Was tun mit dem Geld? ‒ Burton Malkiel

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Malkiel ist einer der berühmtesten Verfechter der Theorie der effizienten Märkte und des passiven Investierens. Mit Blick auf meinen Beitrag 7 zur Geldanlage ein recht interessantes Interview in der FINANZ und WIRTSCHAFT:

  • „… im aktuellen Umfeld der finanziellen Repression, in dem die Zinsen künstlich tief gehalten werden, sollten Investoren einen Teil ihres Vermögens von Anleihen in Aktien mit hohen Dividenden umschichten.“ ‒ bto: Ist in vollem Gange.
  • „Zweitens sollten sie Staatsanleihen und Aktien von Schwellenländern stärker gewichten. Viele aufstrebende Volkswirtschaften verfügen heute über solidere Staatsfinanzen, eine jüngere Bevölkerung und somit bessere Wachstumsaussichten als die Industrieländer. Zudem sind ihre Aktienmärkte auch noch günstiger bewertet. Das Shiller-Kurs-Gewinn-Verhältnis für die USA liegt bei rund siebenundzwanzig, für Schwellenländer unter fünfzehn.“ ‒ bto: Ich teile diese Auffassung zu 100 Prozent.
  • „Ich starte mit der Prämisse, dass der Weltaktienindex der optimale Ausgangspunkt ist. Schaue ich mir die Vermögensaufteilung der US-Anleger an, sehe ich, dass die meisten von ihnen in Europa, Japan und den Schwellenländern untergewichtet sind. Wer wollte das – besonders angesichts der günstigen Bewertungen?“
  • „Wenn es so weitergeht, würde ich am Jahresende wohl ein Rebalancing vornehmen und  tendenziell von Europa wieder in die USA umschichten. Die Bewertungen in Europa sind aber – trotz der Rally – noch immer vernünftig.“
  • „Wir müssen sehr vorsichtig sein, was unsere Positionen in Anleihen anbelangt. Ich glaube nicht, dass Bondmärkte angesichts der quantitativen Lockerung (QE) noch realökonomische Faktoren spiegeln. Die Regierungen in vielen Industrieländern haben Anleihen zu einem weniger attraktiven Investment gemacht als sie es historisch waren.“ ‒ bto: Weshalb man a) balancieren und b) in die Schwellenmärkte gehen muss.
  • „Die Outperformance von Value relativ zum Gesamtmarkt in den letzten fünfzehn Jahren war eine Konsequenz der Technologieblase. Cisco Systems handelte 2000 zum einem KGV von 150, ein Versorgertitel wie Public Service Electric and Gas Company zu einem KGV unter 15. Die Unterschiede in den Bewertungen waren enorm. Heute sind sie viel geringer, weshalb aktives Investieren weniger gut funktioniert. Smart Beta ist auch risikoreicher als klassisches Indexieren.“ ‒ bto: Stimmt sicherlich. Ich denke aber, dass angesichts der ungewöhnlichen Zeiten vor denen wir stehen, Index nicht die Antwort ist.

FINANZ und WIRTSCHAFT: «Smart Beta ist primär smartes Marketing», 23. März 2015

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