Nightmare of debt deflation stalks Europe

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Ein weiterer Beitrag zur verfehlten Wirtschaftspolitik in Europa. Diesmal jedoch mit einer realistischeren Sicht auf die Möglichkeiten der EZB:

  • Die Wirtschaftsdaten unterstreichen einmal mehr, dass von einer Erholung keine Rede sein kann.
  • Gewinnerwartungen fallen, Aktien fallen, Zinsen fallen.
  • Kein Wunder, dass die Märkte davon ausgehen, dass die EZB letztlich doch in Quantitative Easing (QE) einsteigen wird. bto erwartet dies auch. Der Autor der FT ist da skeptisch.
  • Im Unterschied zu anderen Notenbanken ist die EZB strukturell langsamer: Es muss ein mühsamer Entscheidungsprozess durchlaufen werden, geht es doch um verschiedene Länder(interessen).
  • Die EZB muss erst den Stresstest der Banken über die Bühne bringen und darf nicht den Eindruck erwecken, mit QE den Banken zu helfen. Deshalb bedarf es einer zeitlichen Pause. Folge: QE
    wird – wenn es denn kommt – zu spät kommen.
  • Alle Maßnahmen der EZB führen faktisch zu mehr europäischer Integration (siehe meinen Kommentar zum Schuldentilgungsfonds durch die Hintertür). Dies widerspricht aber der politischen Tendenz in den Ländern, die eher nach weniger als mehr Europa tendiert.
  • Zudem würde QE nur wiederum Zeit kaufen. Wirtschaftswachstum setzt hingegen echte Reformen (bto: und eine Beseitigung des Schuldenüberhangs) voraus.

Fazit: Deutschland tut nur das Minimum, um den Euro zu erhalten. Dies wird aber nicht genügen. Wer wirklich die EU retten will, muss wohl den Euro opfern.

FT (Anmeldung erforderlich): Nightmare of debt deflation stalks Europe, 24. August 2014

1 Antwort
  1. Dieter Krause says:

    Ja, jetzt sind Sie auch dort angekommen, Herr Stelter, wo sich die meisten Nobelpreisträger in Lindau bewegt haben – der Euro muss weg: http://www.welt.de/wirtschaft/article131464451/Der-Euro-muss-weg-fuer-Europas-Aufschwung.html
    Nur glaube ich nicht daran, dass dann auch der Aufschwung kommt! Es kommt dann eher zu einem Aufwertungs- und Abwertungswettkampf in Europa. Mit ziemlich verheerenden politischen Rückwirkungen. Die u.a so ausehen könnten, dass die EU zu überhaupt gar keiner einheitliochen Position in der Ukraine-Krise mehr fähig wäre. Weil dann für Frankreich und Italien das Hemd (sprich die Wirtschaftsbeziehungen zu Rußland) wieder viel näher wäre als der Rock (Verteidigung der gemeinsamen europäischen Werte gegen Rußland)!
    Ich glaube aber nicht an das Euro-Zerfallsszenario. Auch weil Wirtschaftsnobelpreisträger noch nie gut in Politik waren! Bis auf einige Ausnahmen wie Keynes und Stiglitz (nicht Friedman). Die wirklich auch politisch denken konnten!

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