Global savings glut suppresses bond yields

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Ergänzung zu heute Morgen. Bernanke sieht die Ursache bekanntlich in den weltweiten Ersparnisüberhängen, wofür auch einiges spricht (neben den genannten Schulden …). Dabei dürfte die demografische Entwicklung einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung haben.

Nach einer neuen Studie von Michael Gavin bei Barclays dürfte der Ersparnisüberhang der Babyboomer bis zu zwei Prozentpunkte des Zinsrückganges der letzten drei Jahrzehnte erklären. Demnach ist der „natürliche Zins“ von rund zwei Prozent auf null gesunken. Dieser ist um Inflation und Konjunkturzyklus bereinigt.

Dies wird sich aber nicht fortsetzen. Mit dem Eintritt in das Rentenalter beginnen die Babyboomer ihre Ersparnisse abzubauen, während gleichzeitig die Anzahl an Erwerbstätigen (die sparen würden) zurückgeht.

Die Schwellenländer werden nicht viel helfen. Zwar werden dort bis 2030 noch rund 330 Millionen mehr Menschen sparen, doch dürften deren Ersparnisse eher in der Heimatregion investiert werden (bto: was bedeutet, dieses Geld stützt die Assetpreise hier nicht). Die Auswirkung ist schwer zu prognostizieren. Barclays erwartet einen Anstieg des natürlichen Zinses um einen Prozentpunkt in den kommenden fünf Jahren und bis zu 3,5 Prozentpunkte auf Sicht von 20 Jahren. Da die langlaufenden Anleihen ‒ auch dank der Intervention der Notenbanken ‒ derzeit weit unter dem natürlichen Zins notieren, wäre hier ein noch deutlicher Anstieg zu erwarten ‒ wie bei einem Luftballon, der unter Wasser gehalten wird und dann nach oben springt.

Aktien wären hiervon ebenfalls betroffen, da Sparer ‒ wie auch von den Rentenmanagern empfohlen ‒ mit zunehmendem Alter Aktien abbauen und Anleihen kaufen.

Japan ist hier voraus. Bis jetzt sind die Anleihenzinsen nicht gestiegen, obwohl die Sparquote von sehr hohen Werten auf null gefallen ist. Dürfte natürlich auch an der Politik liegen. Nur, daraus zu schließen, dass es nicht passieren kann, ist wahrlich heroisch …

FT (Anmeldung erforderlich): Global savings glut suppresses bond yields, 17. April 2015

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