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	Kommentare zu: 1 &#8211; Zunächst zur Frage nach dem aktuellen Boom	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
	<lastBuildDate>Fri, 24 May 2019 20:42:14 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Peter Ziemann		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/1-zunaechst-zur-frage-nach-dem-aktuellen-boom/#comment-70609</link>

		<dc:creator><![CDATA[Peter Ziemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2019 20:42:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Schön zu beobachten ist bei der Graphik der Kredit-Expansion die Erste Phase zwischen der Euro-Einführung und der Finanzkrise 2008: Zuerst boomte die Expansion in der EU - wohl begründet mit dem niedrigen Zins-Niveau, das von Deutschland mit dem Euro auf Spanien (Baumarkt), Italien, Griechenland und Co. übertragen wurde. Trotz massiver Ausweitung der EZB-Bilanz ist dieses Modell bis heute nicht mehr in Gang gekommen.
In der Zweiten Phase hat China das Expansionsmodell für fast die komplette Welt übernommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schön zu beobachten ist bei der Graphik der Kredit-Expansion die Erste Phase zwischen der Euro-Einführung und der Finanzkrise 2008: Zuerst boomte die Expansion in der EU &#8211; wohl begründet mit dem niedrigen Zins-Niveau, das von Deutschland mit dem Euro auf Spanien (Baumarkt), Italien, Griechenland und Co. übertragen wurde. Trotz massiver Ausweitung der EZB-Bilanz ist dieses Modell bis heute nicht mehr in Gang gekommen.<br />
In der Zweiten Phase hat China das Expansionsmodell für fast die komplette Welt übernommen.</p>
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		<title>
		Von: Jens Happel		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/1-zunaechst-zur-frage-nach-dem-aktuellen-boom/#comment-70041</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jens Happel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 May 2019 17:18:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke für diese Zusammstellung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für diese Zusammstellung.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/1-zunaechst-zur-frage-nach-dem-aktuellen-boom/#comment-69687</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 May 2019 14:45:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Titel der  SPIEGEL-Ausgabe lautet „Die fetten Jahre sind vorbei“. Auf den Seiten vor dem Streitgespräch steht ein Artikel mit dem Titel  „Auslaufmodell Deutschland“, in dem Folgendes zu lesen ist:

„Eine entscheidende Frage, die viel zu selten gestellt wird, ist diese: Was ist eigentlich aus den Gewinnen der Unternehmen und den Steuereinnahmen des Staates in all diesen (vorangegangenen, D. T.) Boomjahren geworden? Hat man sie genutzt, um die Basis für künftiges Wachstum (in Deutschland, D. T.) zu schaffen?

Die Antwort fällt negativ aus.“

Wenn DAS der Befund ist, müsste die Reaktion ein Streitgespräch folgen lassen, in dem erörtert wird, WAS zu tun ist, um künftiges Wachstum zu haben und damit den Wohlstand im Land zu sichern.

Es hätten HANDLUNGSOPTIONEN dargelegt sowie deren Voraussetzungen und  Folgen beleuchtet werden müssen.

Statt dessen ein Streitgespräch mit dem Titel „Wie reich ist Deutschland wirklich?“ und mit den herausgestellten Positionen „Wir sind ärmer, als wir meinen“ (Dr. Stelter) und „Sie erzeugen vor allem Panik“ (Prof. Bofinger). 

So daneben wie die Thematik auf die Wachstums- und Wohlstandsproblematik bezogen ist, so unterirdisch ist der Diskussionsverlauf, beispielsweise:

Auf die Feststellung von Dr. Stelter, wir hätten einen Boom, der nicht NACHHALTIG ist, antwortet Prof. Bofinger: 

„Sie erzählen Märchen, Herr Stelter: Schauen wir uns doch die Einkommensentwicklung an: Unter den sieben führenden Industrienationen LIEGEN die USA an der Spitze, Deutschland und Kanada belegen einen Platz 2, und dann gibt es einen großen Abstand zu Frankreich, Großbritannien, Japan und Italien. Deutschland IST eines der leistungsfähigsten und reichsten Länder dieser Erde“.

Wo war die Redaktion, die hier hätte einschreiten müssen mit dem Hinweis, dass sich „nachhaltig“ von Dr. Stelter auf ZUKÜNFTIG bezieht und nicht auf gestern und heute („liegt an der Spitze, „ist“)?

Die Redaktion musste nicht reagieren, denn bei dem hohen Akademikeranteil merken SPIEGEL-Leser das natürlich selbst, haha :-)

Noch das, weil ich es besonders bezeichnend, sogar erheiternd bzw. traurig-deprimierend fand:

Auf den Verweis von Dr. Stelter, dass der Euroraum nicht homogen sei und sich aus 19 SELBSTÄNDIGEN (meine Hervorhebung, D.T.) Ländern zusammensetze, antwortete der Herr Professor: 

„Falsch. Das Problem entsteht nur, weil Sie und andere Ökonomen den Euroraum immer wieder in Subregionen aufteilen. Wenn man ihn hingegen als Einheit SIEHT (meine Hervorhebung, D.T.), gibt es das Problem überhaupt nicht“.

