Europe is the falling knife you can catch

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Vor einigen Tagen habe ich in meiner WiWo-Kolumne dazu aufgefordert, außerhalb Europas zu investieren. Aus gutem Grund. Denn die meisten von uns sind mit dem überwiegenden Teil ihres Vermögens auf diesem Kontinent investiert, einem Kontinent, der offensichtlich ziemlich viele, ungelöste Probleme hat, wie wir wieder mal sehen konnten in den letzten Tagen. In meiner Kolumne habe ich auch daran erinnert, dass die Bewertungen in Europa durchaus (relativ!) attraktiv sind. Was nicht heißen muss, dass sich das ändert.

John Authers von der FT bringt den Punkt erneut, wobei er dies eher vorsichtig tut. Wer noch nicht richtig in Europa investiert ist, sollte dies tun, so seine Kernaussage:

  • Der Gewinn liegt bekanntlich im Einkauf. Also bieten sich China und Europa an. Von China rät er sogleich ab: zu hoch die Bewertungen, zu unsicher der Staatseinfluss.
  • Europa hingegen bietet Einstiegschancen. Die Griechenlanddiskussion hat die Märkte belastet. Zehn Prozent haben sie seit den Höchstständen verloren.
  • Schon zum Jahresanfang waren europäische Aktien relativ unterbewertet. Nach einer beeindruckenden Rally sind sie nun wieder unter die US-Benchmarks gefallen.
  • 2007 lag die Börsenkapitalisierung Europas über jener der USA – heute ist der US-Markt 72 Prozent höher. Die europäische Underperformance ist „breathtaking“.
  • Die USA sind nun am Höhepunkt der Bewertung – ein Punkt auf den ich in meiner letzten Kolumne bei der WiWo hingewiesen habe – während Europa immer billiger aussieht.
  • Nimmt man das CAPE-Ratio, sind alle Märkte in Europa billig im Vergleich zur eigenen Historie. Italien und Spanien haben ein CAPE von 11,2 und 12,4 verglichen mit historischen Durchschnitten von 21,3 und 15,5. Dies verspricht gute Erträge von 5,5 und 6,9 Prozent pro Jahr für das kommende Jahrzehnt. – bto: Wenn man davon ausgeht, dass alles wieder so wird wie früher. Bezweifle ich allerdings. Allerdings hat Authers recht, wenn er betont, dass die europäischen Unternehmen massiv die Kosten gedrückt haben, was die Kurse stützen dürfte.
  • Das QE der EZB sollte zusätzlich helfen, während es in den USA fehlt. – bto: Ich bleibe dabei. Auch die USA werden wieder mehr Geld drucken. Von wegen Aufschwung.

Fazit: Wer noch nicht in Europa stark investiert ist, sollte schwache Tage zum Zukauf nutzen. Da bin ich dabei. Aber mehr als 50 Prozent Europa sollten es trotzdem nicht sein!

→ FT (Anmeldung erforderlich): Europe is the falling knife you can catch, 10. Juli 2015

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