„Italy’s broken banks show the dangers behind the euro“

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone

Italien bleibt für mich der beste Kandidat für einen Euro-Austritt. Das Land ist in einer Depression gefangen, ohne Möglichkeit, sich daraus aus eigener Kraft zu befreien. Klares Krisensignal signalisieren die dortigen Banken. Nach Jahren des wirtschaftlichen Niedergangs sind die faulen Schulden massiv. Der Telegraph fasst das Grauen zusammen:

  • The Italian economy has done extremely badly under the euro, suffering second only to Greece. Italy has grown, on average, by just 0.2pc a year since the single currency was launched in 1999.
  • Locked in a high-currency strait-jacket, it has lost 30pc in terms of unit labour cost competitiveness against Germany over that period, a loss that would previously have been significantly eased by gradual depreciation of the lira.
  • The official Italian unemployment rate of 11.4pc, while high (it’s 5.1pc in the UK), is widely dismissed as an under-estimate. In Campania the level is 53pc. In Calabria it’s 65pc. Youth unemployment, having averaged 23pc during the first decade of the euro, is now a heartbreaking 37pc. bto: Da wundert man sich doch nur, weshalb die Anti-Euro-Parteien noch nicht regieren.
  • That’s one reason why polls show almost 50pc of Italians want to leave the EU, with several mainstream parties openly discussing the prospect of quitting the euro. Italy’s ongoing lack of growth has badly aggravated its debt crisis, with government liabilities standing at €2,170bn, or 134pc of GDP.
  • The only reason the country’s sovereign bonds aren’t trading at ruinous yields is that the European Central Bank is pumping out €80bn a month of printed money.
  • The most immediate problem, though, one that poses a very real danger of systemic meltdown, is Italy’s banks. The €80bn pile of UniCredit’s non-performing loans that did for its CEO is just part of a far bigger €360bn national NPL mountain.
  • Italy’s banks have bad debt on their balance sheets equivalent to around 18pc of all outstanding loans and rising – compared to 3pc and falling in Germany and 4pc in France. While banks’ shares have suffered across the EU this year, those in Italy are down over half as much again as the average. bto: In Deutschland muss es auch fallen. Gute Konjunktur und vor allem tiefe Zinsen.
  • With the state close to insolvent, the banks are attempting a private-sector led scheme under which, rather than writing off loans and imposing losses on stock and bondholders, as should happen, weak big banks are propping up weak small banks.
  • „(…) when it comes to the single currency itself almost everyone now accepts what some of us have been saying for 25 years, namely, that it will only survive if there is a meaningful pooling of a large chunk of euro-wide government revenue and also a banking union. Neither will happen anytime soon. bto: weshalb die Bombe des Euro weiter tickt.
  • (…) before these massive dilutions of national sovereignty happen – and I submit humbly that they never will – one or more countries will crash out of the euro, causing an almighty mess, the bill for which will be met by the big economies in the EU.
  • The single currency is a powder-keg. It represents probably the largest systemic danger to global financial markets on earth. Yet, whatever the catalyst, be it an Italian banking collapse or ongoing turmoil in Greece, as an EU member the UK is on the hook should the euro implode. Consider that when assessing the merits of Remain. bto: ein starkes Argument für einen Brexit.

Wer noch mehr zu Italien lesen möchte, hier ein paar Beiträge von bto:

→ „Lasst uns aus dem Euro austreten, bevor Italien es tut“

→ „Wird es Italien schaffen?“

Und hier der Link zum Telegraph:

The Telegraph: „Italy’s broken banks show the dangers behind the euro“, 28. Mai 2016

7 Antworten
  1. Clemens Frey says:

    Guten Tag,
    The Telegraph liefert hier ein paar gute Fakten zu den wachsenden Problemen innerhalb der Eurozone. Probleme die nur noch politisch gelöst werden können, aber wohl kaum werden, solange die breite EU Skepsis bestehen bleibt.
    Allerdings verstehe ich das Argument nicht „as an EU member, the UK is on the hook should the Euro implode“. Sie kommentieren dies als starkes Argument für einen Brexit. GB wird so oder so (als EU Mitglied oder nicht) davon betroffen sein. Für die Schulden eines Insolventen Eurostaates werden letztendlich die anderen Euromitglieder aufkommen. Warum würde ein EU Staat, das nicht Euromitglied ist, „on the hook“ sein. Können Sie das nochmal erläutern bitte.

