In die Tasche lügen kostet richtig Geld

Es ist wenig tröstlich, dass die Politiker in aller Welt die Augen vor der Realität verschließen. In Deutschland beschließt die GroKo Rentengeschenke, von denen jeder weiß, dass sie uns innerhalb von zehn Jahren massiv auf die Füße fallen werden. In den USA – ich berichtete bereits darüber – hantiert die Politik mit Fantasierenditen, die die Kapitalanlagen der staatlichen Pensionsfonds in den kommenden Jahrzehnten erzielen werden. Je rentierlicher die Kapitalanlage, desto weniger muss aus laufenden Einnahmen zur Seite gelegt werden.

Eine neue Studie des Rockefeller Institute of Government richtet einen dringenden Appell an die Politik, mit realistischen Annahmen zu arbeiten.

  • Die meisten Pensionsfonds nehmen noch sieben bis acht Prozent Rendite pro Jahr an. Die Zusagen der Pensionen sind aber fix, weshalb eine zu erwartende Lücke von künftigen Steuerzahlern zu schließen ist.
  • Unter Verwendung von derzeit erzielbaren Renditen für Unternehmensanleihen guter Qualität ergibt sich eine zusätzliche (zu der bereits ausgewiesenen) Lücke von ein bis zwei Billionen US-Dollar.
  • Der Renditedruck treibt die Investmentverantwortlichen in immer größere Risiken und führt zu zunehmenden Verlusten. Statt die Lücke zu schließen wird sie so zusätzlich vergrößert.

Besser – so die Autoren – wäre es, mit realistischen Annahmen zu arbeiten und die Lücke über Steuern und Kürzungen zu schließen. Es darf gezweifelt werden, dass dies je kommt. Ist es doch typisch für die Politik, Probleme lieber anwachsen zu lassen – und den Nachfolgern zu vererben. Egal ob hier oder im fernen Amerika.

Rockefeller Institute of Government: „Strengthening the Security of Public Sector defined Benefit Plans“, Januar 2014

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