Der intelligente Weg aus dem Corona-Tal

Die G30, eine Gruppe international führender Banker und Akademiker, haben einen Plan

Wie kann die Wirtschaft wiederbelebt werden? Diese Frage bildet den Schwerpunkt der neuen Ausgabe von „beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast mit Dr. Daniel Stelter“. Die Group of Thirty, kurz G30 oder auch das „Who’s who?“ der globalen Finanzwelt, hat dazu eine Studie samt Maßnahmenkatalog präsentiert. Die wichtigsten darin enthaltenen Punkte werden unter anderem durch den ehemaligen Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, den stellvertretenden Vorsitzenden der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Raghuram Rajan, und Douglas Elliott vorgestellt, einem Mann aus der Praxis des Unternehmens- und Finanzsektors.
Zu Beginn werden aktuelle Ereignisse analysiert und kommentiert, darunter auch die Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden. Zu einem großen Teil fließen außerdem Rückmeldungen und Fragen von Hörern ein, vor allem hinsichtlich der Kritik an der deutschen Impfstrategie.

Informationen zum Nachlesen finden Sie im Blog auf think-beyondtheobvious.com. Fragen und Rückmeldungen zu diesem Podcast schicken Sie per E-Mail an podcast@think-bto.com.

… oder hören Sie diesen Beitrag über Ihre eigene Player-App:

Kommentare (50) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Joerg
    Joerg sagte:

    @Impfen in Israel: was koennen wir lernen/abschaetzen; was kommt viell. auf uns zu?
    tagesspiegel.de/politik/erste-studien-vom-impf-vorreiter-israel-wie-gut-wirkt-der-biontech-impfstoff/26822512.html

    Ganz interessant:
    – bereits unter 1x Geimpften singt Infektionsrate der ueber 60Jaehrigen um 33% – 60% gegenueber Peers (Vergleich v. bereits Hunderttausenden)
    – Weshalb soviel Impfdosen: frueh gekuemmert und Datenlieferant fuer Hersteller? weil Pilotprojektcharakter? (digitalisiertes Gesundheitssystem – ginge bei uns gar nicht!)
    – Online-Buchungen, SMS/Email Erinnerungen, autom. Folgetermin-Einladungen
    – Wahlen schon E Mrz (Gas geben)
    – Regierungschef ruft persoenlich bei Pfizer an (Kumpel)
    – arab. Minderheiten lassen sich wohl nicht gleichermassen impfen?
    – gruener Pass fuer 2x Geimpfte (Aufhebung von Corona-bedingten Auflagen)

    aber auch beunruhigend: Impfkritische Facebookgruppen abgeschaltet?

    Hat’s genuetzt? Bisher anscheinend nicht: “Das öffentliche Vertrauen in den Staat liegt laut Umfragen so niedrig wie lange nicht.”

    “Was wollt ihr denn?
    M-a-o-a-m” ;-)

    LG Joerg

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Joerg

      Israel hat gegenüber Deutschland den großen Vorteil, dass dort niemand moralische Empörungsschreie ausstößt, wenn die politische Führung des Landes nationale Interessen definiert und eine “Israel zuerst”-Strategie fährt. Stellen Sie sich das mal in Deutschland vor…

      Antworten
    • PhilSt
      PhilSt sagte:

      In Israel gibt es ca. 20 Fälle von Gesichtslähmung.
      Etwa 240 israelische Bürger erkrankten an COVID-19, nachdem sie die erste Dosis des Pfizer/BioNTech-Impfstoffes erhalten hatten.
      Weitere Langzeitfolgen bleiben abzuwarten.
      Israel bekommt den Impfstoff vorzugsweise, weil Sie Daten an Pfizer geben.
      Ein großer Konzern bekommt den Zugriff auf eine zentrale Impfdatenbank eines Landes.

      Danach fangen wir dann an das die Grünen eine Fleischdatenbank machen, die sie zentral kontrollieren und jeder der zu viel rotes Fleisch isst, der muss mehr Krankenkassenbeiträge zahlen? Ist ja für die Gesundheit.

      Wenn das unsere Politiker mit uns machen möchten, habe ich kein Interesse daran ein Laborkaninchen zu sein.
      Impfausweis,um Einschränkungen für Geimpfte aufzuheben, das hört sich fast schon nach “Schöne neue Welt” an.

      Währenddessen in Norwegen:
      Nachdem über 20 Menschen möglicherweise an Nebenwirkungen von Corona-Impfungen in Seniorenpflegeeinrichtungen gestorben sind, veranlasste das die norwegische Gesundheitsbehörde, alten oder vorerkrankten Menschen eine Risiko-Nutzen-Abwägung vor der Impfung zu empfehlen.

      Werden die in Israel wahrscheinlich nicht feststellen, könnte ja zu Interessenskonflikten kommen.

      Antworten
      • Joerg
        Joerg sagte:

        Hallo PhilSt

        Israel: ich wollte nur Beschreiben, nicht alles Gutheissen.

        Pers. denke ich, dass es kein (einfaches, billiges) Entrinnen vor Corona gibt!

        SURFEN des Gesundheitssystems:
        Waere ich Laenderchef, wuerde ich die Massnahmen so einstellen, dass das Gesundheitssystem mehr gefoerdert, aber auch gefordert/nicht zuu ueberfordert ist. Regional kann das dann temporaer als Ueber- oder Unterforderung aussehen. Entscheidend ist die Gesamtheit.
        Das haette zwar lokale On/Off-Szenarien zur Folge, die man gut kommunizieren muss. Eben hart am Wind Surfen.

        Fuer meine Begriffe sind wir in der Summe zu strickt gewesen. Es ging nie unter 20% freie Intensivbetten, oder? Und jetzt wird’s schon wieder besser. Wozu also jetzt Draufhauen? Das bringt nur Unverstaendnis, Groll, Spaltung.

        Zu starke Lockdowns entlasten zwar im Moment, aber die Wellen kommen spaeter zurueck (Bsp Irland). Ohne Durchseuchung/Herden-Immunitaet geht es nicht. Also in Zeiten von freien Krankenhauskapazitaeten die jungen Leute “zum natuerlichen Durchseuchen freisetzen”. Die Alten/Risiko-Gruppen dagegen (die das moechten) impfen/schuetzen/isolieren.
        Mehr Fokus auf Eigenverantwortung, Unterstuetzung des Gesundheitswesens; weniger Fokus auf Verbote/Kontrollen/Panikmache.

        Wie ist deine Meinung, PhilSt?

        LG Joerg

      • PhilSt
        PhilSt sagte:

        Ein wissenschaftlicher Nachweis das Lockdowns wirken, wäre das erste was es benötigt.
        Eine Abwägung zwischen Risiko und Eigenverantwortung.
        Die Länder USA, Schweden, Deutschland sind alle sehr unterschiedlich mit dieser Krankheit umgegangen. Keine haben ein signifikante Übersterblichkeit.
        Die Überlebensrate liegt bei Covid19 bei 99,97%.

