlichen nachhaltigen Ergebnissen.

        @ Liebe Frau Dr. Lucie Fischer,
        Bin zwar ein “Lieber” und stehe nicht so gerne auf der Bühne, aber beim Leben und sich mit schönen Mädels gemeinsam freuen geht schon einiges.

  2. foxxly
    foxxly sagte:

    die aufgeführten punkte, mit deren thematik, lässt sich gut zusammenfassen:

    die herrschende wirtschafts- und gesellschaftsform, ist geprägt vom kreditgeld- und bankensystem, – geschützt durch die gesetzgebung.
    sie haben bei beibehaltung dieser bedingungen, keine andere chance, dieses zu erhalten und fort zu führen, komme was wolle! (bis zum endsieg)

    experten, welche uns einreden wollen, dass dieses exponentielle system zu retten ist, das heisst, ohne massive einschnitte weiter existieren kann,- sind entweder vorsätzliche lügner, oder sie verstehen den exponentiellen wachstumszwang nicht.
    ich denke, dass viele experten, diese ausweglose richtung sehr wohl kennen, aber aus eigener und abhängiger interessenslage, versuchen die wahrheit des kreditgeldsystems zu vertuschen, verbiegen und alles unternehmen, dies nicht zuzulassen. oder, weil wahrheit oft weh tut!
    (das ist übrigens der automatismus zur zerstörung!)

    das kreditgeldsystem steht außerhalb des lehrstoffes. zb.meine tochter hat einen master in betriebwirtschaft, aber in ihrem studium hat sie von diesen kreditgeldsystem hat nichts gehört, oder gelesen.

    alleine die logik und die kenntnis, dass es kein nachhaltiges exponentielles wachtum gibt und, dass die kreditmenge schneller zunimmt, als das wirtschaftswachstum, sollte anlass genug sein, dass große anstrengungen gemacht werden, um eine unausweichliche systemische zerstörung, zu vermeiden.

    selbst der japanische weg, kann m.m. kein dauerhafter sein.

    Antworten
  3. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    Mein Jahreshighlight 2020, gealtert wie ein feiner Rotwein, dieser tolle Beitrag des Bayerischen Rundfunks aus seiner Sendung “quer”:

    Wie ein Virus alle Vernunft zerstört | Corona-Virus | quer vom BR [30.01.2020]
    “Das Corona-Virus hat Deutschland erreicht. Bisher verläuft die Krankheit bei den Infizierten harmlos. Bei Verschwörungstheoretikern und Populisten steigt die Fieberkurve hingegen steil an.”
    https://youtu.be/EnR2_1r9Trk?t=45

    Ich hielt “quer” früher immer für die typische selbstgerechte moralisierende öffentlich-rechtliche Linkspropaganda, aber vielleicht steht das “quer” ja auch für “Querdenken”? ;)

    Antworten
    • @Dr. Lucie Fischer
      @Dr. Lucie Fischer sagte:

      @Richard Ott:
      Ich habe mich vergangenes Jahr oft gefragt, warum unsere ” Kultur-Schaffenden” so lautlos Berufsverbote hinnehmen, eher Stütze akzeptieren als kreative Energie zu mobilisieren-
      da herrscht Funkstille, Ina Müller ” hält die Luft an” bis die guten alten Zeiten wieder kommen mögen. Das war´s. Keine Kritik an gar nichts, warten auf den Staat , still und Hilfs-Formular-ergeben.
      Mein gelegentliches Antidepressivum/ weil frech/ musikalisch:
      Steuersong, Gerd-show ( notice: Senioren-treatment / Hündchen im Container)
      https://www.youtube.com/watch?v=mV5r7SwS-YY

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Dr. Lucie Fischer

        >Ich habe mich vergangenes Jahr oft gefragt, warum unsere “ Kultur-Schaffenden“ so lautlos Berufsverbote hinnehmen, eher Stütze akzeptieren als kreative Energie zu mobilisieren->

        Benennen wir es erst einmal richtig:

        Hinnehmen, dass sie auf unbestimmte, aber begrenzte Zeit ihren Beruf NICHT ausüben DÜRFEN, was etwas anderes ist, als ein Berufsverbot hinnehmen zu MÜSSEN.

        Das gesagt, ist meine Antwort auf Ihr Fragen:

        Im GESELLSCHAFTLICHEN Kontext ist es in der vorgegebenen Situation quasi IRRATIONAL „kreative Energie“ mobilisieren zu wollen, außer zu versuchen, den Beruf über das Internet auszuüben.

