Die fatale Sparbuchkultur der Deutschen

Warum wir so wenig aus unserem Geld machen.

Obwohl wir in Deutschland jedes Jahr deutlich mehr Einkommen erwirtschaften als unsere europäischen Nachbarn und auch mehr sparen, haben wir durchschnittlich geringere Vermögen als beispielsweise die Italiener oder Spanier. Den Ursachen gehen wir in der 90. Folge von „bto 2.0 – der Ökonomie-Podcast mit Dr. Daniel Stelter“ auf den Grund. Im Gespräch dazu der Staatswissenschaftler Prof. Dr. Moritz Schularick vom Institut für Makroökonomik und Ökonometrie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn.

Täglich neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter www.think-bto.com.

Sie erreichen die Redaktion unter podcast@think-bto.com. Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik.

… oder hören Sie diesen Beitrag über Ihre eigene Player-App:

Kommentare (15) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Rolf Peter
    Rolf Peter sagte:

    Interessanter Beitrag!

    An einem Punkt wurden die relative hohen Renditen erwähnt, die sich in Deutschland erzielen lassen im Vergleich zu Auslandsanlagen. Das wirft, Frage auf, ob da sozusagen ein 100 Euroschein auf der Strasse liegt. Wenn diese Renditen erzielbar sind, warum nutzt das niemand aus?
    Ein Teil davon erfordert staatliche Investitionen. Das wäre eine Teilerklärung, aber ist das alles?
    Als weiteren Erklaerungsansatz überträgt Herr Schularick die “Sparbuchkultur” der deutschen Haushalte auf das Anlageverhalten von Banken. Das halte ich für unplausibel. “Gefühlt” sind deutsche Banken mit ihren Auslandsanlagen auf die Schnauze gefallen, weil sie die Risiken nicht verstanden haben. Ausserdem dürften auch Fehlanreize aufgrund impliziter, staatlicher Bestandsgarantien eine Rolle spielen.

    Die Behauptung, die Deutschen legten ihr Vermögen “falsch” an, ist – ich würde gerne sagen – selbst falsch, aber korrekt müsste man sagen, sie macht keinen Sinn. Anlageentscheidungen sind das Ergebnis von:
    Risikopraeferenz;
    Zukunftserwartungen;
    Persoenlichen Umständen;
    verfuegbarer Information.

    Punkt 1 ist, wie er ist. Da gibt es kein richtig oder falsch. Erwartungen sind auch unterschiedlich; auch da gibt es kein richtig oder falsch – jedenfalls nicht im voraus. Nicht jeder verlässt sich darauf, die vergangene Renditeentwicklung von Aktien in die Zukunft fortzuschreiben. Auch das ist legitim
    3 ist wohl klar. Falls es bei 4 fehlt, dann lautet die Lösung, den Leuten die Information zur Verfügung zu stellen.
    Meine Vermutung ist aber, dass Herr Stelter & Co ihre Sicht zu den Punkten 1 bis 2 als die verbindliche betrachten; und das macht natürlich keinen Sinn.

    Am Anfang wurden Sätze von Frau Baebrock eingespielt. Ihr Vetovorschlag bezog sich auf ein Veto gegenüber anderen Ressorts, als so ähnlich wie das aufschiebende Einspruchsrecht des Finanzministers. Das rechtfertigt die hysterischen Reaktionen, die man hier kürzlich lesen konnte, in keine Weise.

    Sie hat auch gesagt, man müsse “Ökonomie und Ökologie zusammen denken”. Damit hat sie meiner Meinung nach Recht; und das stellt einen grundlegenden konzeptionellen Unterschied z.B. zu Herrn Stellte dar, für den Investitionen in den Umweltschutz/Klimawandel etc. Konsum darstellen, also einen Luxus, den man sich leisten können muss. In dieser Sichtweise steht die Wirtschaft sozusagen ausserhalb bzw. neben der Umwelt und Biosphäre. Und wenn es zu einem Konflikt kommt, dann muss die Umwelt eben weichen (denn, wie gesagt, Umweltschutz kommt nur dann in Frage, wenn man ihn sich leisten kann).