        Meiner Meinung nach muss man Risikogruppen schützen. Das heißt Homeoffice für Ältere und Lungengeschädigte ermöglichen. Altersheime und Alte benötigen Tests und sollten statt Öffis, Taxis nutzen. Da muss der Staat helfen.
        Gleichzeitg muss es wieder breite Debatten geben. John Ioannids und Matthias Schrappe als kritische Experten spielen KEINE Rolle weder in der Politk noch in der öffentlichen Meinung.

        Währenddessen sind 2020 Pfleger in Kurzarbeit geschickt wund Betten durch die Freihaltepauschale leergelassen. Ökonomischer und Medizinscher Unfug.

        Es muss ein klares Ziel definiert werden, was erreicht werden soll.
        Anfangs war es die Überlastung des Gesundheitsystems, dann der R-Wert, dann die Neuinfektionen.
        Bei einer Impfung hilft nur medizinische Aufklärung. Das hat über die Jahre der Hausarzt gemacht. Der hat auch einen Kühlschrank für den Impfstoff. Ein neue Infrastruktur von Impfzentren zu etablieren ist medizinischer und ökonomischer Wahnsinn.

        Ansonsten kann ich Ihnen einfach mal Gunnar Kaiser ans Herz legen. Ich bin zwar kein Libertärer, aber seine Argumentation zu den Themen Gesellschaft, Freiheit und Maßnahmenkritik ist scharrsinnig.

      • Joerg
        Joerg sagte:

        Danke, @PhilSt
        Darf ich Ihnen etwas auf den Zahn fuehlen?

        – haben Sie eine (serioese, israelische) Quelle fuer die 20 Gesichtslaehmungen als Impffolge in Israel? (ich fand nur 13? und nur in indischen Medien)

        – “wissenschaftlicher Nachweis das Lockdowns wirken”
        Wie meinen Sie das? Weniger Kontakt = weniger Infektion, braucht das einen wiss. Nachweis? Empirisch konnten wir das bei vielen Lockdowns beobachten.

        Dumm nur, dass Corona stets wiederkommt. Womoeglich sind aehnlich wie bei Herpes-Viren auch latente Covid19-Infektionen in der Population verbreitet. Ein Ausbruch kommt aber erst, wenn das Immunsystem einen fetten Schwinger bekommt. Nur so sind mE die vielen “unerwarteten”, ploetzlich “aus dem Nichts” aufflammenden Faelle zu erklaeren. Wir muessen damit leben (lernen). Corona ist eine neue “Grippe” die bleibt/wiederkehrt?

        – “Die Überlebensrate liegt bei Covid19 bei 99,97%”
        Meinen Sie ~99,7%? (100% – die 0,3% von Ioannidis)

        – “Anfangs war es die Überlastung des Gesundheitsystems, dann der R-Wert, dann die Neuinfektionen”
        Haengt das nicht alles zusammen, also soo verschieden sind die Ziele/Parameter nicht?

        Alle anderen Aussagen/Gedanken finde ich interessant und bedenkenswert.

        Gunnar Kaiser sagte mir nix. YouTube-Schauen dauert mir oft zu lang, lese lieber …

        LG Joerg

      • PhilSt
        PhilSt sagte:

        Was werten wir als seriöse Quelle? einige russische Medien haben darüber berichtet und indische wie sie sagen aber auch die jerusalem post. Wo sie aber ganz klar recht haben es waren 13 und nicht 20. Hab da Norwegen und Israel durcheinandner gebracht.
        Circa. 20 ältere Personen sind in Norwegen kurz nach der Impfung gestorben. (ärzteblatt:COVID-19: Norwegen ändert Impfanweisungen für ältere, gebrechliche Menschen)

        https://www.jpost.com/health-science/13-people-suffered-face-paralysis-after-corona-vaccine-655542

        Die Wirkung von Lockdowns ist eben nicht nachgewiesen. Warum?
        1. Kolleteral Schäden, auch medizinische aufgrund von Suizid, verschobenen OPs etc., Ausgesetzte Behandlungen weil die Patienten Angst haben
        2. maximal kurzfristige Wirkung, langfristig ist aber ein Lockdown nicht stemmbar
        3. Vulnerable Gruppen können kaum Kontakte reduzieren.
        Für weitere Infos: John Ioanidis und Matthias Schrappe
        https://www.achgut.com/artikel/fundstueck_neue_ioannidis_studie_erweist_lockdowns_als_wirkungslos

        Überlebensrate haben sie mich auf einen hässlichen Tippfehler aufmerksam gemacht. es sind 99,7%.

        Die Zahlen hängen zusammen, aber sie sind nicht weit weg davon im Nebel herumzustochern. Schrappe hat darauf mehrfach aufmerksam gemacht, er hat sich für Kohortenstudien eingesetzt. Um zu wissen wo der Virus sich wie in der Bevölkerung verteilit hat. Gibt ein Interview von ihm im ZDF, und einige Beiträge von ihm in der arte-doku Corona: Sicherheit kontra FreiheitDeutsche, Franzosen und Schweden in der Krise

  2. Mohnburg
    Mohnburg sagte:

    Verehrte bto-Gemeinde,
    kann jemand weitere kompetente, seriöse und parteiunabhängige podcasts zum Themenkomplex „politics & economics“ empfehlen? Falls das schonmal irgendwo gepostet wurde, bitte ich um Nachsicht.
    Danke!

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Mohnburg

      Kein Grund, sich zu entschuldigen, die Frage ist gut. Wirklich weiterhelfen kann ich Ihnen leider nicht, auch weil ich kein dezidierter Podcast-Freund bin und alle möglichen Formate konsumiere, die ich interessant finde, und von denen nur manche zufällig Podcasts sind.

      Ich würde mir Joe Rogan auch angucken wenn der eine Fernsehsendung hätte (und ein interessanter Gast zu ihm kommt, also vielleicht ein Elon Musk oder ein Edward Snowden und nicht gerade Miley Cyrus oder irgendein MMA-Kämpfer, von dem ich noch nie gehört habe), dass Rogan einen Podcast macht ist aber mir relativ egal.

      Wenn es speziell um Podcasts gehen soll, kann ich Ihnen unironisch den von der “Achse des Guten” empfehlen. Der ist politisch unkorrekt, aber Sie fragten ja nach “Parteiunabhängigkeit” und nicht nach parteipolitischer Neutralität.

