Not enough bad news is priced into the financial markets

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Preisen die Kapitalmärkte die Risiken in der Welt ausreichend ein? Die Antwort lautet nein, zumindest nach Auffassung dieses Kommentators in der FT. Die Argumente sind nicht neu. Dennoch eine gute Zusammenfassung:

  • Die Wachstumsvorhersage des Internationalen Währungsfonds warnt, dass die Weltwirtschaft nicht wieder zu den Wachstumsraten aus der Zeit vor der Finanzkrise 2008 zurückfinden wird.
  • McKinsey prognostiziert derweil, dass  das Wachstum des BIP auf nur noch zwei Prozent pro Jahr zurückgeht, 40 Prozent weniger als in den letzten 50 Jahren. Die Berater gehen davon aus, dass das Wachstum des BIP pro Kopf  20 Prozent geringer ist als im letzten halben Jahrhundert.
  • Zugleich nehmen die politischen Spannungen weltweit zu. Der Chairman der US Joint Chiefs of Staff, General Martin Dempsey, sagte im February 2013 vor dem US Senate Armed Service Committee: “I will personally attest to the fact that [the world is] more dangerous than it has ever been.”
  • James Clapper, Direktor des Geheimdienstes der USA , sagte 2014, er hätte “not experienced a time when we’ve been beset by more crises and threats around the globe“.
  • Die Economist Intelligence Unit hat ausgerechnet, dass fast die Hälfte der untersuchten Länder ‒ 65 von 150 ‒ ein “hohes” oder “sehr hohes” Risiko von politischen und sozialen Unruhen aufweisen; der schlechteste Wert der letzten zehn Jahre.
  • Viele der Trends, auf die Kritiker hinweisen, wie der demografische Wandel, Technologiebrüche und das Ende des heutigen Geldsystems haben potenziell eine negative Wirkung auf das globale Wachstum. Und obwohl diese Entwicklungen immer offensichtlicher werden, werden sie von den Kapitalmärkten ignoriert.
  •  Asset-Manager bleiben an den Aktien und Anleihenmärkten voll investiert, obwohl diese Märkte sich von relativ billig zu „perfectly priced“ entwickelt haben, getrieben von einer historisch einmaligen Liquiditätsschwemme. Viele haben zu viel Angst einen weiteren Aufschwung zu verpassen und hoffen darauf, einen “greater fool” zu finden, dem sie ihre Papiere noch rechtzeitig verkaufen können.

Aber: Sie sollten nicht vergessen, dass obwohl sich die fundamentalen Faktoren langsam entwickeln, der Zeitpunkt kommt, an dem sie zu großen Turbulenzen und Verlusten führen.

FT (Anmeldung erforderlich): Not enough bad news is priced into the financial markets, 27. März 2015

1 Antwort
  1. Dieter Krause says:

    Wer kann denn die ganzen politischen und sozialen Risiken überhaupt vernünftig beurteilen? Wie soll man eigentlich Griechenland richtig beurteilen, wenn dies noch nicht einmal dessen Finanzminister vernünftig kann? Und China wird ständig zu schlecht beurteilt, dafür andere (USA!) zu gut! – Weshalb an den Kapitalmärkten eines die Regel bleiben wird: Der Herdentrieb! Gehen die anderen in den Markt – geht man mit hinein; gehen sie aus dem Markt – geht man mit raus! Nur die wenigsten investieren gegen den Trend.

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