Wie schlimm sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich?

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bto hat verschiedentlich das Thema Vermögensverteilung thematisiert. Gerade die Geldpolitik der Notenbanken hat in den letzten Jahren vor allem die Vermögensbesitzer begünstigt, war es doch das explizite Ziel, über den Vermögenseffekt die Wirtschaft zu stimulieren.

In einer neuen Studie kommt der IWF zum Schluss, dass eine ungleiche Vermögensverteilung das wirtschaftliche Wachstum hemmt. In die gleiche Richtung geht die Argumentation des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), wobei die Studie in Zusammenarbeit mit der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung erstellt wurde, und das DIW schon vor einiger Zeit ein Modell einer Vermögensabgabe für die Grünen erarbeitet hat.

Die F.A.Z. fasst die Studienergebnisse sehr schön zusammen, weist allerdings auf den wichtigen Punkt hin, dass in Deutschland schon erhebliche Umverteilung erfolgt. Mehr Umverteilung würde folglich wenig für das Wirtschaftswachstum bringen. Das stimmt vermutlich. Wobei sich die Umverteilung vor allem an den Einkommen orientiert. Hier wäre zu prüfen, ob die wahre Umverteilung sich eher an den Vermögen orientieren sollte – im Gegenzug aber mit weniger Umverteilung von Einkommen. Nicht zusätzlich!

Es ist interessant, dass nun erneut das Thema Vermögen behandelt wird. Da werden Vermögensabgaben zur Lösung der Schuldenkrise vom IWF angeregt, dann kommen die Krisenprofessoren Reinhart und Rogoff zum Schluss, dass wir eine Schuldenrestrukturierung in Europa brauchen, gefolgt von der Bundesbank, die Vermögensabgaben (natürlich nur in den Krisenländern….) fordert. Und nun wird noch bewiesen, dass Umverteilung das Wachstum stärkt.

Honi soit qui mal y pense

F.A.Z.: Wie schlimm sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich?, 27. Februar 2014

Hier der Link zur Studie des IWF:

IWF: Redistribution, Inequality and Growth, Februar 2014

Und zum DIW:

DIW: Anhaltend hohe Vermögensungleichheit in Deutschland, Februar 2014

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  1. […] Wie schlimm sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich? In einer neuen Studie kommt der IWF zum Schluss, dass eine ungleiche Vermögensverteilung das wirtschaftliche Wachstum hemmt. In die gleiche Richtung geht die Argumentation des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), wobei die Studie in Zusammenarbeit mit der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung erstellt wurde und das DIW schon vor einiger Zeit ein Modell einer Vermögensabgabe für die Grünen erarbeitet hat. Die FAZ fasst die Studienergebnisse sehr schön zusammen, weißt allerdings auf den wichtigen Punkt hin, dass in Deutschland schon erhebliche Umverteilung erfolgt. Mehr Umverteilung würde folglich wenig für das Wirtschaftswachstum bringen. Das stimmt vermutlich. Wobei sich die Umverteilung vor allem an den Einkommen orientiert. Hier wäre zu prüfen, ob die wahre Umverteilung sich eher an den Vermögen orientieren sollte – im Gegenzug aber mit weniger Umverteilung von Einkommen. Nicht zusätzlich! Es ist interessant, dass nun erneut das Thema Vermögen thematisiert wird. Da werden Vermögensabgaben zur Lösung der Schuldenkrise vom IWF angeregt, dann kommen die Krisenprofessoren Reinhart und Rogoff zum Schluss, dass wir eine Schuldenrestrukturierung in Europa brauchen, gefolgt von der Bundesbank, die Vermögensabgaben (natürlich nur in den Krisenländern….) fordert. Und nun wird noch bewiesen, dass Umverteilung das Wachstum stärkt. Quelle: beyond the obvious […]

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