Spiel nicht mit den Schmuddelkindern

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Einer der interessantesten Beiträge der letzten Wochen bei bto war die Diskussion von QE aus dem Blickwinkel des internationalen Abwertungswettlaufs (unbedingt lesen!). These: Die Fed exportiert Inflation und Schuldenexzesse in die anderen Länder, vor allem jene, die eine „merkantilistische“ Politik verfolgen, also durch Exporte die eigene Wirtschaft entwickeln wollen. In der Tat zeigte sich schon bei der Ankündigung einer möglichen Reduktion der Anleihenkäufe im Sommer, wie anfällig diese Länder nun sind, sollte es zu einem Abzug von Kapital kommen. Jetzt scheint es soweit zu sein. Die Fed reduziert die Geschwindigkeit der Aufkäufe um 10 Milliarden pro Monat (nicht wirklich viel, wie bereits besprochen) und schon spricht man an den Finanzmärkten von „Schmuddelkindern“, die nun, wo die „Geldflut“ dreht, in Probleme laufen könnten. Gemeint sind: Brasilien, Indien, Indonesien, Südafrika und die Türkei. Allen gemeinsam: ein von außen finanzierter Boom (will heißen Handelsdefizite, die letztlich durch Mittelzufluss vom Ausland finanziert werden). Zur Erinnerung: Irland, Griechenland, Portugal und Spanien hatten das ähnliche Profil.
Es geht uns wie Goethes Zauberlehrling: Die Geister,  die wir riefen (Schulden),  werden wir nicht so einfach wieder los.

FAZ: China:Angst vor Liquiditätsengpass der Banken, 20. Dezember 2013

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