Wunderbar, diese neue Erkenntnislehre eines deutschen Professors:

Man braucht nur die (subjektive) Perspektive zu wechseln, dann IST die (objektive) Realität eine andere -   in diesem Fall gibt es keine selbständigen Länder mehr.  Wir erkennen einen EINHEITLICHEN agierenden Euroraum voller Harmonie, der vom Himmel gefallen sein muss. 

Ich befürchte, dass Deutschland seine Zukunft mit einer derartigen Diskussionskultur, die Realität nicht erkennt, sondern verdrängt, gestalten wird. 

Wir sind diesbezüglich bereits auf einem guten Weg …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Titel der  SPIEGEL-Ausgabe lautet „Die fetten Jahre sind vorbei“. Auf den Seiten vor dem Streitgespräch steht ein Artikel mit dem Titel  „Auslaufmodell Deutschland“, in dem Folgendes zu lesen ist:</p>
<p>„Eine entscheidende Frage, die viel zu selten gestellt wird, ist diese: Was ist eigentlich aus den Gewinnen der Unternehmen und den Steuereinnahmen des Staates in all diesen (vorangegangenen, D. T.) Boomjahren geworden? Hat man sie genutzt, um die Basis für künftiges Wachstum (in Deutschland, D. T.) zu schaffen?</p>
<p>Die Antwort fällt negativ aus.“</p>
<p>Wenn DAS der Befund ist, müsste die Reaktion ein Streitgespräch folgen lassen, in dem erörtert wird, WAS zu tun ist, um künftiges Wachstum zu haben und damit den Wohlstand im Land zu sichern.</p>
<p>Es hätten HANDLUNGSOPTIONEN dargelegt sowie deren Voraussetzungen und  Folgen beleuchtet werden müssen.</p>
<p>Statt dessen ein Streitgespräch mit dem Titel „Wie reich ist Deutschland wirklich?“ und mit den herausgestellten Positionen „Wir sind ärmer, als wir meinen“ (Dr. Stelter) und „Sie erzeugen vor allem Panik“ (Prof. Bofinger). </p>
<p>So daneben wie die Thematik auf die Wachstums- und Wohlstandsproblematik bezogen ist, so unterirdisch ist der Diskussionsverlauf, beispielsweise:</p>
<p>Auf die Feststellung von Dr. Stelter, wir hätten einen Boom, der nicht NACHHALTIG ist, antwortet Prof. Bofinger: </p>
<p>„Sie erzählen Märchen, Herr Stelter: Schauen wir uns doch die Einkommensentwicklung an: Unter den sieben führenden Industrienationen LIEGEN die USA an der Spitze, Deutschland und Kanada belegen einen Platz 2, und dann gibt es einen großen Abstand zu Frankreich, Großbritannien, Japan und Italien. Deutschland IST eines der leistungsfähigsten und reichsten Länder dieser Erde“.</p>
<p>Wo war die Redaktion, die hier hätte einschreiten müssen mit dem Hinweis, dass sich „nachhaltig“ von Dr. Stelter auf ZUKÜNFTIG bezieht und nicht auf gestern und heute („liegt an der Spitze, „ist“)?</p>
<p>Die Redaktion musste nicht reagieren, denn bei dem hohen Akademikeranteil merken SPIEGEL-Leser das natürlich selbst, haha :-)</p>
<p>Noch das, weil ich es besonders bezeichnend, sogar erheiternd bzw. traurig-deprimierend fand:</p>
<p>Auf den Verweis von Dr. Stelter, dass der Euroraum nicht homogen sei und sich aus 19 SELBSTÄNDIGEN (meine Hervorhebung, D.T.) Ländern zusammensetze, antwortete der Herr Professor: </p>
<p>„Falsch. Das Problem entsteht nur, weil Sie und andere Ökonomen den Euroraum immer wieder in Subregionen aufteilen. Wenn man ihn hingegen als Einheit SIEHT (meine Hervorhebung, D.T.), gibt es das Problem überhaupt nicht“.</p>
<p>Wunderbar, diese neue Erkenntnislehre eines deutschen Professors:</p>
<p>Man braucht nur die (subjektive) Perspektive zu wechseln, dann IST die (objektive) Realität eine andere &#8211;   in diesem Fall gibt es keine selbständigen Länder mehr.  Wir erkennen einen EINHEITLICHEN agierenden Euroraum voller Harmonie, der vom Himmel gefallen sein muss. </p>
<p>Ich befürchte, dass Deutschland seine Zukunft mit einer derartigen Diskussionskultur, die Realität nicht erkennt, sondern verdrängt, gestalten wird. </p>
<p>Wir sind diesbezüglich bereits auf einem guten Weg …</p>
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