«Wie ein Echo der späten Neunzigerjahre»

„Gier und Furcht sind sehr starke Marktkräfte. Am mächtigsten ist jedoch Zwang. Die tiefen Zinsen sind deshalb ein sehr mächtiges Instrument der Geldpolitik. Sie setzen Investoren, die auf eine gewisse Rendite angewiesen sind, unter Handlungsdruck – und wer unter Zwang steht, nimmt dafür hohe Risiken in Kauf. Ähnlich ist es, wenn man 1.000 Dollar Miete pro Monat zahlen muss, aber nur 500 Dollar verdient: Unternimmt man nichts, wird einem die Wohnung gekündigt. Also geht man nach Las Vegas und setzt beim Roulette alles auf Schwarz. Geht es gut, ist die Wohnung vorerst gesichert. Kommt hingegen Rot, spielt das keine grosse Rolle mehr, weil man ­ohnehin bald auf der Straße steht.“ Coole Zusammenfassung der heutigen Lage von einem Topinvestor. Das ganze Interview lohnt sich:

FINANZ und WIRTSCHAFT: «Wie ein Echo der späten Neunzigerjahre», 17. Januar 2014

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