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	Kommentare zu: Der konsequent falsche Weg der EZB	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168495</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2020 11:24:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=20723#comment-168495</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168476&quot;&gt;Richard Ott&lt;/a&gt;.

@ Richard Ott 

Sie verwechseln Nachfrage mit Produktion.

Die Nachfrage nach Automobilen ist da und, keine Frage, sie ist viel größer als die Menge, die in Deutschland hergestellt werden kann. 

Auch Nachfrage nach gebrauchten in Deutschland gefertigten Automobilen gibt es. 

Aber die Produktion migriert in die Länder, die am billigsten produzieren, OHNE dass dabei gravierende Qualitätseinbußen in Kauf zu nehmen wären.  

Deutschland gehört nicht dazu.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168476">Richard Ott</a>.</p>
<p>@ Richard Ott </p>
<p>Sie verwechseln Nachfrage mit Produktion.</p>
<p>Die Nachfrage nach Automobilen ist da und, keine Frage, sie ist viel größer als die Menge, die in Deutschland hergestellt werden kann. </p>
<p>Auch Nachfrage nach gebrauchten in Deutschland gefertigten Automobilen gibt es. </p>
<p>Aber die Produktion migriert in die Länder, die am billigsten produzieren, OHNE dass dabei gravierende Qualitätseinbußen in Kauf zu nehmen wären.  </p>
<p>Deutschland gehört nicht dazu.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Richard Ott		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168478</link>

		<dc:creator><![CDATA[Richard Ott]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2020 09:10:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=20723#comment-168478</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168297&quot;&gt;Dr. Gero von Grawert&lt;/a&gt;.

@Dr. Gero von Grawert

&quot;Natürlich könnten wir den absoluten Wert von 80 € als Anteil der gesamten Geldmenge darstellen, aber das macht den Kern des Vorgangs nicht leichter, sondern schwieriger erkennbar&quot;

Es ist aber der einzige Weg, zum Kern des Vorgangs überhaupt vorzudringen und nicht unzulässig zu vereinfachen. 

Das Problem beim Geldschöpfen ist die Verwässerung der Kaufkraft des schon exisiterenden Geldes - und dieser Effekt ist umso stärker, je ungünstiger das Verhältnis von frisch geschöpften zu schon existierenden Euros ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168297">Dr. Gero von Grawert</a>.</p>
<p>@Dr. Gero von Grawert</p>
<p>&#8220;Natürlich könnten wir den absoluten Wert von 80 € als Anteil der gesamten Geldmenge darstellen, aber das macht den Kern des Vorgangs nicht leichter, sondern schwieriger erkennbar&#8221;</p>
<p>Es ist aber der einzige Weg, zum Kern des Vorgangs überhaupt vorzudringen und nicht unzulässig zu vereinfachen. </p>
<p>Das Problem beim Geldschöpfen ist die Verwässerung der Kaufkraft des schon exisiterenden Geldes &#8211; und dieser Effekt ist umso stärker, je ungünstiger das Verhältnis von frisch geschöpften zu schon existierenden Euros ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Richard Ott		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168476</link>

		<dc:creator><![CDATA[Richard Ott]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2020 09:04:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=20723#comment-168476</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168397&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

@Herr Tischer

&quot;Würden wir keine E-Mobilität wollen, müssten bei der hohen Produktivität der Automobilproduktion und Überkapazitäten – aufgrund von fallenden Margen durch kostensenkende Skalierung aufgebaut – bei uns Arbeitsplätze abgebaute werden.&quot;

Nein. Nachfrage für Autos gäbe es auf der Welt noch reichlich. Schauen Sie sich Afrika an. Alleine Nigeria zum Beispiel hat schon über 200 Millionen Einwohner und angeblich (da traue ich den Schätz-Statistiken nicht) nur lächerliche 3 Millionen PKW, das ist ein Vierzigstel der PKW-Dichte von Deutschland: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/415061/umfrage/pkw-bestand-in-weltweiten-laendern/
 
Da hätten sicher viele Leute gerne ein Auto von einem deutschen Premiumhersteller. Die meisten können nur im Tausch keinen Mehrwert auf dem globalen Markt bieten, aber das ist ein Problem, das die Nigerianer selber lösen müssen. Ist natürlich schwieriger als nach Deutschland zu &quot;flüchten&quot; und hier Sozialleistungen geschenkt zu bekommen, aber langfristig spricht es für die Tatkraft der Nigerianer, dass anteilig nur so wenige von ihnen den Dünnbrettbohrer-Weg über den Missbrauch unseres Asylsystems gehen.  

Zum Glück werden in Nigeria bald viele Gebrauchtwagen aus Europa auf dem Markt kommen - allerdings nur solche mit einem ganz schlimm klimaschädlichen Verbrennungsmotor. ;)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168397">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>@Herr Tischer</p>
<p>&#8220;Würden wir keine E-Mobilität wollen, müssten bei der hohen Produktivität der Automobilproduktion und Überkapazitäten – aufgrund von fallenden Margen durch kostensenkende Skalierung aufgebaut – bei uns Arbeitsplätze abgebaute werden.&#8221;</p>
<p>Nein. Nachfrage für Autos gäbe es auf der Welt noch reichlich. Schauen Sie sich Afrika an. Alleine Nigeria zum Beispiel hat schon über 200 Millionen Einwohner und angeblich (da traue ich den Schätz-Statistiken nicht) nur lächerliche 3 Millionen PKW, das ist ein Vierzigstel der PKW-Dichte von Deutschland: <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/415061/umfrage/pkw-bestand-in-weltweiten-laendern/" rel="nofollow ugc">https://de.statista.com/statistik/daten/studie/415061/umfrage/pkw-bestand-in-weltweiten-laendern/</a></p>
<p>Da hätten sicher viele Leute gerne ein Auto von einem deutschen Premiumhersteller. Die meisten können nur im Tausch keinen Mehrwert auf dem globalen Markt bieten, aber das ist ein Problem, das die Nigerianer selber lösen müssen. Ist natürlich schwieriger als nach Deutschland zu &#8220;flüchten&#8221; und hier Sozialleistungen geschenkt zu bekommen, aber langfristig spricht es für die Tatkraft der Nigerianer, dass anteilig nur so wenige von ihnen den Dünnbrettbohrer-Weg über den Missbrauch unseres Asylsystems gehen.  </p>
<p>Zum Glück werden in Nigeria bald viele Gebrauchtwagen aus Europa auf dem Markt kommen &#8211; allerdings nur solche mit einem ganz schlimm klimaschädlichen Verbrennungsmotor. ;)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: troodon		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168416</link>