      Und als ironische Empfehlung möchte ich Ihnen den Interview-Podcast “Ne gute Stunde mit Eva Schulz” vom öffentlich-rechtlichen Funk-Netzwerk für jugendliche Zuhörer (also alle unter 40) ans Herz legen. Da macht das Anhören aber nur Spaß, wenn der Gast kontrovers ist, denn die Moderatorin Eva Schulz ist die typische linksgrüne öffentlich-rechtliche Quotenfrau mit moralischem Sendunngsbewusstsein. Schwer zu ertragen, wenn die eine von Ihresgleicen wie beispielsweise Dunja Hayali eine Stunde lang beschmust. Aber mit rechten Gästen extrem unterhaltsam.

      Hier meine Lieblingsfolge – Eva Schulz verzweifelt an Philipp Amthor:
      https://www.funk.net/channel/deutschland3000-ne-gute-stunde-mit-eva-schulz-12034/philipp-amthor-was-bedeutet-konservativ-fuer-dich-1645083

      Antworten
    • PhilSt
      PhilSt sagte:

      Ich kann “Wohlstand für alle” empfehlen, die stark keynsianisch sind, manchmal das absolute Gegenteil sagen von Herrn Stelter, ich finde den Perspektivwechsel erfrischend. Dialektisches Denken muss aber vorhanden sein – ansonsten regt man sich nur was “die andere Seite” sagt.
      Ansonsten gibt es einige Podcasts vom Handelsblatt.

      Antworten
  3. Christian Everts
    Christian Everts sagte:

    Sehr geehrter Herr Dr. Stelter, vielen Dank erstmal auch für den in dieser Woche sehr informativen und gelungenen Podcast.
    Ich möchte Sie gerne auf ein Thema aufmerksam machen, welches Sie zwar bereits seit Wochen wiederholt in Ihren Podcasts anschneiden, aber zumeist den Fokus (zurecht) auf die Probleme unserer Mittelständler legen.
    Ich arbeite selbst als Strategie und IT-Berater und erlebe gerade, dass Unternehmensberater nach zwei schwachen Jahren wieder volle Auftragsbücher haben und Kunden gewillt sind langfristige und sehr hochdotierte Aufträge auszuschreiben.
    Wenn es sich hierbei um Großteils um IT-Transformationsprojekte handeln würde, so würde ich dies unter dem Abbau technischer Schulden (und den Erkenntnissen der Corona-Erfahrungen) verbuchen, aber die Aufträge und Vorhaben sind breit gefächert und beschränken sich vielfach nicht allein auf Tech, sondern umfassen M&A und strategische Investitionen – analoges höre ich aus den CF-Abteilung der Investmentbanken (explizit geht es hier nicht um Restrukturierungs- und Insolvenz-M&A).
    Auf der anderen Seite sehe ich die Probleme mittelständischer Unternehmen im engsten Bekannten- und Familienkreis, weshalb ich mich Frage woher die Zuversicht in den deutschen Führungsetagen für einen substantiellen und langanhaltenden Aufschwung kommt (immerhin handelt es sich um mehrjährige Investitionsprogramme im sechsstelligen Bereich).
    Der aktuell vorhandene bessere Liquiditätszugang größerer Unternehmen sollte hoffentlich kein substantieller Antreiber für die Entscheider sein, oder?
    Mit besten Wünschen
    Christian Everts

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Christian Everts

      “Auf der anderen Seite sehe ich die Probleme mittelständischer Unternehmen im engsten Bekannten- und Familienkreis, weshalb ich mich Frage woher die Zuversicht in den deutschen Führungsetagen für einen substantiellen und langanhaltenden Aufschwung kommt (immerhin handelt es sich um mehrjährige Investitionsprogramme im sechsstelligen Bereich).”

      Na ganz einfach: Wenn die mittelständische Konkurrenz pleite geht, führt das natürlich zu mehr Zuversicht bei den Großkonzernen. ;)

      Antworten
  4. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Zu G30:

    a) Es gibt im KAPITALISTISCHEN System eine BEGRENZUNG der ABSORPTION von Gütern und Dienstleistungen, d. h. eine Begrenzung des auf Güterproduktion und Dienstleistungen beruhenden WACHSTUMS mit der FOLGE von potenziell STEIGENDER Arbeitslosigkeit.

    Die vergleichsweise NIEDRIGEN Wachstumsraten für die entwickelten Volkswirtschaften zeigen dies.

    b) Das POTENZIAL an Arbeitslosigkeit ist durch die nach WK II mit hoher Produktivität nahezu UNUNTERBROCHENE Generierung von Gütern und Dienstleistungen gestiegen, d. h. die DISKREPANZ von Wohlstandsschaffung und Absorption hat zugenommen.

    Dies ist u. a. daran zu erkennen, dass im Renditewettbewerb auch erfolgreiche Unternehmen seit Jahrzehnten MEHR auf Kostensenkung als auf Absatzzuwachs setzen mussten (beispielhaft dafür: Lohnzugeständnisse für zeitliche Arbeitsplatzgarantien) und/oder in WACHSTUMSSTARKEN Ländern wie China INVESTIERT haben.

    c) Die Diskrepanz ist durch UMVERTEILUNG ein wenig zu mildern, aber NICHT aufzuheben.

    Alles andere ist diesbezüglich ILLUSION (Fuest).

    d) INNOVATIONEN, wie Schumpeter sie im kapitalistischen System versteht, KÖNNEN der herrschenden Tendenz nach – VOLLDIGITALISIERUNG der Wirtschaft – das Potenzial an Arbeitslosigkeit NICHT verringern.

    Es gibt Hinweise dafür, dass es DADURCH sogar wächst.

    Insbesondere die unstrittigen Effekte des ONLINE-Handels stützen ERKENNBAR diese Auffassung.

    SCHLUSSFOLGERUNG aus a) bis d):

    A) Im kapitalistischen System der entwickelten Volkswirtschafte STEIGT die potenzielle ARBEITLOSIGKEIT.

    B) ARBEITSLOSIGKEIT ist das ALLES ANDERE überragende PROBLEM der REGIERUNGEN.

    Begründung:

    Ist die Arbeitslosigkeit zu HOCH, dann fällt die Gesellschaft in DYSFUNKTIONALITÄT und mutiert zu GEWALT.

    Das ist leicht einsehbar so:

    Wer arbeitslos wird, VERLIERT schlagartig an PARTIZIPATIONSMÖGLICHKTEN im System, d. h. erzwungener VERZICHT auf Konsum an Gütern und Dienstleistungen.

    Dysfunktionalität und Gewalt sind NICHT Spekulation, sondern historisch BEWIESEN im letzten Jahrhundert und zu Recht gefürchtet anhand der furchtbaren Ereignisse, die sich nicht nur, aber AUCH aufgrund von Massenarbeitslosigkeit ergeben haben – und die NICHT mit Sicherheit zu VERHINDERN sind.

    Dies wegzudiskutieren, ist GESUNDBETEREI, aber nicht REALISMUS.

