Warum so schüchtern, Herr Juncker?

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So, so. Ganz nach Vorbild der Subprime-Finanzierung rettet Brüssel nun Europa. Das manager magazin ‒ wie alle anderen Medien ‒ berichtet zurückhaltend.

manager magazin Online: Junckers kühner 315-Milliarden-Plan macht EIB zu Europas Superbank, 26. November 2014

Ambrose Evans-Pritchard hat das Ganze schon gestern Abend auseinandergenommen. Finanzielle Taschenspieler-Tricks. Privatisieren von Chancen, Verstaatlichen von Risiken, dauert lange bis es wirkt, eigentlich nur ein Umverteilen vorhandener Ressourcen.

The Telegraph: Jean-Claude Juncker’s €315bn New Deal dismissed as a subprime gimmick, 25. November 2014

Da frage ich mich: Was soll das? Selbst wenn es klappen würde, wie sollen 300 Milliarden an Investitionen Europa aus der Krise holen? Japan hat ein Mehrfaches dieses Betrages über Jahrzehnte aufgewendet, ohne Erfolg, wenn man von explodierenden Staatsschulden absieht. Münchau hat schon vor Monaten eine Billion gefordert. Dabei war er zugleich konsequenter, in dem er die direkte Finanzierung durch die EZB anregte.

Juncker soll sich doch einfach eine Billion direkt bei der EZB leihen, Anleihen mit einer tilgungsfreien Laufzeit bis 2500 zu einem Zinssatz von 0,05 Prozent. Ich hätte auch nie gedacht, jemals so etwas ernsthaft zu schreiben. Aber die Weigerung der Politik, die Schulden in einem geordneten Prozess abzubauen, lässt nur den Schluss zu, dass wir den japanischen Weg gehen. Dann lasst uns doch einfach ein paar Jahre überspringen und gleich beim Endspiel anfangen.

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