		<dc:creator><![CDATA[troodon]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 15:14:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=20723#comment-168416</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168181&quot;&gt;troodon&lt;/a&gt;.

@ Dietmar Tischer
&quot;Die Alternative stellt sich schlicht nicht.&quot;
Das sehe ich aktuell auch so. 

In der Theorie wäre es m.E. besser wir würden den aufgeblähten Finanzsektor mit seinen Boom und Bust Zyklen besser an die Ketten legen, stattdessen eine Kreditvergabe fast ausschließlich an die Realwirtschaft durchsetzen.

Durch eine Änderung der Unterlegung der Kreditvergabe mit Eigenkapital der Banken KÖNNTE man daran etwas ändern.
Eventuell bräuchte man die Credit Guidance auch gar nicht. Aber das ist alles nur theoretisches Gedöns, kommt so nicht.
Und der Gedanke einer Kreditlenkung durch Lagarde, Schnabel und Co gruselt mich, so dass ich froh bin, dass es nur Theorie ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168181">troodon</a>.</p>
<p>@ Dietmar Tischer<br />
&#8220;Die Alternative stellt sich schlicht nicht.&#8221;<br />
Das sehe ich aktuell auch so. </p>
<p>In der Theorie wäre es m.E. besser wir würden den aufgeblähten Finanzsektor mit seinen Boom und Bust Zyklen besser an die Ketten legen, stattdessen eine Kreditvergabe fast ausschließlich an die Realwirtschaft durchsetzen.</p>
<p>Durch eine Änderung der Unterlegung der Kreditvergabe mit Eigenkapital der Banken KÖNNTE man daran etwas ändern.<br />
Eventuell bräuchte man die Credit Guidance auch gar nicht. Aber das ist alles nur theoretisches Gedöns, kommt so nicht.<br />
Und der Gedanke einer Kreditlenkung durch Lagarde, Schnabel und Co gruselt mich, so dass ich froh bin, dass es nur Theorie ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: troodon		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168414</link>

		<dc:creator><![CDATA[troodon]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 14:40:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=20723#comment-168414</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168320&quot;&gt;troodon&lt;/a&gt;.

@ Josef Streicher
Ich stimme doch ihrer Kritik an der Finanzbranche zu !
&quot;Ich bezweifle allerdings, ob die Finanzbranche es sich gefallen ließe, durch Kreditvergabelenkung ausgetrocknet zu werden.&quot;
Auch da stimme ich Ihnen aktuell zu.
Nichts desto trotz ist es eben so, dass man den Vorschlag von Prof.Werner zur Übernahme der faulen Kredite durch die NB nicht ohne seine weiteren Vorschläge/Auflagen beurteilen sollte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168320">troodon</a>.</p>
<p>@ Josef Streicher<br />
Ich stimme doch ihrer Kritik an der Finanzbranche zu !<br />
&#8220;Ich bezweifle allerdings, ob die Finanzbranche es sich gefallen ließe, durch Kreditvergabelenkung ausgetrocknet zu werden.&#8221;<br />
Auch da stimme ich Ihnen aktuell zu.<br />
Nichts desto trotz ist es eben so, dass man den Vorschlag von Prof.Werner zur Übernahme der faulen Kredite durch die NB nicht ohne seine weiteren Vorschläge/Auflagen beurteilen sollte.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Josef Streicher		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168413</link>

		<dc:creator><![CDATA[Josef Streicher]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 14:32:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=20723#comment-168413</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168320&quot;&gt;troodon&lt;/a&gt;.

Ihren Kommentar weiter unten kann ich natürlich unterstützen. Den FAZ-Artikel finde ich auch sehr gut.

Ich bezweifle allerdings, ob die Finanzbranche es sich gefallen ließe, durch Kreditvergabelenkung ausgetrocknet zu werden. Sie erinnern sich an die 8%-Klausel. Das ist der Anteil, den eine Bank im Falle einer Krise aufbringen müsste, bevor der Staat oder die ZNB eingreift. Das war 2015. Keine zwei Monate nach Beschlussfassung stand Monte Dei Paschi di Siena auf der Tagesordnung, und sie wurde prompt, unter Umgehung der brandneuen Regelungen, vom italienischen Staat zu 100% gerettet. Ab diesem Zeitpunkt kamen sämtliche Regulierungsversuche auf EU-Ebene zum Erliegen. 

Das wirklich Empörende ist jedoch Folgendes: Banken und Versicherungen zocken, als gäbe es kein Morgen. Dann das drohende Aus. Sie klopfen an die Tür einer ZNB, die nimmt ihnen die faulen Kredite ab. Es kann weitergehen wie zuvor. Prof. Werner sagt, das sei alles kein Problem, das seien bloß Luftbuchungen, es bleibt alles im Finanzsektor. 

