Wer versteht die Krise besser: Professor Sinn oder die Finanzmärkte?

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Ein lesenswerter Kommentar aus der F.A.Z.  zur Fähigkeit von Akademikern und Praktikern, an den Finanzmärkten die Krise in Europa einzuschätzen: Der Autor kommt zu dem Schluss, dass letztendlich die Akteure an den Finanzmärkten genauso gut ausgebildet sind wie die Akademiker an den Universitäten. Im Unterschied zu den Akademikern würden sie jedoch ihren Job verlieren, wenn sie mehrmals daneben lägen mit ihren Einschätzungen. Der Markt wäre also der bessere Indikator für den Zustand der Wirtschaft. Die tiefen Zinsen für die Anleihen der Peripherieländer sind folglich Ausfluss der verbesserten Fundamentaldaten und nicht der Versprechungen der EZB „alles zu tun, was nötig ist“.
Sicherlich ist es richtig, dass die Akteure an den Finanzmärkten es sich nicht leisten können, mit ihrer Einschätzung falsch zu liegen. Auf der anderen Seite gibt es auch ein gewisses Herdenverhalten, und niemand wird ernsthaft bezweifeln, dass die globale Liquidität – nicht nur jene der EZB – zu einer Verzerrung der Preise für Finanz-Assets geführt hat. Es ist zu früh ein Ende der Krise auszurufen. Und vermutlich tun dies die Finanzmärkte auch nicht. Sie spielen zur Zeit mit, können ihre Richtung aber rasant ändern.

FAZ: Wer versteht die Krise besser: Professor Sinn oder die Finanzmärkte?, 21. Februar 2014

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