Endlich:«Die Eurokrise ist so gut wie überwunden» :-)

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Endlich gute Nachrichten!! Die Eurokrise ist fast vorbei! Im Interview mit der FINANZ und WIRTSCHAFT erläutert der amerikanische Nationalökonom William R. Cline, weshalb es gut geht:

  • „Vorbei ist die Krise nicht ganz, doch die Probleme werden gut gemeistert, und die Ziellinie ist in Sicht.“
  • „Italien, Irland und Portugal, sind auf Kurs, ihre Verschuldungsquoten, die auf bis zu 135 % stiegen, bis 2020 auf etwa 110 bis 115 % herunterzuschrauben. Spanien hingegen, wo die Quote bei etwa 90 % lag, bewegt sich nun auf 100 bis 110 % zu. In den Ländern der Peripherie halte ich eine Veschuldungsquote sebst in dieser Höhe für mittelfristig tragfähig. Langfristig sollte Spanien aber unter Einhaltung der Sparvorgaben versuchen, sich auf die von Maastricht vorgeschriebenen 60 % hinzubewegen. Will Spanien etwa ab 2018 wieder beginnen, die Schulden so weit abzubauen, dass dieses Ziel erreicht werden kann, dann müsste allerdings eine Überschussquote von 4 % und nicht jene 1,7 % realisiert werden, die ich derzeit für wahrscheinlicher halte.“
  • „Von 2015 bis 2018 gehe ich von durchschnittlichen Wachstumsraten von 2,5 % für Irland, 1,7 % für Portugal, 1,3 % in Italien und 0,8 % in Spanien aus. Sollte die Eurozone hingegen deutlich schwächer wachsen, dann wäre auch anzunehmen, dass die Zinsen gar nicht oder zumindest deutlich langsamer steigen. Geringeres Wachstum und ein geringerer Zinsanstieg würden sich also mit Blick die Folgen für Schulden und Haushaltsdefizite teilweise ausgleichen. Fortschritte beim Schuldenabbau wären trotzdem möglich, nur würden sie etwas langsamer erfolgen.“
  • „Die Deutschen haben eindeutig das Richtige getan, indem sie für den Fortbestand der Eurozone kämpften. Sie werden auch weiterhin das Zugpferd sein, wobei ich gern deutlich mehr Konvergenz sehen würde. Ich sehe langfristig eine Situation, in der die angeschlagenen Länder ihre Staatsfinanzen wieder im Griff haben, sich stärker erholen und wieder den Anschluss finden an die wohlhabenderen Länder der Eurozone. Dann werde ich die Krise für vollständig, und nicht wie heute für ‚fast‘ überwunden erklären. Deutschland wird der Anker bleiben …“

So. Damit ist klar, dass ich nicht nur die negativen Nachrichten
bringe …

FuW: «Die Eurokrise ist so gut wie überwunden», 22. August 2014

Wobei, ganz andere Signale kommen vom Bodensee: In Lindau tagen die Nobelpreisträger und kommen zu dem fatalen Schluss, dass die Politik eben doch nicht fruchtet. Die Schulden wachsen ungebremst und die Wirtschaft stagniert. Gerade auch wegen der Demografie. Interessant ist auch, dass Cline weder die Bankenprobleme noch die Privatverschuldung mit einem Wort erwähnt. Doch wie kann man die Eurokrise ohne diese beiden Themen betrachten??

The Telegraph: Nobel economists say policy blunders pushing Europe into depression, 20. August 2014

Natürlich fordern die Nobelpreisträger, dass Deutschland bezahlt, ohne zu sagen, um wieviel Geld es geht. Kennen wir ja auch schon.

Wie ernst es langsam wieder wird, zeigt sich auch daran, dass immer mehr Stimmen fordern, dass die EZB jetzt handelt. Wie zum Beispiel Richard Portes von der London Business School:

FT (Anmeldung erforderlich): Draghi has to do, as well as say, whatever it takes, 20. August 2014

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