    Die jüngsten Ereignisse in USA unterstützen diese Auffassung, wenngleich hier der Verlust von Partizipationsmöglichkeiten nicht in der Arbeitslosigkeit, sondern in der PERSPEKTIVLOSIGKEIT derer, die GERINGE Einkommen beziehen, liegt.

    Schlussfolgerung aus A) und B):

    D) ARBEITSLOSIGKEIT wollen die Regierungen um JEDEN Preis verhindern.

    E) ARBEITSLOSIGKEIT steigt MASSIV durch eine Kaskade von INSOLVENZEN.

    Schlussfolgerung aus D) und E):

    F) Eine Kaskade von INSOLVENZEN wollen die Regierungen um JEDEN Preis verhindern.

    Die Notenbanken spielen dabei eine ENTSCHEIDENDE Rolle.

    Zombifizierung von Unternehmen ist daher der UNVERMEIDLICHE Effekt.

    G) Da Insolvenzen nicht völlig zu verhindern sind, wird der SOZIALSTAAT ausgebaute, um die FOLGEN von gering gehaltener, aber dennoch entstehender Arbeitslosigkeit zu MILDERN.

    Dies verhindert den ABFALL vom System, kann aber dieses NICHT zu mehr WACHSTUM bringen.

    Die demografische Entwicklung VERSTÄRKT die Abhängigkeit vom Sozialstaat (guter Punkt im podcast).

    H) Mit WACHSENDER Abhängigkeit vom Sozialstaat VERMINDERT die Gesellschaft ihr Potenzial, Wohlstand zu generieren.

    Schlussfolgerung aus F) bis H)

    I) Es besteht insoweit ein KONSENS von Regierungen und mehrheitlich der Bevölkerungen soweit B) – die Arbeitslosigkeit – HINREICHEND minimiert wird.

    Er ist länderübergreifend und nicht auf die EU beschränkt.

    J) Es gibt aufgrund des Konsenses KEINE gesellschaftliche KRAFT, die ihn DURCHBRICHT.

    Wahlen BESTÄTIGEN dies insbesondere in Gesellschaften mit stark ausgebauten SOZIALSYSTEMEN – bis auf weiteres, aber mit ABNEHMENDER Gewissheit.

    Schlussfolgerung aus H) und J)

    K) Die KONSEQUENZEN, fallende Wettbewerbsfähigkeit gegenüber China vor allem, und kontinuierliche WOHLSTANDSVERLUSTE werden von den demokratischen REGIERUNGEN und den BEVÖLKERUNGEN akzeptiert.

    Wahlen bestätigen dies insbesondere in Gesellschaften mit stark ausgebauten SOZIALSYSTEMEN – bis auf WEITERES, aber mit ABNEHMENDER Gewissheit.

    SCHLUSSFOLGERUNG aus K)

    L) Man MUSS sich auf fallenden Wohlstand der Gesellschaft EINSTELLEN.

    FAZIT:

    G30 blendet die aufgezeigte PROBLEMSICHT aus.

    Daher sind die dargelegten Erörterungen teilweise und die Empfehlungen unterm Strich IRRELEVANT für die WEITERE Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft in den entwickelten Volkswirtschaften.

    Die REALISTISCHE Lösung des Problems der Arbeitslosigkeit besteht darin, dass der KONSENS durch die Bevölkerungen ZUNEHMEND und damit – bei dadurch WEITEREN Wohlstandsverlusten – MEHRHEITHLICH aufgegeben wird.

    DADURCH wird zwar bezüglich der Arbeitslosigkeit NICHTS besser, aber ANDERES wird viel SCHLECHTER, d. h. noch WENIGER wird akzeptiert werden.

    Der dann zu erwartende Zustand der Gesellschaften ist OFFEN, verspricht aber NICHTS Gutes.

    Antworten
    • markus
      markus sagte:

      Hmm… irgendwie kann ich Arbeitslosigkeit aufgrund von Überproduktion (wie geschildert) nicht als nicht so negativ ansehen…

      Mögliche Lösungsansätze:
      – Reduktion der Arbeitszeit (z.B. 35 h / Woche)
      – besserer Betreuungsschlüssel in relativ unproduktiven Zweigen wie Pflege, Krankenhaus, Bildung (Schulen)
      – mehr Grundlagenforschung (größeres Risiko, dass sich etwas nicht in bare Münze verwandeln lässt… und damit im Schnitt vielleicht unproduktiver)
      – …. wenn es nicht schon so spät wäre, würde mir bestimmt noch mehr einfallen ;)

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Markus

        WAS auch IMMER vorgeschlagen wird:

        Das INDIVIDUELLE Einkommen darf NICHT sinken.

        Würde es sinken, machten die Menschen NICHT FREIWILLIG mit.

        Gegen ZWANGSWEISES Sinken, d. h. ENTLASSUNG, oder KEIN hinreichend ERREICHBARES wegen ungenügender Qualifikation, fehlenden Arbeitsplätzen etc. können sie sich zwar NICHT wehren, MACHEN aber den Staat dafür VERANTWORTLICH.

        Das ist das PROBLEM der Regierenden, das sie vermeiden MÜSSEN, wenn die Gesellschaft STABIL BLEIBEN soll.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @@ markus, tischer 00:11 – 00:32

        das sind die auswirkungen und schmerzen der umverteilungspolitik, vorallen durch ungerechte steuern in der gesellschaft!

        stichwort: schonung der höheren einkommen.
        warum gibt es überhaupt die “bemessungsgrenzen zu den sozialversicherungen”?
        steuer-obergrenzen?
        -ein privileg und ein mittel der gesellschaftsspaltung, – gut für die herrscher!

    • troodon
      troodon sagte:

      @Dietmar Tischer
      “L) Man MUSS sich auf fallenden Wohlstand der Gesellschaft EINSTELLEN.”
      Darauf einstellen muss man sich, aber ich sehe D noch nicht an dem Punkt angekommen, an dem der Wohlstand (gemessen BIP/Kopf) in den nächsten z.B. 10 Jahren tatsächlich bereits fallen wird.
      Dafür ist das weltweite Nachfragepotential auch nach deutschen Produkten noch zu hoch, die Marktsättigung noch zu gering. Aber es gibt selbstverständlich Risiken für diese relativ optimistische Sichtweise.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ troodon

        Ich bin sicher, was den PFAD anlangt.

        Keine Ahnung, wie der Zeitverlauf ist.

        Ich bin pessimistischer als Sie, weil ich MEHR internationale Probleme sehe und auch die Energiewende deutlich negativ bewerte.

        Das produzierende Gewerbe hat seit 2018 jedenfalls eine fallende Kurve.

        Das allein besagt noch nichts.

        Sie könnten Recht haben, aber da darf nicht viel passieren.