Also jetzt wäre plötzlich alles nur Luft, nichts. Bis zum Crash war es allerdings geballte Finanzkraft. Und die Inhaber konnten damit auf Einkaufstour gehen oder ganze Imperien (Amazone) aufbauen. Also: Wenn’s gut geht, stecken wir die Kohle ein, wenn’s daneben geht, war alles nur Luft. Und hier bin ich wieder bei meiner ersten Aussage: Ich als Unternehmer hätte das auch gerne! Alice in Wonderland. Das ist ein Skandal, und das ist eine Verhöhnung der Normalbürger.

Japanische und europäische Politiker haben den Zorn ihrer Bürger vermutlich instinktiv gespürt und daher die Übernahme von Problemkredite nur zögerlich zugelassen – mit allen Nachteilen, wie Herr Prof. Werner ausgeführt hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168320">troodon</a>.</p>
<p>Ihren Kommentar weiter unten kann ich natürlich unterstützen. Den FAZ-Artikel finde ich auch sehr gut.</p>
<p>Ich bezweifle allerdings, ob die Finanzbranche es sich gefallen ließe, durch Kreditvergabelenkung ausgetrocknet zu werden. Sie erinnern sich an die 8%-Klausel. Das ist der Anteil, den eine Bank im Falle einer Krise aufbringen müsste, bevor der Staat oder die ZNB eingreift. Das war 2015. Keine zwei Monate nach Beschlussfassung stand Monte Dei Paschi di Siena auf der Tagesordnung, und sie wurde prompt, unter Umgehung der brandneuen Regelungen, vom italienischen Staat zu 100% gerettet. Ab diesem Zeitpunkt kamen sämtliche Regulierungsversuche auf EU-Ebene zum Erliegen. </p>
<p>Das wirklich Empörende ist jedoch Folgendes: Banken und Versicherungen zocken, als gäbe es kein Morgen. Dann das drohende Aus. Sie klopfen an die Tür einer ZNB, die nimmt ihnen die faulen Kredite ab. Es kann weitergehen wie zuvor. Prof. Werner sagt, das sei alles kein Problem, das seien bloß Luftbuchungen, es bleibt alles im Finanzsektor. </p>
<p>Also jetzt wäre plötzlich alles nur Luft, nichts. Bis zum Crash war es allerdings geballte Finanzkraft. Und die Inhaber konnten damit auf Einkaufstour gehen oder ganze Imperien (Amazone) aufbauen. Also: Wenn’s gut geht, stecken wir die Kohle ein, wenn’s daneben geht, war alles nur Luft. Und hier bin ich wieder bei meiner ersten Aussage: Ich als Unternehmer hätte das auch gerne! Alice in Wonderland. Das ist ein Skandal, und das ist eine Verhöhnung der Normalbürger.</p>
<p>Japanische und europäische Politiker haben den Zorn ihrer Bürger vermutlich instinktiv gespürt und daher die Übernahme von Problemkredite nur zögerlich zugelassen – mit allen Nachteilen, wie Herr Prof. Werner ausgeführt hat.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168406</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 13:09:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=20723#comment-168406</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168297&quot;&gt;Dr. Gero von Grawert&lt;/a&gt;.

@  Stoertebekker

&#062;Sie argumentieren noch mit dem Zustand im Jetzt.&#062;

Richtig. 

MUSS ich auch, wenn ich VERÄNDERUNGEN realistischerweise einschätze. 

a) bis c) ist theoretisch machbar.

a) wird praktiziert, Spareinlagen haben aber einen Effekt. 

c) wäre ein sehr positiver Effekt. 

d) wird kommen, daher b) überflüssig. 

&#062;Und wenn es für das Produkt Kredit keine Nachfrage gibt, verschwinden eben die Kreditbanken. Investitionen werden dann zB über Private Equity finanziert.&#062;

Richtig, das ist die Konsequenz.

Aber nach Lage der Dinge VÖLLIG inakzeptabel, weil die ARBEITLOSIGKEIT zu hoch wäre.

Wer bevölkert dann noch das Bankenviertel in Frankfurt?

Wer kompensiert die Menschen, deren Immobilien versteigert werden, weil sie den Job verloren haben und die Kredite nicht mehr bedienen können?

Oder bei d) möglich: 

Die NOTENBANKEN finanzieren, wobei sich dabei die SPANNENDE Frage stellt, WIE sie die Finanzierung verstehen – als KREDITGEWÄHRUNG wie die Geschäftsbanken mit der Folge von Unternehmensinsolvenzen, oder als FINANZIERUNG, um Bestimmtes/Gewünschtes REALWIRTSCHAFTLICH zu bewirken und damit Insolvenzen nicht entstehen zu lassen (AKTIVE Zombifizierung durch die Notenbanken, was dann aber NICHT mehr die heute verstandene Zombifizierung wäre)

Siehe auch den @ troodon aufgerufenen Link:  