    Antworten
    • Felix
      Felix sagte:

      Die Risikopräferenz ist eine individuelle Angelegenheit. Wer aber alle Anlagemöglichkeiten scheut und stattdessen im Fiatgeld bleibt, trägt das höchste Risiko. Er weiß es nur nicht oder ist zu unsicher und macht daher schlicht und ergreifend etwas falsch.

      Zur Umwelt: gesunde Umwelt ohne freie Wirtschaft gibt es nicht. Alle zentralistischen und planwirtschaftlichen Methoden erzeugen logisch die größten Umweltschäden, weil sie weniger effizient darin sind, die Bedarfe der Menschen zu erfüllen. Will man diesen Weg gehen (und sie wollen das ja offensichtlich mit den Grünen tun), dann landet man also entweder bei MEHR Umweltzerstörung oder zwingt die Menschen auf ein niedrigeres Existenzniveau, was auch beinhaltet, dass einigen die Existenz komplett entzogen wird.

      Antworten
  2. Schwarzenberg
    Schwarzenberg sagte:

    Subjektiv habe ich den Eindruck, dass bei den Unter-40-jährigen durchaus ein Trend in Richtung Aktienveranlagung vorhanden ist.
    Klar ist, dass man auch mit breiten Indexinvestments eine Rendite von deutlich UNTER null erzielen kann – wenn man es falsch macht.
    Viele der in den letzten 24 Monaten neu hinzugekommene Anleger werden erst bei einem Buchverlust von 30-50 % (und auch den wird es irgendwann wieder geben) merken, dass sie das mental nicht durchstehen und am Tiefpunkt hinschmeißen.
    Konsequentes Buy and Hold und eine Liquiditätsreserve für 6-12 Monate, dann wird’s auch was mit der theoretischen Aktienmarktrendite. Wenigstens für das Geld, dass man auch wirklich langfristig zur Seite legen kann.

    Antworten
  3. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    >Die fatale Sparbuchkultur der Deutschen>:

    Der Befund ist richtig, aber nicht sonderlich interessant aus meiner Sicht.

    Denn:

    Wie will man Kultur ÄNDERN?

    Man kann sie NICHT ändern; sie ändert sich, wenn überhaupt, mehr oder weniger über die Zeit.

    Interessanter ist m. A. n. die Position von Prof. Dr. Schularick zu „Upgrade Deutschland“.

    Er hat zwei Auffassungen vertreten, die in diesem Zusammenhang bedeutsam sind:

    a) In den nächsten 10 bis 15 Jahren wird der ökologische Umbau zu erheblichen sozialen Verwerfungen führen, weil insbesondere die mittleren und unteren Schichten einen größeren CO2-Fußbdruck in Bezug auf ihr Einkommen haben

    und

    b) angesichts der extrem niedrigen Zinsen sollten wir uns für öffentliche Investitionen verschulden statt auf die schwarze Null fixiert zu sein.

    Der Fehler der Vergangenheit: Wir haben die Spielräume nicht genutzt, um mehr zu investieren. Es sei ein „intellektueller Konstruktionsfehler“, dass die Politik – UNABHÄNGIG von einer Schuldenbremse – immer nur KURZFRISTIG handelt, statt zu investieren, was sich erst morgen auszahlt.

    Alles richtig, wobei m. A. n. kurzfristiges Handeln der Politik nicht einem intellektuellen Konstruktionsfehler, sondern der demokratischen Willensbildung geschuldet ist.

    WIE passt das zusammen?

    Wenn a) richtig ist, dann findet ein PARADIGMENWECHSEL insoweit statt, wie der ökologische Umbau INVESTITIONEN erfordert.

    Man kann dies bewerten, wie man will – die Energiewende GENERIERT eindeutig INVESTITIONEN in erheblichem Volumen unabhängig von Bewertungen und unabhängig auch davon, was immer sie sonst noch ist.

    INSOFERN ist der Vorwurf kurzfristig orientierten Handelns hinfällig, was die nächsten Politikergenerationen betrifft.

    Wenn a) richtig ist, müssen AUSSERDEM die mit diesen Investitionen verbundenen sozialen Verwerfungen kompensiert werden, wenn sich die Gesellschaft nicht bis hin zur Dysfunktionalität gespalten soll.

    Beide Aspekte von a) führen dazu, dass der Staat die Schuldenbremse ignorieren MUSS, weil die Gesellschaft mehrheitlich WILL, dass der ökologische Umbau UND seine Folgen finanziert WERDEN.