  5. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @ Foxxly 13:16

    „meine einlassungen sind grundsätzlicher art!“

    Sie schreiben „lösung: … wenn …, dann … wäre die bisherige praxis …“

    Kausallogische Herangehensweise an eine komplexe Problemstellung. Kann man so machen, wird oft auch mangels Zeit gemacht. Fürchte, das geht wie immer schief, d.h. es kommt ungewolltes dabei heraus. Zumeist sogar das Gegenteil von dem „dann“.

    Wie sollen Ihre Überlegungen real umgesetzt werden?

    Wer trägt die Verantwortung, wenn es schief geht? Wer riskiert die Umsetzung in Verantwortung? Warum sollte es „jemand“ (eine Kanzler*in, eine Partei, das Volk) tun, wenn sich womöglich niemand anschickt die Verantwortung zu tragen?

    Die Fragen allerdings müsste man bei allen im Blog vorgetragenen Vorschlägen, gelegentlich auch meinen, vor dem Umsetzen von Ideen klären.

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ jürgen p 16:30
      zunächst eine gegenfrage: wer verantwortet das heutige katstrophale ausbeute- und vernichtungssystem? alle handeln verantwortungslos! sonst würden sie das aktuelle system sofort abschaffen!

      nun, meine lösung sind das ergebnis, jahrelangen grübelns, wo sind die ursachen und worin könnte es eine lösung geben. ich wollte das vorhande nicht nur kritisieren, sondern suchte auch nach anderen und besseren lösungen.

      ich habe mir vorgestellt, dass die Eu bestens geeignet wäre, so ein neues system umzusetzen und dieses auch zu verteidigen.
      die Eu ist in seiner gemeinsamkeit gescheitert.
      aktuell muss die lage und not noch dramatischer werden, damit andere lösungen umgesetzt werden können.

      momentan ist mir wichtig, überhaupt lösungen zu haben, wenn das derzeitige hops geht.

      ich denke, das problem der umsetzung könnte an der zeit die man dazu braucht, aber vorallen an den akteuren der macht scheitern, weil mein system kein “herrschafts- und machtsystem” mehr wäre.

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @foxxly

        “nun, meine lösung sind das ergebnis, jahrelangen grübelns, wo sind die ursachen und worin könnte es eine lösung geben. ich wollte das vorhande nicht nur kritisieren, sondern suchte auch nach anderen und besseren lösungen.”

        Grübeln bringt Nichts.

        Man soll das Leben lieber mit Humor und Sarkasmus nehmen. Ein herrlicher blog mit treffend-zynischem und humorvollem Sarkasmus ist … :

        https://kassandraskristallkugel.wordpress.com/2020/11/30/spiels-noch-einmal-joe/

        Ich denke, dass “kassandra” völlig richtig tippt, mit seiner Aussage…..:

        “Joe Biden wird Donald Trump nachfolgen. Es ist das erste Mal seit überhaupt, daß zwei Präsidenten hintereinander nur eine Amtszeit haben werden.”

    • ruby
      ruby sagte:

      @ foxxly
      Sie können nachforschen, wann und wofür die EG/EU die Subsidiarität für demokratischen Zentralimis kippte.
      Neben den drei sich arrangierenden Kräften USA, Russland, China ist nur noch das Dienermodell realisierbar. Secretary of State Mike Pompeo fährt nächste Woche nach Bruxelles und pustet den Unfähigen die Flausen aus.
      Also better be quick
      https://www.state.gov/the-west-is-winning/

      Antworten
  6. Dr. Lucie Fischer
    Dr. Lucie Fischer sagte:

    @ Herrn Dr. D. Stelter,
    Vielen Dank für den wieder spannenden Podcast, Ihr im Februar erscheinendes Buch verspricht spannende Weiterbildung & Lektüre.
    Da Sie Ihre Überzeugung von Notwendigkeit und Wirksamkeit der Impfung gegen Covid 19 betont haben, richte ich an Sie die Frage:
    Gehen Sie davon aus, dass für die mit Sicherheit zu erwartenden weiteren Virus-Mutationen engmaschig Folge-Impfungen notwendig sein werden? Volatiltät/ Spontanmutationen/ sind die Stärke aller Viren, seit Beginn.
    Falls Sie davon überzeugt sind , wären massive Investitionen/ Aktiekauf/ in Impfstoff-Hersteller die folgerichtige Konsequenz. ( Pharma-Goldgrube) .
    Da Viren alle Lebewesen seit mindestens seit 200 Millionen Jahren begleiten, wundere ich mich , warum und wie es Arten/ auch dem Mensch/ bisher gelingen konnte, deren Angriffe überhaupt zu überleben. ( z.B. Herpes-Viren, gegen die es keinen Impfstoff gibt) .
    Vielen Dank auch für den Hinweis der Gruppe G30 , deren Mitglieder z.T. bekannte Gesichter sind:
    T. Geithner, J Yellen , Paul Krugmann & Mario Draghi, dessen Stimme doch sehr fehlt:
    La voce del patrone/ His / Her/ masters voice:
    https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=his+masters+voice
    Warum muss ich nur an die Fabel von den Wölfen denken, die ein Konzil über die Zukunft der Herde abhalten?

    Antworten
  7. troodon
    troodon sagte:

    Mit leuchtet nicht ein, die ungleiche Vermögensverteilung in D kleinzurechnen, indem auf die Rentenansprüche verwiesen wird, um damit eine Vermögenssteuer/Vermögensabgabe abzulehnen. Es wird zu recht (nicht in diesem Podcast) auf die höheren Renten in anderen EU Ländern verwiesen, wenn man die Ersatzquote als Vergleichsbasis nimmt. Zusätzlich noch die längere Bezugsdauer der Renten in anderen EU Ländern berücksichtigt, empfinde ich DIESEN Ansatz nicht als besonders starkes Argument gegen eine Vermögensteuer in D.

    Förderung von Vermögensaufbau der Mittelschicht, selbstverständlich ja.

    Antworten
    • PhilSt
      PhilSt sagte:

      Zustimmung.
      Man kann das eine machen (Vermögenssteuer), und das andere nicht lassen (Vermögensaufbau der Mittelschicht UND Geringverdienern).
      .
      Gerne auch erst ab einem Vermögen von 5Millionen Euro pro Person, da trifft es nicht ausversehen wirklich jemanden aus dem Mittelstand.
      Wenn dann ein Mittelständler ein paar Wohnungen (zuviel) hat, kann er ja die einfach seinem Kind/Frau überschreiben. Bei Vater/Mutter/Kind/und einer Person ü70. Reden wir von einem Familienvermögen von 20Millionen Euro. Ich weiß nicht in welchen Sphären wir uns dann bewegen um das noch als “Mittelschicht” zu bezeichnen.