        Eine virtuelle Berufsausübung ist in vielen Fällen natürlich keine wirkliche für Künstler, weil dazu nicht nur, aber auch die UMITTELBAR auf sie wirkende Reaktion der Zuschauer gehört.

        Die vorgegebene Situation (Pandemie) ist eine AUSSERORDENTLICHE, die die NORMALE Situation verstellt und so auch das BEWUSSTSEIN mehr als sonst vernebelt.

        In der normalen Situation ist es GESELLSCHAFTLICHES Wollen, umgesetzt durch Subventionen für Kultureinrichtungen, Gebühren für die öffentlich-rechtlichen Kommunikationsplattformen – auch als KOSTENLOSE Werbung für die Kultur-Schaffenden zu verstehen – und schon die weitgehend kostenlose Ausbildung, was BEDINGUNGEN für die „Kultur-Schaffenden“ setzt.

        Wenn die Gesellschaft angesichts welcher Sachverhalte auch immer, etwa einer Pandemiebekämpfung, die Bedingungen ÄNDERT, verlieren die Kultur-Schaffenden sehr schnell den Boden unter den Füßen.

        So ist es für viele, nicht nur für die Kultur-Schaffenden.

        Es ist grotesk, in unserer regulierten, durchverwalteten Gesellschaft KREATIV sein zu wollen.

        Besonders tragisch für die Kultur-Schaffenden:

        Sie WÄHNEN sich als KREATIVE besonders WICHTIG für die Gesellschaft.

        Das ist ein Irrtum, wie sich gerade jetzt sehr deutlich zeigt:

        Die Kassiererinnen beim ALDI sind der Gesellschaft wichtiger als die Kultur-Schaffenden.

        Dies gilt übrigens AUCH für die Feingeister, die ungern auf Kultur verzichten WOLLEN, aber auch einkaufen MÜSSEN.

        Sie trifft es etwas mehr und daher ist der Jammer größer.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Dr. Lucie Fischer

        Hier ein Beispiel für KREATIVITÄT in unsere Gesellschaft:

        https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/weiterer-fall-von-wissenschaftsbetrug-an-der-freien-universitaet-17142075.html

        Ein Physiker hat „Messdaten“ ERFUNDEN und in seine veröffentlichten Arbeiten eingebaut.

        Aus dem Artikel:

        >Peinlich ist der Fall aus mehreren Gründen. Zunächst ist dem Physiker, der seit 2010 Juniorprofessor und seit 2015 Professor ist, die Weiterführung dieser akademischen Bezeichnung nicht untersagt worden. Die Aberkennung des Doktorgrades wurde von der FU angestrebt. Nach einer Klage sei aber – auf Anregung des zuständigen Verwaltungsgerichts – ein Vergleich geschlossen worden. Die FU habe den Bescheid über den Entzug des Doktorgrades aufgehoben, der Physiker sich im Gegenzug bereiterklärt, aus dem Beamtenverhältnis und der Universität auszuscheiden.

        Problematisch ist auch, dass der Physiker in seiner kurzen Karriere sieben Wissenschaftspreise und Auszeichnungen erhalten hatte. Für seine, laut „Tagesspiegel“ mit Bestnote bedachte Doktorarbeit, bekam er 2008 den „Dissertationspreis Adlershof der Humboldt-Universität zu Berlin“. Drei Jahre später folgte der Karl-Scheel-Preis der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin, der 2017 wieder aberkannt wurde, allerdings ohne öffentliche Namensnennung. Kaum minder erstaunlich ist die Tatsache, dass weder die Berliner Landesregierung noch die FU die genaue Zahl der Qualifikationsarbeiten nennen kann, die der Physiker in den letzten Jahren betreut hat. Denn die Zahl der betreuten Dissertationen ist im Universitätskatalog leicht zu recherchieren. Bei den Bachelor- und Masterarbeiten müssen Professoren an den meisten Hochschulen jedes Semester Rechenschaft über die Betreuungsleistung ablegen.>

        Fazit:

        Der Physiker war als KREATIVER ganz gut – sieben Wissenschaftspreise in einer KURZEN Karriere sind schon ein Pfund.

        Aber er war NICHT gut GENUG, weil er aufflog.

        Und die Hochschule:

        Eine Institution von VERSAGERN in diesem Fall wie auch im Fall Giffey.

        Solche Vorfälle sind im System ANGELEGT.

