„Trades in 2016: the good, the bad and what comes next“

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Zunächst der Blick zurück auf den bisherigen Verlauf des Jahres 2016 an den Finanzmärkten:

trades of 2016
Quelle: Financial Times
  • Öl war super, allerdings von äußerst tiefem Niveau. Stieg mit dem Rückgang des handelsgewichteten US-Dollars. Ob es so weiter geht? Vermutlich nicht, weil die fundamentale Lage bei Öl immer noch einen Angebotsüberhang zeigt und der US-Dollar eventuell wieder erstarkt?
  • Gold war ebenfalls gut. Nachdem alle Banken abgeraten haben im letzten Herbst, war das allerdings zu erwarten. Und Negativzinsen, Bargeldverbot u. ä. sind ein wahres Werbeprogramm für Gold.
  • Der Yen ist schon witzig: Da machen die Japaner aber auch alles, um den Yen zu schwächen. Und das Gegenteil tritt ein! Er wertet auf. Die Märkte sehen es eher als ein Krisensignal und bauen Risiken ab, tilgen also Yen-Kredite.
  • Anleihen gewinnen! Dabei sind die Zinsen doch schon tief und die US-Fed droht mit Erhöhung. Die Marktteilnehmer denken jedoch eher an die Eiszeit und da sind Anleihen gerade in den USA gar nicht so schlecht!
  • US-Aktien leicht im Plus. Ist aber eher ein Rundungsfehler, hätte auch negativ sein können. Auch hier zeigt sich, dass die Geldpolitik eben keine Wunder bewirken kann. Die Risiken sind angesichts des Bewertungsniveaus und von rückläufigen Gewinnen erheblich.
  • Schwellenländer-Aktien haben von der Abschwächung des US-Dollars profitiert. Damit werden die Dollar-Schulden etwas weniger bedrohlich.
  • Bei den Verlierern fällt auf, dass die Banken nur 16 Prozent verloren haben. Da hätte ich  bezüglich der Deutschen Bank und der Krise in Italien intuitiv noch schlechtere Werte erwartet.

Spannender ist natürlich die Zukunft. Die FT hat mit vielen Akteuren gesprochen und leitet ein paar Aussagen ab. Schauen wir mal:

  • Attractive assets? There aren’t any, says Larry Hatheway at GAM: “The choice facing investors is choosing the least unattractive offerings. bto: Da kann man nur zustimmen!
  • Alain Bokobza, head of global asset allocation at Société Générale, favours inflation-protected bonds, while Mislav Matejka of JPMorgan prefers hard assets — such as gold and real estate — because policy will shift from monetary to fiscal stimulus. bto: Gemeint ist die direkte Finanzierung der Staaten durch die Notenbanken mit der Hoffnung, dass es damit endlich Inflation gibt.
  • Real estate, credit and gold are Mr Matejka’s preferences, while Mr Monson opts for high-yielding global equities, global bank stocks and a selection of EM equities. bto: Bankaktien mögen in der Tat gut laufen im zweiten Halbjahr, einfach als Korrektur und weil ich sie so negativ sehe. :-) Dennoch sind Banken für normale Investoren ein Tabu. Die Risiken sind erheblich. They look cheap but may stay cheap zitiert die FT einen Analysten.
  • (…) an environment with the Fed on the sidelines and where global growth is holding up but remains low would be extremely bullish for emerging markets and commodities. bto: und negativ für den US-Dollar.

Die Frage ist nur: Ist es wahrscheinlich? Eher sieht es so aus, als würden wir in die nächste Rezession abgleiten.

FT (Anmeldung erforderlich): „Trades in 2016: the good, the bad and what comes next“, 31. Mai 2016

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