    Zu glauben, dass der ökologische Umbau zu einem WACHSTUM führt, das KEINE Kompensation der Folgen erfordert und außerdem die es treibenden Investitionen nach und nach auch noch selbst finanziert, ist eine ANNAHME bzw. ein politisches VERSPRECHEN, die jedenfalls durch NICHTS gedeckt sind.

    Massiv ZUNEHMENDE Verschuldung ist vorprogrammiert, da muss man nicht einmal nächste Pandemiewellen mit der Fortschreibung von Sozialmaßnahmen einrechnen.

    Heißt:

    b) wird aufgelöst, ist nicht mehr als „Bremse“ relevant.

    Fazit:

    Es geht nur noch darum, wie man die Aufgabe der Schuldenbremse der Bevölkerung verkauft – selbstverständlich nicht vor, sondern nach den Wahlen.

    Und natürlich im Weiteren geht es auch darum:

    Bewirken DIESE Investitionen, was man von Investitionen erwartet, nämlich eine MEHRUNG des Wohlstands oder sind sie destruktiv mit Folgen, die nichts Gutes verheißen?

    Vorläufig sind Kriterien und Maßstäbe ausgesetzt, weil als Handlungsimperativ gilt, dass es zur Klimarettung KEINE Alternative gibt.

    Ich bin sicher:

    Nur vorläufig.

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @DT

      “Bewirken DIESE Investitionen, was man von Investitionen erwartet, nämlich eine MEHRUNG des Wohlstands oder sind sie destruktiv mit Folgen, die nichts Gutes verheißen?”

      Richtig.

      Aber wenn man in Deutschland eine “Bildung-und Forschungsministerin” (Karliczek) hat, die laut Wikipedia… :

      ” Der Spiegel und andere Medien vermuten, dass sie das Amt bekommen habe, „weil sie eine Frau und katholisch ist – und aus Nordrhein-Westfalen kommt“. Ihrer eigenen Fachfremdheit – Karliczek hatte sich bis dahin vorwiegend mit finanzpolitischen Fragen beschäftigt – wolle sie nach eigener Aussage damit begegnen, „die richtigen Fragen zu stellen“.”

      …und deren neuste “Investitionen” so aussehen…:
      https://www.rnd.de/politik/bildungsministerium-35-millionen-euro-investition-fuer-antisemitismus-forschung-ESG6U5AIFRFCLAEYNHCZMZPW4Q.html

      …dann bleibt wohl wirklich nur… wie Herr Stelter sagte, mal “abzuwarten” auf die Wahlen bzw. die “neue” Regierung.

      Antworten
    • Hauke Petersen
      Hauke Petersen sagte:

      Wie wichtig dieser Befund ist, zeigt bereits Ihre Einleitung “Der Befund ist richtig, aber nicht sonderlich interessant aus meiner Sicht.”
      Es ist schon sehr beachtlich, wie akademisch wertvoll Sie vor allem dem sprachlichen Kulturbegriff widmen. Nur leider sollte dieser Aspekt hier weniger im Rampenlicht stehen.

      Ich habe den Beitrag von Herrn Stelter zu diesem Podcast auf jeden Fall wie folgt kommentiert:

      Keine Frage ist einfacher zu beantworten wie diese. Auch wenn viele dies vlt. nicht lesen oder zur Kenntnis nehmen möchten. Deutsche können zwar sehr viel regelmäßig zur Seite legen, nur machen wir aus diesem Ersparten im Regelfall nichts. Daher zählen wir zusammen mit den Österreichern in Europa leider zu den schlechtesten Geldanlegern und verarmen von Jahr zu Jahr mehr.

      Was jedes Jahr freundlicherweise von der Allianz in ihrem Wealth-Report dokumentiert. https://www.allianz.com/de/economic_research/research-data/weltkarte-der-vermoegen.html Dieser Report ist eigentlich eine Pflichtlektüre für den jeden Politiker. Eigentlich. 😉 Aber warum sollte sich unsere politische Führungseleite auch mit der Geldanlage befassen, wo man doch im Alter so fürstliche Pensionen erhält, so dass Olaf Scholz nur Bankeinlagen kennt. Aber vlt. verstehen unsere Politiker es ja in den nächsten Jahren besser, dass dieser hier beschriebene Aspekt eine eindeutig gesellschaftliche Aufgabe ist, die wir ebenfalls deutlich besser lösen müssen, wenn wir uns unseren Wohlstand und Sozialstaat erhalten wollen.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Hauke Petersen

        Erstens:

        Ich habe den Kulturbegriff nicht ins Spiel gebracht.