        Ist es ZUFALL, dass Berlin im Mittelpunkt steht, sozusagen als Hauptstadt WISSENSCHAFTLICHEN Betrugs?

        Eher symptomatisch, wie unter dem Brennglas würde ich sagen.

        Die zwei anderen Plagiats-Figuren am Kabinettstisch – Achtung: ELITE ! -kamen aus anderen Teilen des Landes.

        Es riecht ein wenig danach, als sei das Land auf diese unappetitliche Weise kreativ durchseucht.

      • @Dr. Lucie Fischer
        @Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Lieber, sehr geehrter Herr Tischer,
        Schüchterner Widerspruch zu Ihren Ausführungen:
        Einmal unterstellt, dass ALLES besser ist als passiv und -auf-den-Staat-hoffend-zu-Hause-künstlerisch herum zu hocken und auf Hilfe hoffend:
        da haben uns doch die älteren Herren der ” Stones” bewiesen: Alter schlägt phantasie-arme Jugend: ( ist ein Kompliment ,by the way:)
        Stones, living in a ghost town:
        https://www.youtube.com/watch?v=LNNPNweSbp8
        Liebe Grüsse aus Frankreich& jetzt 40 cm Schnee…

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        Sehr interessant, da fragt man sich, wie viele scheinbare Erkenntnisse aus der physikalischen Grundlagenforschung noch gefaked sind. Von solchem Theorie- und Datenmüll ausgehend können dann natürlich keine funktionierenden technischen Anwendungen mehr entwickelt werden.

        “Die Physikalische Gesellschaft zu Berlin verleiht den Karl-Scheel-Preis 2011 an Prof. Dr. Emad Flear Aziz „in Würdigung seiner herausragenden Arbeiten zur Struktur und Dynamik von funktionalen Materialien in Lösung“. In der Begründung der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin heißt es: „Herr Aziz hat in den letzten drei Jahren mehrere Durchbrüche in der Forschung mit weicher Synchrotronstrahlung erzielt. Zum Beispiel hat er die lange Zeit offene Frage beantwortet, warum Hydroxyl-Ionen sich schneller als andere Halide in Wasser bewegen. Weiterhin hat Herr Aziz gezeigt, dass Proteine in physiologischen Medien mithilfe von Absorptionsspektroskopie mit weicher Röntgenstrahlung untersucht werden können. Er entdeckte zudem einen Ladungstransfer-Mechanismus, der zwischen Ionen und Lösungsmitteln sowie zwischen Ionen und Liganden in Komplexverbindungen stattfindet. Dieser induzierte Prozess findet innerhalb weniger Femtosekunden statt und liefert Aufschluss über die Wechselwirkung von Materialien mit dem Lösungsmittel. Emad Aziz konnte auf mikroskopischer Skala herausfinden, wie gelöste biochemische Stoffe ihre Funktion in ihrer natürlichen Umgebung ausüben. Und die Gruppe hat den Ursprung der hohen enzymatischen Aktivität der Katalase aufgeklärt.“

        Prof. Dr. Emad Flear Aziz ist seit September 2010 Juniorprofessor am Fachbereich Physik der Freien Universität Berlin und leitet seit Anfang 2009 eine von der Helmholtz-Gemeinschaft geförderte Nachwuchsgruppe mit dem Forschungsschwerpunkt für „Funktionale Materialien in Lösung“ am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie. Durch zahlreiche weltweit beachtete Veröffentlichungen in renommierten Fachzeitschriften, einen Forschungsaufenthalt in der Schweiz, Vorträgen auf internationalen Tagungen sowie einer Vielzahl von Kooperationspartnern hat Emad Flear Aziz sich bereits eine beachtliche wissenschaftliche Reputation erarbeitet.”
        https://www.laborpraxis.vogel.de/materialforscher-erhaelt-karl-scheel-preis-2011-a-317532/

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Dr. Lucie Fischer

        Alles gut.

        Ausnahmen bestätigen die Regel.

        Es dürfen von mir aus gern auch SEHR VIELE sein.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Ich will dieses Thema nicht vertiefen, ist O.T., aber doch noch Folgendes hinzufügen:

        Es geht bei derartigen Vorfällen nicht nur um Einzelschicksale, sondern um den Wissenschaftsstandort Deutschland.

        Wenn nicht KONSEQUENT aufgearbeitet und abgestellt wird, braucht sich niemand zu wundern, dass unserer Hochschulen und wissenschaftlichen Institutionen zunehmend in Verruf geraten.