Princess of the Yen ab Min 11:05:
https://youtu.be/p5Ac7ap_MAY?t=665]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168297">Dr. Gero von Grawert</a>.</p>
<p>@  Stoertebekker</p>
<p>&gt;Sie argumentieren noch mit dem Zustand im Jetzt.&gt;</p>
<p>Richtig. </p>
<p>MUSS ich auch, wenn ich VERÄNDERUNGEN realistischerweise einschätze. </p>
<p>a) bis c) ist theoretisch machbar.</p>
<p>a) wird praktiziert, Spareinlagen haben aber einen Effekt. </p>
<p>c) wäre ein sehr positiver Effekt. </p>
<p>d) wird kommen, daher b) überflüssig. </p>
<p>&gt;Und wenn es für das Produkt Kredit keine Nachfrage gibt, verschwinden eben die Kreditbanken. Investitionen werden dann zB über Private Equity finanziert.&gt;</p>
<p>Richtig, das ist die Konsequenz.</p>
<p>Aber nach Lage der Dinge VÖLLIG inakzeptabel, weil die ARBEITLOSIGKEIT zu hoch wäre.</p>
<p>Wer bevölkert dann noch das Bankenviertel in Frankfurt?</p>
<p>Wer kompensiert die Menschen, deren Immobilien versteigert werden, weil sie den Job verloren haben und die Kredite nicht mehr bedienen können?</p>
<p>Oder bei d) möglich: </p>
<p>Die NOTENBANKEN finanzieren, wobei sich dabei die SPANNENDE Frage stellt, WIE sie die Finanzierung verstehen – als KREDITGEWÄHRUNG wie die Geschäftsbanken mit der Folge von Unternehmensinsolvenzen, oder als FINANZIERUNG, um Bestimmtes/Gewünschtes REALWIRTSCHAFTLICH zu bewirken und damit Insolvenzen nicht entstehen zu lassen (AKTIVE Zombifizierung durch die Notenbanken, was dann aber NICHT mehr die heute verstandene Zombifizierung wäre)</p>
<p>Siehe auch den @ troodon aufgerufenen Link:  </p>
<p>Princess of the Yen ab Min 11:05:<br />
<a href="https://youtu.be/p5Ac7ap_MAY?t=665" rel="nofollow ugc">https://youtu.be/p5Ac7ap_MAY?t=665</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168402</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 12:46:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=20723#comment-168402</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168181&quot;&gt;troodon&lt;/a&gt;.

@  troodon

Danke für den Link, kannte die Nachkriegsthematik in Japan nicht.

Abgesehen davon, dass ich die SITUATION und die gesellschaftlich-kulturelle MENTALITÄT nicht für vergleichbar halte, sind die Fragen:

a) MACHBARKEIT – wollen wir das?

Ja, in großer Note, aber sicher nicht jetzt. 

b) FOLGEN – wollen wir sie?

Sicher jetzt nicht freiwillig, aber vielleicht irgendwann einmal müssen wir sie akzeptieren.

&#062;Aber schlimmer als die aktuelle Situation mit zu viel Krediten an die Finanzwirtschaft bzw. für bestehende Assets, wäre es imho sicher nicht.&#062;

Da bin ich ANDERER Meinung:

Wenn es gelingt, die AKTUELLE Situation mit zu vielen Krediten im Finanzsystem und für bestehende Assets unter Kontrolle zu halten, d. h. dafür zu sorgen, dass ihre Entwicklung NICHT zum Systemabsturz führt, dann wird NICHT wie in Japan umgesteuert. 

Die EZB kann und MUSS helfen im Finanzsektor mit u. U. nachteiligen Effekten, darf aber NICHT demokratisch nicht legitimiert die FAKTISCHE Wirtschaftpolitik mit Credit Guidance/Window Guidance ausüben.  

Das akzeptieren die Volksvertreter und die Regierungen nicht. 

Lagarde, Schnabel &#038; Co. werden NICHT die Wirtschaftslenker in Europa. 

Die Alternative stellt sich schlicht nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168181">troodon</a>.</p>
<p>@  troodon</p>
<p>Danke für den Link, kannte die Nachkriegsthematik in Japan nicht.</p>
<p>Abgesehen davon, dass ich die SITUATION und die gesellschaftlich-kulturelle MENTALITÄT nicht für vergleichbar halte, sind die Fragen:</p>
<p>a) MACHBARKEIT – wollen wir das?</p>
<p>Ja, in großer Note, aber sicher nicht jetzt. </p>
<p>b) FOLGEN – wollen wir sie?</p>
<p>Sicher jetzt nicht freiwillig, aber vielleicht irgendwann einmal müssen wir sie akzeptieren.</p>
<p>&gt;Aber schlimmer als die aktuelle Situation mit zu viel Krediten an die Finanzwirtschaft bzw. für bestehende Assets, wäre es imho sicher nicht.&gt;</p>
<p>Da bin ich ANDERER Meinung:</p>
<p>Wenn es gelingt, die AKTUELLE Situation mit zu vielen Krediten im Finanzsystem und für bestehende Assets unter Kontrolle zu halten, d. h. dafür zu sorgen, dass ihre Entwicklung NICHT zum Systemabsturz führt, dann wird NICHT wie in Japan umgesteuert. </p>
<p>Die EZB kann und MUSS helfen im Finanzsektor mit u. U. nachteiligen Effekten, darf aber NICHT demokratisch nicht legitimiert die FAKTISCHE Wirtschaftpolitik mit Credit Guidance/Window Guidance ausüben.  </p>
<p>Das akzeptieren die Volksvertreter und die Regierungen nicht. </p>
<p>Lagarde, Schnabel &amp; Co. werden NICHT die Wirtschaftslenker in Europa. </p>
<p>Die Alternative stellt sich schlicht nicht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168397</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 12:14:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=20723#comment-168397</guid>

					<description><![CDATA[@ Dr. Gero von Grawert 

Ich gehe auf die Punkte ein, zu denen ich eine deutlich ANDERE Meinung habe:

&#062;Die beste Strukturpolitik ist Wettbewerbspolitik, das Zulassen schöpferischer Zerstörung, Föderng des Unternehmertums, Bessere Rahmenbedingungen für Risikokapital, gute Bildung, Vermittlung wirtschaftlicher Zusammenhänge in den Schulen, Wissenschaft und Infrastruktur, technischer Fortschritt… &#062;

Das stimmt NICHT für UNSERE Gesellschaft, genauer: deren SELBSTVERSTÄNDNIS:

Zerstörung, auch schöpferische wird NICHT akzeptiert, wenn damit zu hohe Arbeitslosigkeit verbunden ist. Automobilität mit Verbrennungsmotoren hat viele Arbeitsplätze geschaffen. Würden wir keine E-Mobilität wollen, müssten bei der hohen Produktivität der Automobilproduktion und Überkapazitäten – aufgrund von fallenden Margen durch kostensenkende Skalierung aufgebaut – bei uns Arbeitsplätze abgebaute werden. 

Das ist kein Plädoyer für E-Mobilität. Denn E-Mobilität vernichtet viele Arbeitsplätze – der Ist-Zustand ist entscheidend – und verlangt KONTINUIERLICH hohe Subventionen (Fahrzeuge, Batterieforschung, Ladesäulen etc.), OHNE eine dem Aufbau konventioneller Automobilindustrie auch nur vergleichbare Anzahl von Arbeitsplätzen zu schaffen (von der technologischen Machbarkeit reden wir mal nicht).  

Fazit:

Wettbewerbspolitik ist NUR dann die beste Strukturpolitik, wenn sie die Summe gut bezahlter Arbeitsplätze erhält bzw. für mehr derartiger Arbeitsplätze sorgt. Wen nicht, ist sie „schädlich“, genauso wie die damit verbundenen Innovationen – nach UNSEREM Verständnis, dass die Wirtschaft GESELLSCHAFTLICHE und nicht nur INDIVIDUELLE Ansprüche zu erfüllen habe, DANN jedenfalls, wenn die individuellen NICHT mehr hinreichend bedient werden.  

Dieses gesellschaftliche Verständnis ist m. A. n. nicht eine Marotte von Irregeleiteten, sondern durch das System des Kapitalismus generiert und als  ANSPRUCHSHALTUNG gefestigt worden.  

Daher ist die hier am Blog ausführlich besprochene These von Milton Friedmann (NYT, 1970) NICHT mehr ZEITGEMÄSS.

Hier die Links, da Ihnen als Newcomer am Blog – aus meiner Sicht sehr willkommen – die Diskussion vielleicht entgangen ist: 

https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/milton-friedman-zum-zweck-von-unternehmen/ - comments

und weiterführend hier:

https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/john-authers-erklaert-warum-milton-friedman-verloren-hat/

&#062; Kapitalistisches System zu produktiv für Vollbeschäftigung im produzierenden Gewerbe Diese Ängste sind älter als Gerhard Hauptmanns „Die Weber“ und meines Erachtens falsch:&#062;

Diese Ängste sind REAL.

Schauen Sie sich an, wie viele gut bezahlte Jobs im verarbeitenden Gewerbe der USA seit 1990 verloren gegangen sind und wo in USA neue entstanden sind. In den Servicebranchen, die weit weniger zahlen (Segmente der Finanzbranche natürlich ausgenommen).

Verluste im zweistelligen Bereich auch in Frankreich und Italien.

Bei uns mittlerweile VERSTÄRKT einsetzend.  

&#062;M.E. schaffen wir das Kunststück, enorm viel Geld auszugeben ohne dem Klima zu helfen.&#062;

Sehe ich genauso.

Und nicht nur das:

