Die Taylor-Regel

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In meinem Buch zeige ich, dass die Zinsen in der Eurozone vor Ausbruch der Krise massiv zu tief waren – Hauptauslöser für den Schuldenboom, mit dessen Nachwirkungen wir uns jetzt herumschlagen müssen. Doch wie bestimmt man den „richtigen“ Zins? In der Wissenschaft hat sich die sogenannte „Taylor Rule“ etabliert. Die FINANZ und WIRTSCHAFT erklärt, wie sie funktioniert: „Indes ergab die Analyse, dass ‚es in den meisten Ländern von Vorteil ist, wenn sowohl dem Preisniveau als auch dem realen Produktionsausstoß Gewicht in der Zinsregel zukommt‘. Das war eine wichtige Erkenntnis, vereinte sie doch die beiden zentralen aber unvereinbaren ökonomischen Schulen – den Keynesianismus und die Chicagoer Lehre rund um Milton Friedman. Erstere betont das Produktionspotenzial als wichtigste Weiche, die gestellt werden muss, wenn sich wirtschaftspolitisch etwas ändern soll. Letztere konzentriert sich auf das Preisniveau.“

Taylor selbst hat die Geldpolitik seit 2003 für zu lasch befunden: „Seit 2003 begehe man jedoch wieder die alten Sünden und gehe sporadisch vor. Der US-Leitzins liege seit diesem Jahr markant unter dem optimalen Taylor-Zins. Der Ökonom macht aus seinem Unmut über die seines Erachtens falsche Notenbankpolitik bis heute keinen Hehl.“

Für die Eurozone empfiehlt er ausdrücklich Quantitative Easing, da seine Formel im Umfeld von Deflation nicht funktioniere.

FuW: Die Taylor-Regel, 26. Mai 2014

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