Farewell QE, you have been a magnificent success

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Ohne das massive Eingreifen der Notenbanken – allen voran der Fed – wäre es zweifellos zu einer weltweiten Depression gekommen, die die 1930er-Jahre locker in den Schatten gestellt hätte. Insofern hat Ambrose Evans-Pritchard in seinem heutigen Beitrag natürlich recht, dass wir den Notenbanken dafür dankbar sein sollten. Er vergleicht dann auch noch die wirtschaftliche Lage in USA, UK, Schweiz und Japan mit der in der Eurozone und kommt zu dem Schluss: Dank QE stehen die anderen Länder besser da, als wir in Europa und konnten zudem – Beispiel USA – den Gesamtschuldenstand relativ zum BIP reduzieren. Er wiederholt auch die Erkenntnis, dass man sich aus der Krise nicht heraussparen kann.

Wir stimmen ihm zu. Allerdings sind auch in den anderen Ländern die Probleme nicht wirklich gelöst:

  • In den USA stabilisieren sich die Schuldenstände, die leichte konjunkturelle Erholung ging aber mit wieder steigender Verschuldung der Privathaushalte einher. Wir scheinen noch keine Formel gefunden zu haben, wie wir Wachstum erzielen, ohne ständig zunehmender Verschuldung (nicht nur absolut, sondern auch relativ). Zudem bleibt offen, ob die Finanzmärkte in den USA ein nachhaltig stabiles Niveau erreicht haben – oder doch ein Einbruch droht.
  • In UK wird der Aufschwung durch immer weiter steigende Schulden erkauft. Die Privathaushalte haben so viele Schulden wie noch nie in der Geschichte.
  • Japan ist bei weitem noch nicht aus den Problemen raus. Es gibt sicherlich eine Belebung der Wirtschaft, auch dank steigender internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Auf jeden Fall ist es zum Jubeln zu früh, und an anderer Stelle hat der Telegraph die Risiken diskutiert.
  • Die Schweiz ist in einer anderen Situation: insgesamt solider finanziert, die Banken konsequenter saniert. Doch die Frage bleibt: Was wird aus den Assets der SNB?

Ja, der Totalkollaps wurde verhindert. Aber die Probleme sind noch lange nicht gelöst. Doch da liegt der Ball bei der Politik. Sie hat die Zeit nicht genutzt, den die Notenbanken ihr gekauft haben.

The Telegraph: Farewell QE, you have been a magnificent success, 19. Dezember 2013

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