The world is drowning in debt, warns Goldman Sachs

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Wenn nun schon Goldman Sachs warnt …, nach McKinsey und vielen anderen (die das allerdings schon vor mehr als 10 Jahren getan haben), inklusive mir, wird es wohl ernst: Wir haben zu viele Schulden. Goldman fokussiert auf die verdeckten Verbindlichkeiten aufgrund der demografischen Entwicklung. Der Vertreter von Goldman:

  • „There is too much debt and this represents a risk to economies. Consequently, there is a clear need to generate growth to work that debt off but, as demographics change, new ways of thinking at a policy level are required to do this.“ ‒ bto: Dass wir aus unseren Problemen nicht herauswachsen können, ist hier oft besprochen worden. Die Notwendigkeit von „neuen Überlegungen in der Wirtschaftspolitik“ ist auch klar. Nur woran denkt Goldman? Zur Erinnerung: McKinsey spricht offen von Monetarisierung und Vermögensabgaben.
  • „The demographics in most major economies – including the US, in Europe and Japan – are a major issue – and present us with the question of how we are going to pay down the huge debt burden. With life expectancy increasing rapidly, we no longer have the young, working populations required to sustain a debt-driven economic model in the same way as we’ve managed to do in the past.“ ‒ bto: Schon 2009 wurden die ungedeckten Verbindlichkeiten der Staaten auf vier- bis sechsmal BIP beziffert.
  • Danach muss Japan erneut als Beispiel herhalten. Ohne grundlegende Reformen schätzt die OECD, dass die Staatsschulden auf 400 Prozent des BIP im Jahre 2040 anwachsen. Sobald das Land eine negative Kapitalverkehrsbilanz hat und auf ausländische Geldgeber angewiesen ist, wären die Schulden nicht mehr finanzierbar. ‒ bto: Wir wissen doch alle, dass Japan die Monetarisierung anstrebt. Also gibt es kein Problem (sofern die Monetarisierung inflationsfrei geht)?
  • Danach enttäuscht Goldman mit wenig Kreativität, was die Lösung betrifft: „The demographic shift means that we need to look to more creative policy, including immigration and workforce expansion in order to find ways to pay down debt. This is happening in Japan in the form of [prime minister] Shinzo Abe’s drive to increase female labour participation and via efforts to boost inflation.“ ‒ bto: Soso. Wir wissen aber, dass dies nicht genügen wird, auch weil wir nicht nur ein Staats-, sondern auch ein Privatschuldenproblem in vielen Ländern haben.

The Telegraph: The world is drowning in debt, warns Goldman Sachs, 25. Mai 2015

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