Der Umbau der Europapolitik

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Wie von mir bereits lange erwartet und gerade auch mit Blick auf das Buch von Piketty vorhergesagt: Vermögensverteilung und Schulden werden immer mehr im Zusammenhang gesehen. Und das Establishment sieht in Vermögenssteuern die Lösung für beide Probleme. So auch dieser Kommentar in der FINANZ und WIRTSCHAFT: „Tatsächlich könnte eine Vermögenssteuer die Wirtschaftstätigkeit und das Wirtschaftswachstum beleben. Leerstehende Häuser und brachliegende Felder – ein weit verbreitetes Phänomen im Süden Europas – stellen eine relativ sichere Anlage dar, die aufgrund niedriger Grundsteuern nicht viel kostet. Ein höherer Steuersatz würde Eigentümer animieren zu verkaufen, was zur Sanierung und Verbesserung von Land und Gebäuden führen würde – und praktisch die Wirkung eines umfangreichen Konjunkturpakets hätte.

Da eine Vermögenssteuer vorrangig genutzt würde, um eine hohe bestehende Staatsverschuldung abzutragen, würde sie innerhalb der einzelnen Mitgliedstaaten erhoben. Eine Vermögenssteuer wäre nicht auf den unsicheren Versuch angewiesen, einen mobilen Produktionsfaktor zu besteuern, wenn Immobilien als Grundlage für die Besteuerung dienen. Und die Steuer als einmalige Abgabe zu präsentieren, die eingesetzt wird, um mit den Hinterlassenschaften der schlechten Politik im 21. Jahrhundert aufzuräumen, würde verhindern, dass künftige wirtschaftliche Aktivitäten gehemmt werden.“

FuW: Der Umbau der Europapolitik , 22. Mai 2014

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