«L’Allemagne risque de devenir l’économie la plus faible de la zone euro»

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone

Albert Edwards ist für Leser dieser Seiten nicht neu. Schon mehrfach habe ich seine interessanten Analysen dargestellt. Er hat sicherlich einen negativen Blick auf die Lage der Wirtschaft in der westlichen Welt. Schon seit Jahren sagt er ein japanisches Szenario anhaltender Deflation und Wirtschaftskrise voraus. Er nennt es „Eiszeit“. Was man ihm allerdings lassen muss: Wer seiner Empfehlung folgte, auf Anleihen relativ sicherer Staaten zu setzen (USA, Deutschland), ist in den letzten zehn Jahren deutlich besser gefahren als mit Aktien. In einem seiner nicht so häufigen Interviews fasst er seine Sicht der Lage zusammen (ähnlich zu seiner Deflationswarnung):

  • Die Schwellenländer sind heute deutlich stabiler als Ende der 1990er-Jahre. Dennoch haben die derzeitigen Turbulenzen Konsequenzen für die Weltwirtschaft. Diesmal aber durch eine Abwertung der jeweiligen Währungen und damit den Export der Deflation in die westliche Welt.
  • Ausgehend von Japan – welches so seinen Bankrott abwenden will (wie wir diskutiert haben) – wird es zu einem Abwertungswettlauf kommen – über Korea, Thailand bis hin nach Brasilien.
  • Auch China wird sich diesem Trend nicht entziehen können. Zu sehr hat es durch die Lohnsteigerungen der letzten Jahre an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Hinzu kommen die Folgen einer „größeren Kreditblase, als die USA sie hatten“ und erheblicher Überkapazitäten in der Wirtschaft.
  • Für Europa sind das sehr schlechte Nachrichten. Der Euro ist viel zu stark, und die Schuldenprobleme sind noch nicht gelöst.
  • Am meisten gefährdet: Deutschland. Wir stehen im direkten Wettbewerb mit den Ländern, die jetzt massiv abwerten.

Müßig zu sagen: Eine Rezession in Deutschland würde der Eurozone nicht gerade helfen….

Les Echos: «L’Allemagne risque de devenir l’économie la plus faible de la zone euro», 28. Februar 2014

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte das Captcha ausfüllen * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.