      Antworten
      • Mohnburg
        Mohnburg sagte:

        Sie bzw. fast alle würden sich wahrscheinlich wundern, WER aus dem Blickwinkel der enteignungsfreudigen Politiker als “REICH” bezeichnet wird. Mir fehlen dazu im Augenblick die konkreten Quellenverweise (oft auch nur in Interviews geäußert). Vielleicht kann das bto-Team im Hinblick auf bevorstehende Wahlkampf-Diskussionen hierzu mal Fakten oder einen Parteienvergleich recherchieren.
        Für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist reich “wer über mehr als das Dreifache des Medians der Nettoäquivalenzeinkommen der Gesamtbevölkerung verfügt”. Das wären zur Zeit ca. 5.650 € netto Monatseinkommen.
        Finanzminister Scholz, mit einem Monatseinkommen über 15.000 €, bezeichnete sich in einem ARD-Interview selbst als “noch nicht reich“.
        Wenn also der Ruf nach Vermögensabgaben resp. Vermögenssteuern “für REICHE” laut wird, sollte neben der ökonomischen Verhältnismäßigkeit zunächst nach sauberer Definition gefragt werden.

    • troodon
      troodon sagte:

      @Mohnburg
      “nach sauberer Definition gefragt werden”
      DAS sehe ich auch so.

      2 Mio€ würden aktuell für einen 60jährigen in einer sofort beginnenden privaten Rentenversicherung unter € 7.000,– LEBENSLANGE Rente bringen. Über den Sinn einer solchen Entscheidung geht es mir jetzt dabei nicht.

      Scholz wird später über diese Summe kommen, wenn er sein garantierte Pension bezieht.
      Insofern wäre dann (Einführung Vermögenssteuer) auch eine Zusatzsteuer für besonders hohe Pensionen angebracht bzw. macht eine Betrachtung des Vermögens OHNE Einbeziehung der gesicherten Einkommen wenig Sinn.

      Aber eine Forderung nach einer “Die gute Steuer auf besonders hohe Pensionen” habe ich von Olaf&Co noch nicht vernommen…

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @troodon

        “Aber eine Forderung nach einer „Die gute Steuer auf besonders hohe Pensionen“ habe ich von Olaf&Co noch nicht vernommen…”

        Die SPD glaubt wahrscheinlich ernsthaft, dass hohe Politikerpensionen die Wirtschaft tatsächlich noch ankurbeln anstatt sie parasitenähnlich auszusaugen.

        Dazu passt eine verräterische Debatte mit Saskia Esken, bei der es allerdings um überhöhte Gehälter für politisch entsorgte Minderleister*innen (Andrea Nahles) mit SPD-Parteibuch ging. Zu vermuten ist allerdings, dass die bei Pensionen genauso argumentieren:

        “Ein Nutzer schrieb Esken am Donnerstag, die Frage nach der Rechtfertigung des Gehalts – Nahles würde Berichten zufolge 150.000 Euro im Jahr bekommen – sei durchaus interessant. „Ich z.B. arbeite im Einzelhandel und finanziere damit einen Teil ihrer Diäten.“ Esken antwortete: „Und ich zahle daraus nicht nur Steuern, ich kaufe davon auch jeden Tag ein. Wer finanziert jetzt wen?”
        https://www.focus.de/politik/deutschland/abgeordnetengehalt-wer-finanziert-hier-wen-spd-chefin-esken-empoert-mit-tweet-zu-andrea-nahles_id_11993260.html

      • troodon
        troodon sagte:

        @Richard Ott
        Eskens Äußerung war ein echtes Highlight. Denn es macht deutlich, wie verachtend die Denke von so manchem Volksdiener ist.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @troodon

        Ich weiß nicht, ob es Verachtung ist. Definitiv Entrückung von der Realität.

        Aber worauf ich hinaus will, ist die dahinterstehende Denkweise. Solche wohlversorgten Sozialisten scheinen zu glauben, dass es in einer Volkswirtschaft nur darauf ankomme, irgendwie Geld hin- und herzuschieben, wie in einem Heizungskreislauf mit einer Umlaufpumpe. Die etwas Intelligenteren bei den Sozialisten nennen das dann “Keynesianismus” oder “nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik”.

        Dass es wertschöpfende und nicht-wertschöpfende Tätigkeiten gibt, ist gar keine Kategorie in deren Denken. Waren und Dienstleistungen sind immer da, irgendjemand wird sie schon produzieren, irgendwie, und die SPD kann sich währenddessen aufs Umverteilen konzentrieren. Gleicher Mechanismus bei den Grünen und der Frage, wo ausreichend Strom eigentlich herkommen soll, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint.

        Dieses Desinteresse am Produktionssektor hat schon die DDR in die Pleite getrieben, aber Sozialisten sind offensichtlich nicht lernfähig.

        Schlussfolgerung: Die SPD wird eher noch versuchen, die Pensionsansprüche für ihre Amts- und Mandatsträger und sonstigen staatlichen Subventionen für die Partei weiter *auszubauen*, und zwar *insbesondere dann*, wenn die Wirtschaft schlecht geht. Denn angeblich könnte man die Wirtschaft ja damit ankurbeln. Wenn wir nicht aufpassen, nehmen die auch noch den Witz von Keynes ernst und verbuddeln irgendwo tatsächlich Goldnuggets und Edelsteine in Flaschen, damit die danach wieder ausgegraben werden können, vielleicht sogar von den gleichen Personen. Denn das “schafft Arbeitsplätze”, gerade in der Wirtschaftskrise.

  8. R. Lessmeier
    R. Lessmeier sagte:

    Wieder die Verteidigung der absurden “Alles-6-mal-bestellen-Ideologie”!

    Typische Impfstoffhersteller wie AstraZeneca, Sanofi, Janssen, etc. haben jeweils große Kapazitäten. Deren standardisierte Produktion zu erweitern sollte kein Problem sein.
    Aber wer will in D den AZ haben? Mit 70% Wirkung!

    2 Engpässe sind bekannt: die Durchstechampullen sowie die neuartigen mRNA-Wirkstoffe, weil die Firmen noch nie Impfstoffe hergestellt haben (BioNTech und CureVac).

    Wenn jetzt alle 6 Impfstoffe bestellt worden wären, dann hätten die ‘Platzhirsche’ AZ und Sanofi die Ampullen bekommen und die Newcomer nicht. Trotzdem hat die Bundesregierung 250mio€ für die Glasherstellung gegeben.

    Die Erweiterung der mRNA-Produktion hätte im Juli’20 beginnen sollen, wird angemahnt. Im FAZ-Artikel ist Erwerb und Ertüchtigung des Marburger Werkes beginnend im August’20 detailliert beschrieben. Nach Umbau, Genehmigung, Reinigungsdauer des Reinraumes (3-4 Wochen), Anfahren der Produktion und Abnahme geht es im Februar’21 los. Die Wirkstoffproduktion soll dann wirklich enorme 1,3mrd Dosen p. a. betragen.

