Wachstumswahn? Runter vom Gas?

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Es entspricht dem Zeitgeist, weniger Konsum, weniger Wachstum und mehr Gleichverteilung des Vorhandenen zu fordern. So auch die Autoren eines neuen Buches, hier bei SPIEGEL ONLINE besprochen. Das wäre auf der Linie von Keynes, der sich über die vielen Stunden, die wir heute noch arbeiten, wundern würde. Und es passt auch zu der Feststellung, dass mehr Wohlstand nicht unbedingt glücklicher macht. Es würde uns auch von einer Sorge befreien: Die „säkulare Stagnation“ von Larry Summers wäre dann nicht Problem, sondern Lösung.

Sicherlich sind einige der aufgestellten Forderungen naiv. So wird es nicht möglich sein, die vorhandene Arbeit auf mehr Menschen zu verteilen. Denn wenn es uns an etwas mangelt, dann an Menschen mit ausreichender Qualifikation. Weniger arbeiten würde dann auch zu weniger Wohlstand führen.

Doch abgesehen davon, verbleibt ein wesentlicher Punkt: Unser Geld (= kreditbasiertes Wirtschaftssystem) ist zum Wachstum verurteilt. Nur Wachstum ermöglicht das Erwirtschaften von Zins und Tilgung. Wer eine Abkehr von Wachstum fordert, muss auch eine Antwort auf diese Frage finden. Mit einem Zinsverbot, wie in einigen Religionen gefordert, wird es nicht getan sein.

SPIEGEL ONLINE: Streitschrift „Wachstumswahn“: Runter vom Gas!, 11. Dezember 2013

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