        Die Überschrift mit „Sparbuchkultur“ stammt vom Autor des Beitrags.
        Ihre Erwiderung trifft mich nicht.

        Zweitens:

        >Deutsche können zwar sehr viel regelmäßig zur Seite legen, nur machen wir aus diesem Ersparten im Regelfall nichts.>

        TOLLE Erkenntnis, die schon seit Jahren bekannt ist.

        Ich habe meine Auffassung dargelegt, dass die „Sparbuchkultur“ NICHT willentlich geändert werden kann, sondern sich über die Zeit ändert, wenn überhaupt.

        Sie suggerieren, dass Politiker es könnten, es aber nicht tun, weil sie fürstliche Pensionen erhalten.

        Das ist eine ganz, ganz schlechte Erklärung.

        Sie würden auch DANN fürstliche Pensionen erhalten können, wenn sie es tun würden.

        Denn die Pensionszusagen liegen in der Hand der Politiker.

        Die Politiker tun es nicht, weil es in der Bevölkerung keine Mehrheit gibt, die sie beauftragt, es zu tun.

        Freiwillig tun die Politiker nichts, was möglicherweise mit Schwierigkeiten verbunden wäre.

        Also unterbleibt es, von der Sparbuchkultur wegzukommen.

        Das ist so simpel, dass sich jede weitere Zeile darüber erübrigt.

        Na klar, die KONSEQUENZEN kann man schön auswalzen.

        Aber das hilft auch nicht.

    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      Nachgereicht zu dem, was ich behauptet habe:

      https://www.welt.de/wirtschaft/plus233003907/Energiewende-Das-Maerchen-vom-deutschen-Oeko-Exportwunder.html

      Daraus, Zitat aus der IW-Studie:

      >„Die handelsökonomischen Voraussetzungen für eine längerfristig wettbewerbsfähige Produktion von wichtigen Gütern zur Erzeugung erneuerbarer Energien erscheinen am Standort Deutschland in der Breite nicht ausreichend gegeben.“>

      Bei Solarmodulen, Wechselrichtern und Elektrolysegeräten liegen wir DEUTLICH hinter China.

      Wir sind nur bei Windkraftanlagen vorn, aber auch da sieht die Entwicklung nicht gut aus:

      >So war Deutschland 2019 zwar noch der weltweit zweitgrößte Exporteur von Windkraftanlagen hinter Dänemark. Doch statt zu wachsen, schrumpfte der Wert der ins Ausland verkauften Turbinen seit 2012 beständig, von 3,1 Milliarden US-Dollar im Rekordjahr 2012 auf nur noch 2,0 Milliarden Dollar im Jahr 2019. Vom stark wachsenden Weltmarkt für Windenergieanlagen in diesem Zeitraum konnte die deutsche Windkraft-Industrie also nicht profitieren. Das liege auch daran, dass Windräder immer größer würden und daher vor allem Türme und Flügel wegen hoher Transportkosten zunehmend im Ausland vor Ort hergestellt statt exportiert würden.

      Demgegenüber hat sich der Wert der chinesischen Exporte von Windkraft-Turbinen im selben Zeitraum auf rund 950 Millionen Dollar fast verdoppelt. Bei einem Anhalten dieses Trends, schließen die IW-Experten, „könnte China mittelfristig Deutschland auch hier überflügeln“.>

      So sieht es aus.

      Wir müssen halt nur schneller werden mit der Energiewende.

      Denn:

      Die Menge macht’s ;-)

      Antworten
  4. Felix Roth
    Felix Roth sagte:

    Eine gute Folge, es ist schade, dass Aktien hier in Deutschland so verpönt sind. Ich habe nur eine Anmerkung: Wenn Banken Kredit vergeben, machen sie das mit neu geschaffenem Geld und nicht mit den Einlagen andere Kunden. Professor Werner hat dazu geforscht und es empirisch nachgewiesen. Nachzulesen ist das unter Punkt römisch Zwei Eins hier: https://professorwerner.org/category/articles-essays/

    Antworten
  5. weico
    weico sagte:

    Die fatale “Sparbuchkultur”, von der Mehrheit der Deutschen, hat sicherlich auch viel mit der “staatsgläubigen Untertanenkultur” und den diffusen Zukunftsängsten (German Angst) zu tun. Der Niedergang der ehemaligen “Bildungskultur” wurde ja ,im Podcast ,ebenfalls schon erwähnt.