    Zusätzliche Erweiterungen auf 2mrd Dosen bis YE’21 sind begonnen. Dazu gehört auch das zitierte Baxter in Halle(Westf.)

    Das einzige kritikwürdige an der Beschaffung ist das Festhalten an der ‘ordentlichen’ Zulassung. Diese unsere Bedingung erlaubte es den geschäftstüchtigen Pfizers, die gesamte Vorproduktion von 50mio Dosen an USA, UK und IL zu verkaufen. Das hat nichts mit der Beauftragung durch die EU zu tun.

    Antworten
    • JürgenP
      JürgenP sagte:

      @ R. Lessmeier
      „Das einzige kritikwürdige an der Beschaffung ist das Festhalten an der ‚ordentlichen‘ Zulassung“.

      Unterstellt man, dass das Kapazitätsproblem – wie Sie schreiben – keines ist, so ist das „Festhalten“ keineswegs die einzige kritikwürdige Position der „Beschaffung“.

      Es ist auch & insbesondere zu kritisieren, dass das regierungsamtliche Havariemanöver in der sich anbahnenden Situation sich so verhält, als ob die Feuerwehr während des Großbrandes ihre Löschutensilien über Amazon & Co bestellt und warten muss, bis der Transport anlandet.

      Wenn man denn schon – verschuldet ! – ins Großbrandszenario gleitet, gilt allein der Löscherfolg. Egal wie. Insofern gebe ich Dr. Stelter vollkommen recht. Bestellen was nur irgend möglich ist, wäre die richtige Option gewesen. Alle Risiken auf Seiten des Staates.

      „Verschuldet“ deshalb, weil das drohende Großbrandszenario (sprich SARS-Covid-Szenario) keineswegs überraschend kam. Es hat sich mit 7 (!) Jahren Vorlauf angekündigt und konnte jederzeit eintreten. Als erste Flammen zündelten, noch weit entfernt, gab es weit und breit keine qualifizierte Vorbereitung des Bazooka-Covid 19-Havariekomandos Berlin Mitte.

      Fakt.

      Das „Festhalten an der ‚ordentlichen‘ Zulassung“ und damit verbundene Zögern drückt am Ende nur noch das Unvermögen der Akteure aus, aus dem Schlaf- sofort in den Havariemodus umzusteigen.

      Antworten
      • R. Lessmeier
        R. Lessmeier sagte:

        Leider bin ich Feuerlöschwesen nicht so bewandert, dass ich die letzten Ziselierungen Ihres Vorschlags beurteilen kann.

        Lesen Sie einfach die Weltpresse: Das Ehepaar Sahin/Türeci hat im Januar’20 am Frühstückstisch die Idee gehabt, mRNA zu ertüchtigen.
        Welche Strafe schlagen Sie für diese, angeblich um 7 Jahre verspätete Erkenntnis vor?
        Wo genau detektieren Sie eine Havarie?

      • PhilSt
        PhilSt sagte:

        Dann lassen sie sich also irgend eine Substanz in ihren Arm reinschießen ohne dessen Wirkung zu kennen? Pfizer wirds schon richten?

        Eine ordentliche Zulassung, die es in der EU schon gar nicht gab, diese Studien die gemacht worden sind eine Beleidigung für jeden der die sich einmal angeschaut hat.
        Sie können gerne sich mit irgendwas impfen lassen, wo man keine verlässlichen Daten zu hat.
        Aber lassen sie jegliche Vergleiche mit Rettungsszenarien. Rettungsszenarien passen nur wenn es mal vorher eine Risikoabwägung gegeben hätte, die kann ich weder in der öffentlichen Debatte noch bei den Pharmakonzernen erkennen.

        https://sebastianrushworth.com/2021/01/10/are-the-covid-vaccines-safe-and-effective/

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @PhilSt
        “Rettungsszenarien passen nur wenn es mal vorher eine Risikoabwägung gegeben hätte”

        Warnhinweise zu einem Pandemierisiko gab es mehr als genug. Rettungsszenarien dagegen nicht, weder öffentlich diskutiert, noch mit Pharmakonzernen. Man schob das Thema in einer Fussnote vom Bund zu den Ländern und das war’s.

        Was man heute mangels Vorbereitung mittels “mRNA-Infektionsschutz” probiert, ist das Löschen eines Feuers mit Dynamit. Hin und wieder klappt es, es kann aber auch gewaltig nach hinten losgehen.

      • PhilSt
        PhilSt sagte:

        @JürgenP

        Pandemiehinweise? Sie meinen eher Planspiele wie man eine Bevölkerung entmüdnigen kann.
        Welche Pandemie? Eine Krankheit die zu keiner signifikanten Übersterblichkeit führt? Mit einer Überlebensrate von 99,7%?
        Covid-19 ist real.
        Aber bitte auch mal John Ioannidis und/oder Matthias Schrappe zur Kenntnis nehmen.

      • Joerg
        Joerg sagte:

        Danke fuer den Link, PhilSt

        sebastianrushworth.com/2021/01/10/are-the-covid-vaccines-safe-and-effective/

        Fuer Lesefaule:
        – ueber 70J: sich impfen lassen (Covid19-Gefahr)
        – Fuer unter 70J: optional (er schlaegt keine Impfung vor, sondern auf Immunsystem vertrauen)
        – Wirkweise, Studien und Nebenwirkungen werden erklaert. Fazit: Impfung mit MODERNA > PFIZER >> ASTRAZENECA (wirkt schlechter, mehr Nebenwirkungen)
        – Wir wissen bisher nix/zuwenig zu Nebenwirkungen bei Kindern, Schwangeren, Autoimmunerkrankte (diese sollten abwarten)
        – Witzig, in den Kommentaren: “Um einen umfassenderen Schutz zu entwickeln: Juengere Leute sollten sich lieber real anstecken, anstatt impfen zu lassen”!?

        LG Joerg

      • PhilSt
        PhilSt sagte:

        @Joerg
        Hierbei handelt es sich Empfehlungen.
        In erster Linie sollte jeder für sich selbstverantwortlich sein.
        Ein 70Jähriger mit gutem Immunsystem und gesunder Lebensweise hat einem übergewichtigen 30 Jährigen keine Nachteile.

        Aber sonst sehr gut zusammengefasst!

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        PhilStsagte: 18. JANUAR 2021, 09:36

        “Pandemiehinweise?”
        vgl. Deutscher Bundestag, Drucksache 17/12051; 03.01.2013, Unterrichtung durch die Bundesregierung, Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012; Anhang 4 – Ergebnis Risikoanalyse „Pandemie durch Virus Modi-SARS“.

        “Welche Pandemie?”
        Keine Ahnung – habe nur Tagesschauwissen Fragen Sie mal das RKI, ob die dazu was wissen. Es soll aber eine geben …

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @R. Lessmeier

      “Aber wer will in D den [AstraZeneca-Impfstoff] haben? Mit 70% Wirkung!”

