„What Happens When Rampant Asset Inflation Ends?“

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Bekanntlich befinden wir uns seit Jahren in einem sich ausweitenden Ponzi-Schema. Die Notenbanken haben das befeuert, offiziell, um die Wirtschaft zu beleben und um das System vor dem Einsturz zu bewahren. Nun kommen die Helikopter, wie schon oft bei bto diskutiert. Wie weit wir es getrieben haben, zeigen diese Charts:

  • In effect, central banks and states have masked the devastating stagnation of real income by encouraging households to take on debt to augment declining income and by inflating assets via quantitative easing and lowering interest rates and bond yields to near-zero (or more recently, less than zero).“

Quelle: Zero Hedge

  • „The wealth created by asset inflation generates a wealth effect in which credulous investors, pension fund managers, the financial media, etc. start believing the flood of new wealth is permanent and can be counted on to pay future incomes and claims. Asset inflation is visible in stocks, bonds and real estate. bto:  Und das führte damit zu der von Piketty und Co. bedauerten Entwicklung von Vermögen und Vermögensverteilung.

Quelle: Zero Hedge

  • The sources of asset inflation are highly visible: soaring central bank balance sheets, credit expansion that far outpaces GDP growth and ZIRP (zero interest rate policy). bto:  was übrigens der Realwirtschaft wirklich nichts bringt.

Quelle: Zero Hedge

  • In effect, gambling on additional future asset inflation is the only game in town. Institutional money managers are buying bonds that yield less than zero not because they’re pleased to lose money, but because they anticipate rates dropping further.“
  • „With the cost of borrowing less than zero once the loss of purchasing power is factored in, it makes sense to borrow money to increase speculative asset purchases to leverage up any gains from future asset inflationLook at how margin borrowing and stock prices move in lockstep:

Quelle: Zero Hedge

There are only two ways to keep asset inflation alive: one is for central banks and states to buy up major chunks of all asset classes, i.e. hitting every higher bid regardless of the risks of such a strategy, and the second is to pay households to borrow money to chase future asset inflation, for example, paying households to buy a house with a mortgage.“ bto: also Helikopter-Geld.

→ Zero Hedge: „What Happens When Rampant Asset Inflation Ends?“, 4. August 2016

8 Antworten
  1. Schmedtmann says:

    Die Citibank veröffentlichte 2014 eine Studie, welche den Kapitalbedarf „der Märkte“ durch Notenbankgeld auf 200 Milliarden pro Quartal bezifferte.

    Link:

    http://www.bloomberg.com/news/articles/2014-10-21/how-markets-need-200-billion-each-quarter-from-central-bankers

    Ob es den Notenbanken gelingen wird, den guten Abraham Lincoln zu widerlegen, wird die Zukunft zeigen:

    You can fool some of the people all of the time, and all of the people some of the time, but you can not fool all of the people all of the time.

    Antworten
  2. Dietmar Tischer says:

    >The New Normal: $2 in new lending creates less than $1 in additional GDP<

    Der verbleibende eine $ muss dann zum Kauf von Assets genutzt worden sein (wenn wir davon ausgehen, dass er nicht gehortet worden ist).

    Eigentlich ist das doch ganz ordentlich:

    Wir haben REALES Wachstum ohne nennenswerte Verbraucherpreisinflation und wir haben Assetpreisinflation, die niemanden schadet, nur noch einige reicher macht.

    Wo ist das Problem?

    Das Problem ist das RENDITEDENKEN, nicht „gambling on additional future asset inflation“.

    Assetpreise können nicht mehr steigen, wenn die Rendite dieser Assets geringer ist als die Kreditkosten für den Erwerb der betreffenden Assets.

    Das ist unweigerlich der Fall bei einer bestimmten Höhe der Assetpreise.

    Spätestens dann platzt die Assetblase.

    Wie umgeht man dieses Problem?

    Die Finanzierung der Assets darf nichts kosten.

    Ist das so, dann macht Renditedenken keinen Sinn. Es spielt dann auch keine Rolle, welchen Wert das Asset hat, ein Miethaus z. B. Der Eigner erhält die Miete, egal ob die Immobilie x, 2 x oder ½ x wert ist.

    Wie schafft man es, dass die Finanzierung von Assets nichts kostet?

    HELIKOPTERGELD.

    Damit haben wir die beste aller Welten:

    Für $ 2 Helikoptergeld bekommen wir knapp $1 zusätzliches GDP und etwas mehr als $1 Mehrwert für die Assets.

    Das kann doch so bis in alle Ewigkeit laufen.

    Ich weiß jedenfalls nicht ,wie ich mich widerlegen könnte.

    Antworten
    • SMS says:

      >Assetpreise können nicht mehr steigen, wenn die Rendite dieser Assets geringer ist als die Kreditkosten für den Erwerb der betreffenden Assets.

      Ich denke, dass das im Fall von Immobilien schon sein kann: Eigenheimbesitzer rechnen nicht nach der Rendite, und finanzieren die Immobilie über andere Einkünfte (Gehalt). Spekulanten kaufen leere Grundstücke (d.h. null Rendite), weil sie auf weiter steigende Preise hoffen. Ausserdem ist eine Immobilie auch steuerlich attraktiv (AfA), was eine negative Rendite durchaus ausgleichen kann.

      Ich denke, dass es schon zu einer Korrektur der Aussicht auf weitere Preiserhöhungen kommen muss (vgl. Suprime-Krise), damit die Blase platzt…

      Schöne Grüße
      SMS

      Antworten
  3. Dietmar Tischer says:

    @ SMS, D. Stelter

    Sie haben recht.

    Meine Überlegungen gingen implizit von der kompletten Umstellung von Schuldgeld auf Helikoptergeld aus, d. h. einer Elimination von Schuldgeld.

    Das wird es nicht geben und die Assetblasen werden irgendwann platzen.

    Aber auch wenn Helikoptergeld nur additiv zugeführt wird, sind solche Überlegungen m. A. n. nicht unnütz.

    Helikoptergeld ist nicht nur Geld.

    Helikoptergeld setzt KONZEPTIONELL Nachfragebedingungen, die wir so im Kapitalismus meines Wissens noch nicht hatten.

    BISHER wird im Kapitalismus Geld geschöpft und somit zusätzliche Nachfrage geschaffen auf der es BEGRENZENDEN Grundlage von beleihungsfähigem Eigentum.

    Das entfällt für Helikoptergeld.

    Da neu geschöpftes Geld mit Kosten für den Besitzer verbunden ist (Zinszahlungen), hat dieses Geld eine STEUERFUNKTION, d. h. es wird zumindest im produktiven Bereich, bei Investitionen also, KALKULATORISCH eingesetzt mit Blick auf Renditeerwartungen bzw. Vermögens- und Handlungsverlust bei Insolvenz.

    Auch das entfällt für Helikoptergeld.

    Die Geldpolitik der Notenbanken hat diesen Gesetzmäßigkeiten entgegengewirkt, kann sie aber nicht völlig außer Kraft setzen, weil sie systemisch sind.

    Helikoptergeld ist insoweit nicht mehr systemisch.

    Welchen Begrenzungen und Steuerfunktionen unterliegt es?

    Systemimmanent – KEINEN.

    Deshalb will es M. Stöcker z. B. auch nur mit der „Pipette“ tropfenweise einführen.

    Und wenn das nichts oder zu wenig bewirkt?

    Dann entscheidet ein WILLE für MEHR Helikoptergeld.

    WELCHER?
    JEDE Antwort darauf ist m. A. n. eine, die auf Willkürentscheidungen hinausläuft.

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