Debt Is The Cause, Not The Cure

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Die Kernaussage von bto ist eine relativ simple: Schulden sind gut, soweit produktiv eingesetzt. Schulden sind kurzfristig gut, wenn nicht produktiv eingesetzt (Konsum, Kauf von vorhandenen Assets), Schulden sind ein massives Problem, wenn zu lange und zu viel in nichtproduktive Bereiche fließt.

Dies ist seit 1982 zunehmend der Fall. Bis dahin wuchsen die Schulden im Einklang mit dem BIP, seither deutlich schneller, wie diese Darstellung verdeutlicht:
Debt-Economic-Deficit-022216

Quelle: Zero Hedge

Eine schöne Visualisierung unseres Ponzi-Schemas! Dabei wirken die Schulden immer weniger auf das Wirtschaftswachstum. Im Gegenteil, wir ersticken unter der Schuldenlast und die ökonomische Eiszeit wird immer deutlicher:

 

Debt-Total-GDP-022216

Quelle: Zero Hedge

Ursache: Ein immer größerer Teil der Schulden dient der Bedienung vorhandener Schulden. Damit schrumpft der Nachfrageeffekt. So bringen vier US-Dollar neue Schulden nur noch einen US-Dollar mehr BIP. (bto: Ich habe schon von deutlich schlechteren Relationen als von 10:1 gehört).

Die Notenbanken haben den Prozess des Delevaraging, der 2008 begann, unterbrochen. So gelang es, die Verschuldungsmaschinerie nochmals in Schwung zu bekommen. Die FuW berichtet mit Blick auf die US-Unternehmen: „Zwar ist das Schuldzinsniveau tatsächlich weiterhin tief, liegen die globalen Kreditkosten (Borrowing Costs) mit rund 3% deutlich unter dem Zwanzigjahremittel von 4,5%. Der hohe Schuldenberg und die schwindende Gewinnkraft machen den Zinsdienst allerdings immer anspruchsvoller. So hat sich der Zinsdeckungsgrad von US-Unternehmen mit Anlagequalität auf die Tiefs von 2009 zurückgebildet.“ – bto: und das am Ende eines siebenjährigen Aufschwungs. Das billige Geld hilft der Realwirtschaft eben nicht! Die Unternehmen sind gezwungen „financial engineering“ zu betreiben.

Quelle: FINANZ und WIRTSCHAFT

Damit verstärkt sich der deflationäre Druck naturgemäß und es wird der Ruf nach immer drastischeren Maßnahmen deutlich.

Zero Hedge rechnet vor, dass die Schulden um 30 Billionen US-Dollar gesenkt werden müssen, um wieder zu einem nachhaltig stabilen Wert zu kommen (bto: Leider wird die Definition des stabilen Wertes nicht vorgenommen):
Debt-Structurally-Maintainable-Level-022216

Quelle: Zero Hedge

In der Vergangenheit erfolgte eine solche Bereinigung nur in Verbindung mit schweren Wirtschaftskrisen.

→ FINANZ und WIRTSCHAFT: „Der Marktzyklus deutet auf weitere Kursverluste hin“, 25. Februar 2016

2 Antworten
  1. Stefan Ludwig says:

    Herr Stelter,
    welche Volkswirtschaftler bzw. Wirtschaftswissenschaftler würden zu ihrer Kernthese:

    „Schulden sind gut, soweit produktiv eingesetzt. Schulden sind kurzfristig gut, wenn nicht produktiv eingesetzt (Konsum, Kauf von vorhandenen Assets), Schulden sind ein massives Problem, wenn zu lange und zu viel in nichtproduktive Bereiche fließt“

    eine offene und (selbst)kritische Stellungnahme abgeben?

    mit freundlichen Grüßen

    Stefan Ludwig

    Antworten

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