    Vielen Dank für diese tolle Webseite

    Gruß C Frey

    Antworten
    • Daniel Stelter
      Daniel Stelter says:

      Ah, ich meinte, es ist ein überzeugendes Argument, wenn man dem folgt. Ich denke, die meisten Kosten werden in der daraus entstehenden Rezession entstehen und dem kann man sich ohnehin nicht entziehen. Ansonsten bin ich bei Ihnen, dass man Nichteuro-Mitglieder schlecht wird zwingen können, zu bezahlen. Startet die EU jedoch eine Art „Rettungsprogramm“ für betroffene Länder, wären die EU-Nichteuro-Länder dabei. Soweit ich mich erinnere, hat UK ganz am Anfang der Eurokrise auch an einem Pool mitgewirkt.
      LG
      DSt

      Antworten
  2. Katalin says:

    Hallo,

    unterschied für IT mit oder ohne Euro;

    1. mit Euro:
    Gewinner: Staat, Konsum
    Verlierer: Unternehmen, Verluste bei Marktanzteilen da relativ teuerer

    2. ohne Euro:
    Gewinner: Unternehmen, da surch die Abwertung relativ billiger als die Konkurenz

    Aber, aber: Teile der IT Industrie sind auch mit dem Euro Wettbewerbsfähig, da aufgrund hoher Qualität und der Markebekanntheit akzeptiert die int. Kundschaft auch höhere Preise

    Fazit: IT ein Schlüsselland der EU dessen Unternehmen und Kapital eng verflochten ist mit dem DE und FR hat kein Interesse den EU zu verlassen, da es dadurch nichts gewinnt, sondern die Leistungsverweigerer d.h. die Politiker von dem Euro nur profitieren wegen billigeren Schulden und DE und FR ohne IT mit Euro, was fast die Auflösung der EU gleichkommen würden, viel Einfluss verlieren würde und es niemals zulassen würden, der Bluff von Berlusconi ging ja bekanntermaßen nach hinten los. Das IT Kapital mit Hilfe des DE putschte in einfach weg. Es kommt nicht von ungefähr, dass man IT oder ES viel mildere oder fast gar keine Sparmaßnahmen auferlegt hat, als GR.

    Gruß

    Antworten
      • Dietmar Tischer says:

        >Solange der Karren irgendwie läuft, sind die Italiener zufrieden.>

        Vielleicht sind sie nicht zufrieden, aber wohl nicht bereit, ihn irgendwie anders zu besseren Verhältnissen hin laufen zu lassen.

        >Und wenn er nicht mehr läuft, ist es den Italienener auch egal.>

        Das glaube ich nicht.

        Keiner Bevölkerung ist es egal, wenn der Karren nicht mehr läuft.

        Dann werden die Verhältnisse unkalkulierbar.

        Die Geschichte hat das hinreichend gezeigt.

        Ich sehe nicht, dass dies heut anders sein soll.

  3. Dietmar Tischer says:

    >Das Land ist in einer Depression gefangen, ohne Möglichkeit, sich daraus aus eigener Kraft zu befreien.>

    Stimmt, aber viel zu vornehm ausgedrückt.

    Andere sind bereits dabei, das Land mit ihrer Kraft zu übernehmen:

    6 Millionen Ratten in Rom, doppelt so viele wie die Stadt Einwohner hat.

    Hier das ganze Schauerstück:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/rom-verlottert-virginia-raggi-hat-die-besten-chancen-14268339.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    Aussichtslos runtergewirtschaftet.

    Deprimierend.

    Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte das Captcha ausfüllen * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.