The Global Workforce Crisis: $10 Trillion at Risk

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Leser dieser Seiten wissen, dass wir es nicht mit einer normalen Krise zu tun haben, sondern mit einer Überschuldungskrise in einmaligen Dimensionen. Regional (die westliche Welt, nicht nur ein Land), sektoral (Staat, Private, Unternehmen gleichzeitig) und von der Höhe der Verschuldung. Insofern untertreiben Vergleiche mit den 1930er-Jahren noch. Erschwerend kommt die demografische Entwicklung dazu. Vergangene Krisen geschahen vor dem Hintergrund einer wachsenden Bevölkerung (wenn man von den Folgen des Dreißigjährigen Krieges und der Pest absieht), während wir vor einer demografischen Krise stehen. Die Dimensionen sind einmalig. Was auf uns zukommt, haben meine ehemaligen Kollegen der Boston Consulting Group berechnet. So sieht es für einige Länder aus:

BCG-Graphik[1]

Was Spanien betrifft, sieht man hier sehr schön, was passiert, wenn man vergangene Entwicklungen fortschreibt. Wie bereits berichtet, steht Spanien vor einem Bevölkerungsrückgang in einem seit 650 Jahren nicht mehr gesehenen Umfang.

Die Projektionen sind fatal für die künftigen Wachstumsaussichten. Maßnahmen zur Steigerung des Arbeitskräfteangebots durch längere Lebensarbeitszeit, höhere Jahresarbeitszeit, mehr Erwerbsbeteiligung von Frauen und mehr Migration werden seit langem gefordert – und sind auch Programm von bto. Die Realisierungswahrscheinlichkeit ist jedoch gering. Bleibt eine deutliche Steigerung der Produktivität pro Kopf (die derzeit sinkt!) durch mehr Investitionen (die wir nicht tätigen), bessere Bildung (was wir nicht tun) und mehr Innovationen (die weniger Impact haben als früher).

Ohne Wachstum wird das Schuldenproblem noch schwerer zu bewältigen. Der Bericht ist lesenswert. Im Kern nichts Neues, aber noch einmal schön vorgerechnet.

The Boston Consulting Group: The Global Workforce Crisis: $10 Trillion at Risk, Juli 2014

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