        In den maßgebenden internationalen Rangkings liegen sie der Mehrzahl nach BEREITS abgeschlagen HINTEN. Und VORN ist auch KEINE dabei.

        Alle rufen nach Bildung.

        Ja, weiter rufen, aber dabei QUALITÄT nicht vergessen.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @@@ 17:00
        bildung, bildung

        war dann die “hochschulreform” 1990-2000 nicht doch verkehrt?

        seit dem sind die hochschulen noch abhängiger von der industrie geworden.

        der prof ist der könig im hause, bezieht aber nur ein grundgehalt vom staat, – und den kleinen/großen rest holt es sich über die aufträge von der industrie.

        das ist für mich keine unabhängige forschung mehr. dafür hat der staat vielleicht ein paar € gespart?

      • @Dr. Lucie Fischer
        @Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Richard Ott, D. Tischer
        Und wenn erst die wissenschaftliche Vita des Corona-Heiligen Prof. Drosten genauer unter die Lupe genommen wird , dann platzen in Berlin um`s RKI noch einige fake-Blasen. Es fehlt der Justiz in Deutschland leider der ” Biss”, wie RA Dr. Reiner Fuellmich richtig analysiert hat. Respekt der Jurisprudenz vor big money & Autoritäten. Und Berlin ist nicht alleine: der TEST der Heidelberger Unikklinik zur Früherkennung von Brustkrebs:
        ( googeln) Super- fake. Uniklinik Freiburg, ein El Dorado von Wissenschafts-Fälschungen, die immer ” im Sande ” verliefen oder mit ” goldenem Handschlag” gelöst wurden:
        Prof. Mertelsman/ Onkologie, Prof. Friedl/ Chirurgie , nicht zuletzt die Abteilung Sportmedizin / Keul/ Dickhuth/ mit Mafia-ähnlichen Doping-Methoden, die zum Tod von Sportlern führten. Die selbst ernannte “Exzellenz” der Universitäten steht auf tönernen Füssen, aktuell: der PCR-Test von Prof. Drosten : wird m.E. in der Geschichte der fake-Wissenschaften an erster Stelle stehen, den weltweiten Schaden betreffend. Ich wette darauf.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ foxxly

        >der prof ist der könig im hause, bezieht aber nur ein grundgehalt vom staat, – und den kleinen/großen rest holt es sich über die aufträge von der industrie.>

        WEIL das so ist, folgt daraus, dass die INDUSTRIE die Forschung BEAUFTRAGT, Ergebnisse zu ERFINDEN statt sie zu ERMITTELN:

        Endlich das, was den Standort Deutschland voran bringt.

        Ich stelle fest, dass Sie Ihren Blindenhund noch nicht gewechselt haben und von ihm geführt weiterhin im Gelände umherirren.

        Sie sollten ihn einmal für die Impfung vormerken lassen.

        Denn er könnte sich anstecken.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        Das Ganze ist auch ein Ergebnis der „reproducibility crisis“. Derlei wird nicht mehr so effektiv wie früher im Zeitverlauf aus dem Wissenschaftsbetrieb herausgemendelt.

        Das hat mehrere Gründe: Mit Reproduktion wird weder Geld verdient noch führt sie in Top-Journals. Geld verdient wird mit Neuheiten in Kombination „publish or perish“. Das führt auch in die Top-Journale.

        Das Anreizsystem benachteiligt also die Qualitätskontrolle massiv.

        Das Problem potenziert sich bei weltweit kleinen Fachgebieten mit hoher Detailtiefe.

        @R. Ott stellte die richtige Frage:
        „da fragt man sich, wie viele scheinbare Erkenntnisse aus der physikalischen Grundlagenforschung noch gefaked sind. Von solchem Theorie- und Datenmüll ausgehend können dann natürlich keine funktionierenden technischen Anwendungen mehr entwickelt werden.“

        Das fragt man sich. Nun ist ein ziemlich guter Prüfstein, ob Physik benutzt wird, auf deren Basis es verlässlich funktionierende Technik tatsächlich gibt. Aber wer weiß schon, dass und warum ein funktionierendes Smartphone z. B. Den Großteil des Gebäudes physikalischer Grundlagenforschung zur erklärkräftigen Theorie adelt?

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ tischer 18:26
        “”Ich stelle fest, dass Sie Ihren Blindenhund noch nicht gewechselt haben und von ihm geführt weiterhin im Gelände umherirren.””

        wer so einen stuss von sich gibt, der sollte wenigstens selber drüber stehen!
        und das tun sie nicht h. tischer!

