Forget sovereign bonds – the ECB should buy equities

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Vor kurzem habe ich die Kreativität der Italiener gelobt, Eigenkapital für das schwächelnde Bankensystem durch einfache Buchhaltungstricks zu schaffen. Das war zwar verglichen mit Irland nur Kleingeld, dennoch ein Beispiel für die wachsende Kreativität der Rettungspolitiker. Und ich war sicher, dabei wird es nicht bleiben. Als neues Beispiel der Vorschlag des Chief Investment Officers der Generali Versicherung: Die EZB solle keine Staatsanleihen kaufen, sondern Aktien. Damit würde sie:

  • die Gefahr einer Deflation abwenden,
  • den bereits bestehenden Aufschwung am Aktienmarkt fördern,
  • die Kapitalkosten senken und damit die Unternehmen zu Investitionen anregen,
  • den Besitzern von Aktien, wie zum Beispiel Versicherungen, „helfen“.
  • Es würde den Banken helfen, da diese dann höhere Werte in den Büchern hätten und somit den Stresstest der EZB besser bestünden (aha).
  • Und die kleineren, nicht börsennotierten Unternehmen würden indirekt profitieren von der höheren Nachfrage der großen.

Soso. Und die FT druckt so etwas noch ernsthaft ab. Dabei wissen wir, dass

  • der Vermögenseffekt nicht richtig wirkt, weil eben nur wenige profitieren
  • die Unternehmen trotz Rekordgewinnen nicht investieren. Warum sollten sie es bei höheren Aktienkursen tun?
  • die Wirkung auf das Eigenkapital der Banken minimal sein wird (wie schlecht muss es aussehen, wenn man alles probiert)
  • die Versicherer die Aktienquoten deutlich reduziert haben, weil sie von der Regulierung in die Staatsanleihen gedrängt werden.

Wenn man es ernst meint, muss man etwas anderes vorschlagen, was ich übrigens schon im März 2009 gemacht habe: Die Notenbanken sollen, statt Banken zu helfen, den Endschuldnern helfen, indem sie Immobilien kaufen (ab Seite 14). Und zwar zu Preisen von 2007. Das würde übrigens wirklich funktionieren.

FT (Anmeldung erforderlich): Forget sovereign bonds – the ECB should buy equities, 5. Februar 2014

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