Wir werden mit diesem Kunststück nationale und internationale KONFLIKTE schaffen, von denen wir nicht die geringste Ahnung haben, ob sie überhaupt beherrschbar sein werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ Dr. Gero von Grawert </p>
<p>Ich gehe auf die Punkte ein, zu denen ich eine deutlich ANDERE Meinung habe:</p>
<p>&gt;Die beste Strukturpolitik ist Wettbewerbspolitik, das Zulassen schöpferischer Zerstörung, Föderng des Unternehmertums, Bessere Rahmenbedingungen für Risikokapital, gute Bildung, Vermittlung wirtschaftlicher Zusammenhänge in den Schulen, Wissenschaft und Infrastruktur, technischer Fortschritt… &gt;</p>
<p>Das stimmt NICHT für UNSERE Gesellschaft, genauer: deren SELBSTVERSTÄNDNIS:</p>
<p>Zerstörung, auch schöpferische wird NICHT akzeptiert, wenn damit zu hohe Arbeitslosigkeit verbunden ist. Automobilität mit Verbrennungsmotoren hat viele Arbeitsplätze geschaffen. Würden wir keine E-Mobilität wollen, müssten bei der hohen Produktivität der Automobilproduktion und Überkapazitäten – aufgrund von fallenden Margen durch kostensenkende Skalierung aufgebaut – bei uns Arbeitsplätze abgebaute werden. </p>
<p>Das ist kein Plädoyer für E-Mobilität. Denn E-Mobilität vernichtet viele Arbeitsplätze – der Ist-Zustand ist entscheidend – und verlangt KONTINUIERLICH hohe Subventionen (Fahrzeuge, Batterieforschung, Ladesäulen etc.), OHNE eine dem Aufbau konventioneller Automobilindustrie auch nur vergleichbare Anzahl von Arbeitsplätzen zu schaffen (von der technologischen Machbarkeit reden wir mal nicht).  </p>
<p>Fazit:</p>
<p>Wettbewerbspolitik ist NUR dann die beste Strukturpolitik, wenn sie die Summe gut bezahlter Arbeitsplätze erhält bzw. für mehr derartiger Arbeitsplätze sorgt. Wen nicht, ist sie „schädlich“, genauso wie die damit verbundenen Innovationen – nach UNSEREM Verständnis, dass die Wirtschaft GESELLSCHAFTLICHE und nicht nur INDIVIDUELLE Ansprüche zu erfüllen habe, DANN jedenfalls, wenn die individuellen NICHT mehr hinreichend bedient werden.  </p>
<p>Dieses gesellschaftliche Verständnis ist m. A. n. nicht eine Marotte von Irregeleiteten, sondern durch das System des Kapitalismus generiert und als  ANSPRUCHSHALTUNG gefestigt worden.  </p>
<p>Daher ist die hier am Blog ausführlich besprochene These von Milton Friedmann (NYT, 1970) NICHT mehr ZEITGEMÄSS.</p>
<p>Hier die Links, da Ihnen als Newcomer am Blog – aus meiner Sicht sehr willkommen – die Diskussion vielleicht entgangen ist: </p>
<p><a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/milton-friedman-zum-zweck-von-unternehmen/" rel="nofollow ugc">https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/milton-friedman-zum-zweck-von-unternehmen/</a> &#8211; comments</p>
<p>und weiterführend hier:</p>
<p><a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/john-authers-erklaert-warum-milton-friedman-verloren-hat/" rel="nofollow ugc">https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/john-authers-erklaert-warum-milton-friedman-verloren-hat/</a></p>
<p>&gt; Kapitalistisches System zu produktiv für Vollbeschäftigung im produzierenden Gewerbe Diese Ängste sind älter als Gerhard Hauptmanns „Die Weber“ und meines Erachtens falsch:&gt;</p>
<p>Diese Ängste sind REAL.</p>
<p>Schauen Sie sich an, wie viele gut bezahlte Jobs im verarbeitenden Gewerbe der USA seit 1990 verloren gegangen sind und wo in USA neue entstanden sind. In den Servicebranchen, die weit weniger zahlen (Segmente der Finanzbranche natürlich ausgenommen).</p>
<p>Verluste im zweistelligen Bereich auch in Frankreich und Italien.</p>
<p>Bei uns mittlerweile VERSTÄRKT einsetzend.  </p>
<p>&gt;M.E. schaffen wir das Kunststück, enorm viel Geld auszugeben ohne dem Klima zu helfen.&gt;</p>
<p>Sehe ich genauso.</p>
<p>Und nicht nur das:</p>
<p>Wir werden mit diesem Kunststück nationale und internationale KONFLIKTE schaffen, von denen wir nicht die geringste Ahnung haben, ob sie überhaupt beherrschbar sein werden.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dr. Gero von Grawert		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168389</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dr. Gero von Grawert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 11:11:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=20723#comment-168389</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168297&quot;&gt;Dr. Gero von Grawert&lt;/a&gt;.

@Richard Ott 24.11.20 22:15
&#062;So einfach kann man das nicht rechnen. Der Kaufkraftverlust des Geldes durch QE ist ja (zumindest bei kleinen QE-Beträgen, dann lässt es sich noch leicht rechnen) kein absoluter Betrag, sondern prozentual das Verhältnis des durch QE neu geschöpften Geldes zur Gesamtmenge des bereits existierenden Geldvermögens. sie hat einen Vorteil von 80 €. Wenn die Bank nun einen Kredit für den Kauf eines bestehenden Assets in Höhe von 100 € vergibt, steigen Nachfrage und Geldmenge um 100 € und treffen auf ein konstantes Angebot. Dieser Fall der Geldschöpfung führt daher zu einem Kaufkraftverlust der Währung und Enteignung der Besitzer nominalwertgesicherter Forderungen in Höhe von exakt 80 €

Sofern mein Modell das Wesentliche der Vorgänge erfasst, ist die Einfachheit des Beispiels seine Stärke, nicht seine Schwäche. Natürlich könnten wir den absoluten Wert von 80 € als Anteil der gesamten Geldmenge darstellen, aber das macht den Kern des Vorgangs nicht leichter, sondern schwieriger erkennbar. Bei gleicher Erklärungskraft sind einfache Modelle besser als komplexe (Ockhams Rasiermesser).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168297">Dr. Gero von Grawert</a>.</p>
<p>@Richard Ott 24.11.20 22:15<br />
&gt;So einfach kann man das nicht rechnen. Der Kaufkraftverlust des Geldes durch QE ist ja (zumindest bei kleinen QE-Beträgen, dann lässt es sich noch leicht rechnen) kein absoluter Betrag, sondern prozentual das Verhältnis des durch QE neu geschöpften Geldes zur Gesamtmenge des bereits existierenden Geldvermögens. sie hat einen Vorteil von 80 €. Wenn die Bank nun einen Kredit für den Kauf eines bestehenden Assets in Höhe von 100 € vergibt, steigen Nachfrage und Geldmenge um 100 € und treffen auf ein konstantes Angebot. Dieser Fall der Geldschöpfung führt daher zu einem Kaufkraftverlust der Währung und Enteignung der Besitzer nominalwertgesicherter Forderungen in Höhe von exakt 80 €</p>
<p>Sofern mein Modell das Wesentliche der Vorgänge erfasst, ist die Einfachheit des Beispiels seine Stärke, nicht seine Schwäche. Natürlich könnten wir den absoluten Wert von 80 € als Anteil der gesamten Geldmenge darstellen, aber das macht den Kern des Vorgangs nicht leichter, sondern schwieriger erkennbar. Bei gleicher Erklärungskraft sind einfache Modelle besser als komplexe (Ockhams Rasiermesser).</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stoertebekker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168363</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stoertebekker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 07:37:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=20723#comment-168363</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168297&quot;&gt;Dr. Gero von Grawert&lt;/a&gt;.