      Ich! Ich hätte viel lieber einen konventionell hergestellten Impfstoff als einen mRNA-Impfstoff, der auf einem völlig neuen Wirkprinzip basiert und mir möglicherweise völlig neue Nebenwirkungen beschert.

      Ob der dann 70% Wirksamkeit statt 90% Wirksamkeit hat, ist für mich zweitrangig.

      Davon abgesehen: Gar keinen Impfstoff zu haben, weil man sich beim Bestellen so dumm angestellt hat, bringt genau 0% Wirksamkeit…

      Antworten
      • R. Lessmeier
        R. Lessmeier sagte:

        @Ott
        “Ich! Ich hätte viel lieber einen konventionell hergestellten Impfstoff als einen mRNA-Impfstoff,”
        In Ordnung! Dann steigt für mich die Wahrscheinlichkeit!

        “Gar keinen Impfstoff zu haben, weil man sich beim Bestellen so dumm angestellt hat, bringt genau 0% Wirksamkeit”
        Hä? 1 mio Deutsche sind bereits geimpft, Impfstoff für >2,8% sind in der EU angekommen

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @R. Lessmeier

        “In Ordnung! Dann steigt für mich die Wahrscheinlichkeit!”

        Viel Spaß dabei. Berichten Sie von Ihren Erfahrungen, sobald Sie mit dem mRNA-Impfstoff geimpft wurden. Ich bin immer sehr neugierig auf neue Versuchsergebnisse. ;)

        “Hä? 1 mio Deutsche sind bereits geimpft, Impfstoff für >2,8% sind in der EU angekommen”

        Tja, und wie hoch ist die Wirksamkeit der Impfung für die 97,2%, für die noch kein Impfstoff da ist?

    • JürgenP
      JürgenP sagte:

      @ R. Lessmeier
      „Wo genau detektieren Sie eine Havarie?“

      Vorab: das Ehepaar Sahin/Türeci hat damit nichts zu tun.

      Den Begriff Havarie haben ich gewählt, weil er (ursprünglich in der Schifffahrt) eine unmittelbare Gefahr für das Leben und die Gesundheit für Menschen beschreibt, in der Regel verbunden mit der Beschädigung oder Zerstörung von Sachwerten.

      Niemand weis vorher, wann Havarien als plötzlich auftretende Störung durch Brand, Explosion, Sturm u.a. auftreten. Deswegen wird alles technisch- und menschenmögliche zur Vermeidung getan.

      Das der Fall „SARS-Covid-19“ eintreten kann, war der Regierung hinlänglich bekannt. Seit 2012/13 lagen entsprechende Informationen = Warnhinweise vor! Nichthandeln der dafür verantwortlichen Beamten und Politiker ist die erste Havarie.

      Die trat also von rd. sieben Jahren bereits ein, weitgehend unbemerkt.

      Die zweite Havarie ist die Tatsache, dass die Akteure der ersten Havarie nun versuchen, deren Folgen zu beheben und das mit einer Hilflosigkeit tun, die für mich – Ihnen vielleicht nicht – langsam unerträglich wird. So ist die Impf”Strategie” der Witz des Jahrhunderts, vor allem wenn man als 91jähriger, wie mein Nachbar, die Servicenummer zur Terminvereinbarung wählt und für Dumm verkauft wird.

      Die Strafe, die jemanden als Havarie – Verantwortlichen bei technischen Systemen treffen kann, geht bis in die persönliche Haftung einschließlich Strafrecht bei Verschulden. Da ist alles haarklein geregelt.

      Die Strafe für Politiker für die Kategorie von Havarie Nr. 1 ist Abwahl, Rausschmiss. Das war früher normal, man flog für Petitessen wie eine abgeschriebene Promotion schon raus.

      Stattdessen tun die so, als seien sie heute unabdingbar in dieser „Situation“. Stellt sich noch die Frage, wer als Beamter und/oder Politiker in diesem Falle verantwortlich ist … allein diese Frage nicht beantworten zu können, wäre schon ein Ding.

      Antworten
  9. foxxly
    foxxly sagte:

    herr daniel stelter, meine kritik ist keinenfalls eine persönliche an sie gerichtet. ich verstehe ihre einlassung dazu.
    meine einlassungen sind grundsätzlicher art!

    was gesellschaftlich läuft ist mainstream-denken. und genau dieses hat uns tiefer in das unlösbare dilemma geführt und bringt uns auch nicht heraus!

    insofern ist dieses thema, auch grundsätzlich, – eine art beleidigung für jeden, der über den tellerrand darüber hinausschaut und das system in seiner wirkweise verstanden hat.

    denn, eine rettung im sinne, dass man von, stets noch größeren negativen ereignissen verschont bleibt, gibt es durch dieses exonentielle wachstum, nicht.

    und alle reden von wachstum, weil nach deren meinung, nur dieses uns retten kann. wie aber soll dies gehen, wenn wachstum durch das kreditgeldsystem ein exponentielles ist? das ist unser systemfehler, der zu einem tabu erklärt ist und wird.
    und auch logisch: wenn wachstum unsere probleme lösen könnte, dann sollten wir nach über 70 jahren wachstum, eigentlich keine probleme mehr haben. also müssen sich alle aussagen mit dem kontext: wir brauchen wachstum, damit es besser wird; – klarer weise aussschließen. ja, sie sind sogar unserös und eine täuschung, weil dies nicht möglich ist

    all die themen über vermögenssteuer, einer “nach coronazeit”, insolvenzen, kreative zerstörungen, intelligente förderungen und -lösungen, besserer politik, usw. usw., sind keine lösungen, bzw. rettungen; –
    sie sind nur ein mittel der konkursverschleppungen, nicht mehr und nicht weniger!

    natürlich kann man durch intelligente handlungen zeit gewinnen, nicht mehr aber auch nicht weniger!

    ein finanzsystem, welches zb. die realwirtschaft immer mehr kreditabhängiger macht, welches auf kosten ärmerer menschen, hier und weltweit lebt, welches einen exponentiellen wachstunszwang inne hat, kann niemals ein nachhaltiges, oder dauerhaftes sein. denn die sozialen verwerfungen erzwingen einen zusammenbruch. ursächlich ist das einseitige finanzsystem.

    es gibt nur eine richtige nachhaltige lösung:
    wachum muss durch ein zinsfreies geldmengen -wachstum(schuldenfrei) sein!
    in etwa so: die notenbank zahlt jährlich pro kopf, die menge geld, zinsunbelastet aus, welches der höhe des wirtschaftswachtums, entspricht.
    damit wäre die bisherige praxis des kredites in der realwirtschaft nicht tangiert. die zinsen daraus müssten an den staat fließen. (um nur die wichtigste funktionen dazu zu nennen )

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