Copper price plunge tied to China credit unwind

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Die Bedeutung des Kupferpreises als Konjunkturindikator ist weithin bekannt. Insofern gilt der Absturz des Preises für Kupfer in der vergangenen Woche zumindest als Warnsignal für die Konjunktur. Die Charttechniker der WirtschaftsWoche verweisen in der aktuellen Ausgabe auf die charttechnisch angeschlagene Situation und halten eine Halbierung des Preises für denkbar. Interessanterweise ist der Kupferpreis nicht nur Indikator für die konjunkturelle Lage in China sondern – vielleicht sogar viel mehr – ein Indikator für die finanzielle Stabilität im Lande. Kupfer wird als Sicherheit für Finanzgeschäfte verwendet. Die Homogenität und gute Handelbarkeit macht Kupfer zu einem idealen Pfand. Problematisch wird es nur dann, wenn Schuldner nicht mehr zahlen können und Gläubiger das Pfand verkaufen. Der dadurch ausgelöste Preisdruck bringt dann auch die anderen Schuldner unter Druck. Es droht ein Run auf den Ausgang mit einem starken Preiseinbruch und Forderungsausfällen. Die Zeiten, in denen die Ereignisse in China die Weltwirtschaft nicht beeinflussen, sind lange vorbei. Wenn wir die positive Wirkung der chinesischen Wirtschaft begrüßen, müssen wir auch die von dort ausgehenden Risiken ernst nehmen. Ein „decoupling“ gibt es in beide Richtungen nicht. Schon mehrfach habe ich auf die stark gestiegene Verschuldung in China verwiesen. Im Jahre 2002 lagen die Schulden von Staat und Privaten bei rund 80 Prozent des BIP, heute liegen sie bei 230  Prozent.

John Authers verweist auf die seit Jahren hohe Korrelation zwischen dem Kupferpreis und den Weltaktienmärkten. Zur Zeit ist sie nicht gegeben. Kupfer fällt, während sich die Aktienmärkte recht gut halten. Fragt sich: Wird sich die Korrelation wieder einstellen – und auf welchem Weg?

FT (Anmeldung erforderlich): Copper price plunge tied to China credit unwind, 14. März 2014

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