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Fischer und Tischer

        “Ich habe mich vergangenes Jahr oft gefragt, warum unsere ‘Kultur-Schaffenden’ so lautlos Berufsverbote hinnehmen, eher Stütze akzeptieren als kreative Energie zu mobilisieren”

        Weil viele der “Kulturschaffenden” nur mittelmäßige bis minderwertige Kunst aber dafür tolle Regierungspropaganda produzieren können, und das auch wissen oder zumindest ahnen. Wenn die Dompteuse in den einfarbigen Blazern “Spring!” sagt, dann springen sie. Und wenn die Regierung sagt “Klappe halten und zu Hause bleiben!”, dann tun sie eben das.

        Deshalb sind ihre Botschaften auch nicht konsistent, sondern sie richten sich nach den jeweiligen politischen Erfordernissen. Hier ein schönes Beispiel, der Gesinnungspianist Igor Levit, einer breiten Masse in Deutschland bekannt geworden nicht mit Klavierspiel sondern mit dem erschreckenden Satz, AfD-Mitglieder seien “Menschen, die ihr Menschsein verwirkt haben”. Da wäre eigentlich eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz fällig, stattdessen gibt es bizarre Engagements im Wald bei linksextremen “Energiewende”-Aktivisten und wohlwollende Berichterstattung darüber in der Tagesschau: https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-792065.html

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Sie widersprechen mir nicht.

        Man kann es auch unter dem Aspekt „Angebot und Nachfrage“ sehen:

        Die NACHFRAGE kommt VERMEHRT bis schon MONOPOLISTISCH vom STAAT und den von ihm/durch ihn – z. T. auch zwangsweise – durchgesetzten FINANZIERUNGSMODELLEN für PLATTFORMEN, also die Kultureinrichtungen, TV-Anstalten etc.

        Die Kunst-Schaffenden müssen dann NUR NOCH kreativ genug sein, mit ihren ANGEBOTEN diese Plattformen zu besetzen.

        Weil es unter den Kultur-Schaffenden auch starken WETTBEWERB gibt – Überangebot auch hier – müssen sie sich etwas nach der Decke strecken und die ENTSCHEIDER ordentlich BEDIENEN.

        Also fast wie immer und überall.

        NUR fast:

        Der STAAT zieht immer MEHR Nachfrage an sich.

        Das ist anders als zu den Zeiten, zu denen ARISTOKRATIE und später das wohlhabende BÜRGERTUM ihre Kultur nachgefragt und bezahlt haben …

        … und die Massen schuften mussten, damit die Mittel dafür da waren.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        Ja, wir haben da leicht unterschiedliche Sichtweisen auf den gleichen Mechanismus, den wir unabhängig voneinander erkennen.

        “Der STAAT zieht immer MEHR Nachfrage [nach den Werken der sog. Kulturschaffenden] an sich. Das ist anders als zu den Zeiten, zu denen ARISTOKRATIE und später das wohlhabende BÜRGERTUM ihre Kultur nachgefragt und bezahlt haben … und die Massen schuften mussten, damit die Mittel dafür da waren.”

        Das hängt davon ab, welche Vorstellung von Aristokratie (oder Oligarchie…) Sie haben.

        Die Familie Schäuble/Strobl würde ich durchaus als modernen CDU- und ARD-Adel ansehen, wo Schäubles Tochter, Christine Strobl, mit dem Budget der Rundfunkbeitrags-Zahler selbstgefällige und auch merkelgefällige Trivial-Schmonzetten und Gesinnungsstücke (erinnern Sie sich an die “Klimawandel”-Themenwoche im November und den “Ökozid”-Film) bei der Degeto in Auftrag gibt und so vielen zweitklassigen aber staatstreuen Schauspielern und Dramaturgen ein schönes Auskommen sichert.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Ich verstehe unter Aristokratie (vor dem Bürgertum) jene, die an den Höfen (Prototyp: Versailles) die Leistungen der Kulturschaffenden nachgefragt haben.

        Die Familie Schäuble/Strobl gehört vom TYPUS her NICHT dazu.

        Bezogen auf die FUNKTION in unserem HEUTIGEN System der Generierung von durch den Steuerzahler finanzierter Nachfrage würde ich sie mit jenen, die in Versailles und anderswo für den Konsum von Kultur gesorgt haben, gleichstellen.

        Sie sind viel leichter ERSETZBAR als jene, aber natürlich nicht leicht AUSTAUSCHBAR wegen quasi Verbeamtung etc.

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