@D Tischer

Ich habe versucht, in die Zukunft zu schauen und mal die Argumente der diversen Diskussionen zusammenzufassen. (Sie argumentieren noch mit dem Zustand im Jetzt.)

a) Geldschöpfung (= Kredite) ist ohne Spareinlagen der Bankkunden möglich.
b) Sparer können ihr Geld zur Bank tragen oder sonstwie/-wo lagern. Zinsen werden nicht fällig. Ggfs. Gebühren.
c) Da die Kredite von den Banken unabhängig von den Einlagen ausgegeben werden können, könnten Kreditbanken und Sparsammelstellen unabhängig voneinander existieren. Schlechte Kredite wirken dann NICHT auf Spareinlagen zurück. Es gibt keine Gefahr des Bankenruns.
d) Wenn nun die Zentralbank jedem ein Girokonto für den täglichen Zahlungsverkehr zur Verfügung stellt, kann der bargeldlose Zahlungsverkehr problemlos funktionieren. 

Banken sind dann Kreditbanken, Investmentbanken, Fondsverkäufer, Aktienhändler usw. Und wenn es für das Produkt Kredit keine Nachfrage gibt, verschwinden eben die Kreditbanken. Investitionen werden dann zB über Private Equity finanziert. 

Die volkswirtschaftliche Wirkung mit Bezug aufs Wachstum ist damit nicht geklärt, aber meine Diskussion ging eher um den Bankensektor und die Notwendigkeit seiner Rettung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168297">Dr. Gero von Grawert</a>.</p>
<p>@D Tischer</p>
<p>Ich habe versucht, in die Zukunft zu schauen und mal die Argumente der diversen Diskussionen zusammenzufassen. (Sie argumentieren noch mit dem Zustand im Jetzt.)</p>
<p>a) Geldschöpfung (= Kredite) ist ohne Spareinlagen der Bankkunden möglich.<br />
b) Sparer können ihr Geld zur Bank tragen oder sonstwie/-wo lagern. Zinsen werden nicht fällig. Ggfs. Gebühren.<br />
c) Da die Kredite von den Banken unabhängig von den Einlagen ausgegeben werden können, könnten Kreditbanken und Sparsammelstellen unabhängig voneinander existieren. Schlechte Kredite wirken dann NICHT auf Spareinlagen zurück. Es gibt keine Gefahr des Bankenruns.<br />
d) Wenn nun die Zentralbank jedem ein Girokonto für den täglichen Zahlungsverkehr zur Verfügung stellt, kann der bargeldlose Zahlungsverkehr problemlos funktionieren. </p>
<p>Banken sind dann Kreditbanken, Investmentbanken, Fondsverkäufer, Aktienhändler usw. Und wenn es für das Produkt Kredit keine Nachfrage gibt, verschwinden eben die Kreditbanken. Investitionen werden dann zB über Private Equity finanziert. </p>
<p>Die volkswirtschaftliche Wirkung mit Bezug aufs Wachstum ist damit nicht geklärt, aber meine Diskussion ging eher um den Bankensektor und die Notwendigkeit seiner Rettung.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dr. Gero von Grawert		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168341</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dr. Gero von Grawert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 2020 23:16:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=20723#comment-168341</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168297&quot;&gt;Dr. Gero von Grawert&lt;/a&gt;.