    Wie es der Zufall will, kam diese deutsche Mehrheits-“Kultur”, HEUTE bei INDUBIO, ebenfalls zur Sprache:

    Indubio Folge 151 – Diktatorischer Paternalismus

    …über die Hörigkeit des Bundesverfassungsgerichts, über die Realitätsblindheit der deutschen Weltretter und über die Kräfteverhältnisse innerhalb der schweigenden Mehrheit.

    https://www.achgut.com/artikel/indubio_folge_151_diktatorischer_paternalismus

    Antworten
  6. Dr. Lucie Fischer
    Dr. Lucie Fischer sagte:

    @Daniel Stelter
    ” Ich bin und bleibe unabhängig!,
    Ihre Aussage ist 100% glaubwürdig, es sollte- auch in der öffentlichen Diskussion – viel häufiger betont werden, wie befreiend geistige und finanzielle Abhängigkeit ist.
    Vielleicht gibt die Beschäftigung mit Finanz- Themen überhaupt erst Sinn, wenn Menschen den vitalisierenden Wert von Eigenvorsorge und Unabhängikeit erkennen und anstreben können.
    Eigenverantwortung z.B. für persönliche Gesundheit z.B. durch Vermeidung von industriell gefertigen Kalorienbomben , Vermeidung von Übergewicht mit allen Folgen . Freundlich- Rebellische Kritik an Polit-Lobbyisten, auch in hohen Ämtern, das Leben würde saturiert- fette Amts-Trägheit nicht mehr ertragen!
    Vielen Dank erneut für dieses erfrischende Weiterbildungs-Gespräch.

    Antworten
    • Susanne Finke-Röpke
      Susanne Finke-Röpke sagte:

      @Dr. Lucie Fischer:

      Richtig, Unabhängigkeit ist das Stichwort. Niemand ist völlig abhängig (Sklaverei ist abgeschafft), niemand ist völlig unabhängig (Robinson Cruesoe ist auch nicht mehr möglich). Aber Herr Dr. Stelter hat einen hohen Grad an Unabhängigkeit.

      Das ist auch der große Irrtum des Bundesverfassungsgerichts: die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten sind noch abhängiger als die privaten. Diese können sich wenigstens etwas von der herrschenden Politik distanzieren; ein öffentlich-rechtlicher Beschäftigter kann das ähnlich einem Staatsbediensteten: gar nicht!

      Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Dr. Lucie Fischer, @ Susanne Finke-Röpke

      Ich bin ganz Ihrer Meinung.

      Sich Unabhängigkeit leisten zu können, ist fast schon LUXUS.

      Es ist ein nahezu einzigartiges und das größte KAPITAL, das Dr. Stelter in die Waagschale werfen kann.

      Was seine Leser und Zuhörer mitunter nicht erkennen und daher verwechseln:

      Er hat natürlich ÜBERZEUGUNGEN und muss sie wie jeder Mensch auch haben.

      Und er hat INTERESSEN, nicht anders als andere Menschen auch.

      Was ihn auszeichnet:

      Er verbirgt sie nicht – wer ihn versteht, der versteht auch seine Überzeugungen und Interessen.

      Und weiß auch, dass er sie nicht teilen muss.

      Genug gelobt, ich habe es mir damit verdient, ihn auch mal wieder kritisieren zu dürfen ;-)

      Antworten
      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        Lieber, sehr geehrter Herr Tischer
        Ihre Beiräge und Kritiken sind immer inspirierend , geistvolle Männer sind selten aber sexy, mein derzeitiger Autorenfavorit Michel de Montaigne beschreibt Esprit & den Luxus geistiger Unabhängikeit :
        “Man erlangt nicht alleine dadurch Freiheit, dass man vermeidet, ein Knecht zu sein- man muss auch vermeiden, ein Herr zu werden”.

Ihr Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar zu Dietmar Tischer Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.