Weaker renminbi could be China’s subprime

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Die Dimensionen der chinesischen Kreditblase werden immer offensichtlicher. Natürlich gibt es weiterhin Stimmen, die angesichts der enormen Devisenreserven Chinas und der zentralistischen Steuerung davon ausgehen, dass China das Problem leicht bewältigen kann. Doch auch seriöse Beobachter beginnen daran zu zweifeln. So die Chefvolkswirtin von Lombard Street Research in einem Beitrag in der FT:

  • Seit Jahren wurde der Renminbi für Arbitragegeschäfte genutzt. Der ungebremste, kontinuierliche Anstieg hat dazu verleitet, sich in anderen Währungen zu verschulden und in China höherverzinslich zu investieren. Die Nachfrage nach Metall, vor allem Kupfer, hat dies auch getrieben, da diese als Sicherheit und zur Verschleierung des eigentlichen Finanzierungscharakters der Transaktionen gedient haben.
  • Indikator für die Dimensionen: die Kredite von Banken aus Hong Kong nach China haben sich von Mitte 2010 bis Ende 2013 mehr als verdreifacht.
  • Ein Einbruch des Renminbi könnte zu einem „Bear Stearns Moment“ führen, also zu einem Auftakt der Finanzkrise, wenn alle versuchen, gleichzeitig ihre Positionen abzubauen.
  • Ja, der Staat hat genügend Verschuldungskapazität, um die faulen Privatschulden auf die eigenen Bücher zu nehmen. Dennoch: Es wird nicht genügen, um „some sort of crisis“ zu verhindern.

FT (Anmeldung erforderlich): Weaker renminbi could be China’s subprime, 7. April 2014

Schon lange deutlich skeptischer sind die Kollegen von Zero Hedge. In einem Beitrag fassen sie die Fakten nochmals zusammen und kommen dann ebenfalls zu dem Schluss, dass es dem chinesischen Staat eben nicht gelingen wird, die Probleme zu lösen. Die finanzielle Kapazität des Staates sei nicht groß genug, und der Verkauf der Dollarreserven würde zu erheblichen Turbulenzen und Wertverlusten führen.

Zero Hedge: Welcome To The Casino, 8. April 2014

Nun meldet sich auch Martin Wolf in der FT zu dem Thema indirekt zu Wort. Seine Kernaussage: China sollte den Kapitalverkehr nicht zu rasch liberalisieren. Denn ein System freien Kapitalverkehrs würden finanzielle Schocks schnell in die ganze Welt tragen und zudem das Management  von Finanzkrisen im eigenen Land erschweren. Noch könne China seiner Meinung nach mit Krisen gut umgehen.

FT (Anmeldung erforderlich): Chinese savers can scorch the world, 8. April 2014

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