@ Dietmar Tischer 18:48
&#062; Megatrends / Regierung ohne wesentlichen Einfluss
Ich stimme Ihnen zu, dass die Regierung Megatrends nicht ändern kann – aber sie kann beeinflussen, wie gut oder schlecht eine Volkswirtschaft (mal abgesehen von der EU) mit diesen Trends umgehen kann. 
Strukturwandel unter Wettbewerb ist die Lösung (SWL) oder „Schumpeter wird’s richten“:
Die beste Strukturpolitik ist Wettbewerbspolitik, das Zulassen schöpferischer Zerstörung, Föderng des Unternehmertums, Bessere Rahmenbedingungen für Risikokapital, gute Bildung, Vermittlung wirtschaftlicher Zusammenhänge in den Schulen, Wissenschaft und Infrastruktur, technischer Fortschritt… 
&#062; Kapitalistisches System zu produktiv für Vollbeschäftigung im produzierenden Gewerbe
Diese Ängste sind älter als Gerhard Hauptmanns „Die Weber“ und meines Erachtens falsch: SWL
Der Markt ist flexibler als die Heerscharen derjenigen, die sich „schützen“ lassen, d.h. das Geld der anderen wollen.
&#062; Jugendliche wollen in den Staatsdienst
Wir brauchen eine Kultur, die Risiko stärker akzeptiert; geschäftlich zu scheitern muss o.k. und darf kein Stigma sein. Wenn es funktioniert, muss es sich aber auch lohnen.
&#062; Dienstleistungsgesellschaft mit Billgjobs
Angebotsschock auf dem Arbeitsmarkt und globalisierter Handel üben einen Lohndruck aus; technischer Fortschritt und gute Jobs erhöhen die Löhne; nach staatlicher Umverteilung sind die Nettoeinkommen in Dtld recht gleich. Den Billiglohnsektor sollte es geben: Ohne ihn würden gering Qualifizierte 0% ihres Einkommens selbst erarbeiten und von der Allgemeinheit für’s Daheimbleiben bezahlt (vdAfDb). Mit Billiglohnsektor und staatlichen Zuschüssen ist das Ergebnis besser als ohne. Ein hoher Mindestlohn führt zu vdAfDb. 
&#062; Strukturelle Krise, noch von Exportstärke überdeckt 
Einverstanden
&#062; Fehlen gesellschaftlichen Kräfte, die Wende herbeiführen können
Lassen Sie uns daran arbeiten…
&#062; Energiewende: Großexperiment ohne Versuchsanordnung
Einverstanden; idealerweise erfolgt sie technologieoffen mit Preisen für Schadstoffe;
wie dumm, dass mit enormen Kosten vermiedene Emissionen bei uns dem globalen Klima nichts nützen, wenn nicht gleichzeitig die Förderung von Öl und Gas gedrosselt wird – aber warum sollten die Ressourcenbesitzer das tun? Möglicherweise bringen die politischen und technolgischen Maßnahmen die Ressourcenbesitzer dazu, aus Sorge vor geringerer künftiger Nachfrage aktuell besonders viel zu fördern. 
Gleichzeitig entwerten wir gut funktionierende Assets, ersetzen sie zwangsweise durch Technologieen mit insgesamt schlechter Energie- und Umweltbilanz, halsen uns unsichere Technologien mit teurer, neu zu schaffender Ausfallinfrastruktur auf und landen letzlich bei neuen Gaskraftwerken oder französischem Atomstrom. M.E. schaffen wir das Kunststück, enorm viel Geld auszugeben ohne dem Klima zu helfen.
&#062; Interventionistischer Zentralismus
Einverstanden (mit Ihrer Erwartung / Beschreibung des IST-Zustandes ;-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/der-konsequent-falsche-weg-der-ezb/#comment-168297">Dr. Gero von Grawert</a>.</p>
<p>@ Dietmar Tischer 18:48<br />
&gt; Megatrends / Regierung ohne wesentlichen Einfluss<br />
Ich stimme Ihnen zu, dass die Regierung Megatrends nicht ändern kann – aber sie kann beeinflussen, wie gut oder schlecht eine Volkswirtschaft (mal abgesehen von der EU) mit diesen Trends umgehen kann.<br />
Strukturwandel unter Wettbewerb ist die Lösung (SWL) oder „Schumpeter wird’s richten“:<br />
Die beste Strukturpolitik ist Wettbewerbspolitik, das Zulassen schöpferischer Zerstörung, Föderng des Unternehmertums, Bessere Rahmenbedingungen für Risikokapital, gute Bildung, Vermittlung wirtschaftlicher Zusammenhänge in den Schulen, Wissenschaft und Infrastruktur, technischer Fortschritt…<br />
&gt; Kapitalistisches System zu produktiv für Vollbeschäftigung im produzierenden Gewerbe<br />
Diese Ängste sind älter als Gerhard Hauptmanns „Die Weber“ und meines Erachtens falsch: SWL<br />
Der Markt ist flexibler als die Heerscharen derjenigen, die sich „schützen“ lassen, d.h. das Geld der anderen wollen.<br />
&gt; Jugendliche wollen in den Staatsdienst<br />
Wir brauchen eine Kultur, die Risiko stärker akzeptiert; geschäftlich zu scheitern muss o.k. und darf kein Stigma sein. Wenn es funktioniert, muss es sich aber auch lohnen.<br />
&gt; Dienstleistungsgesellschaft mit Billgjobs<br />
Angebotsschock auf dem Arbeitsmarkt und globalisierter Handel üben einen Lohndruck aus; technischer Fortschritt und gute Jobs erhöhen die Löhne; nach staatlicher Umverteilung sind die Nettoeinkommen in Dtld recht gleich. Den Billiglohnsektor sollte es geben: Ohne ihn würden gering Qualifizierte 0% ihres Einkommens selbst erarbeiten und von der Allgemeinheit für’s Daheimbleiben bezahlt (vdAfDb). Mit Billiglohnsektor und staatlichen Zuschüssen ist das Ergebnis besser als ohne. Ein hoher Mindestlohn führt zu vdAfDb.<br />
&gt; Strukturelle Krise, noch von Exportstärke überdeckt<br />
Einverstanden<br />
&gt; Fehlen gesellschaftlichen Kräfte, die Wende herbeiführen können<br />
Lassen Sie uns daran arbeiten…<br />
&gt; Energiewende: Großexperiment ohne Versuchsanordnung<br />
Einverstanden; idealerweise erfolgt sie technologieoffen mit Preisen für Schadstoffe;<br />
wie dumm, dass mit enormen Kosten vermiedene Emissionen bei uns dem globalen Klima nichts nützen, wenn nicht gleichzeitig die Förderung von Öl und Gas gedrosselt wird – aber warum sollten die Ressourcenbesitzer das tun? Möglicherweise bringen die politischen und technolgischen Maßnahmen die Ressourcenbesitzer dazu, aus Sorge vor geringerer künftiger Nachfrage aktuell besonders viel zu fördern.<br />
Gleichzeitig entwerten wir gut funktionierende Assets, ersetzen sie zwangsweise durch Technologieen mit insgesamt schlechter Energie- und Umweltbilanz, halsen uns unsichere Technologien mit teurer, neu zu schaffender Ausfallinfrastruktur auf und landen letzlich bei neuen Gaskraftwerken oder französischem Atomstrom. M.E. schaffen wir das Kunststück, enorm viel Geld auszugeben ohne dem Klima zu helfen.<br />
&gt; Interventionistischer Zentralismus<br />
Einverstanden (mit Ihrer Erwartung / Beschreibung des IST-Zustandes ;-)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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