Concern over Asean groups’ debt-fuelled acquisitions

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Die Schuldenkrise des Westens breitet sich immer mehr auf die Welt aus. Dies zeigt sich an dem ungebremsten Schuldenanstieg in den Schwellenländern, nicht nur Chinas. Dies war volle Absicht der Notenbanken und erhöht die Krisenanfälligkeit nicht nur Asiens. Nun eine weitere Warnung, diesmal von der FT: Die kreditfinanzierten Übernahmen der Unternehmen in Asien führen zu immer mehr Besorgnis. Einmal abgesehen davon, dass wohl auch in Asien mehr als die Hälfte der Übernahmen scheitert (Warum sollten die Asiaten es besser können als wir im Westen??) und zudem in Zeiten billigen Geldes selten gute Deals gemacht werden (AOL/Time Warner), gibt es auch fundamentale Gründe zur Besorgnis:

  • S&P hat die Bilanzen der 100 größten Unternehmen Asiens analysiert: Immerhin 26 sind demnach „overleveraged“, haben also zu viele Schulden.
  • In Summe haben diese Unternehmen seit 2008 300 Milliarden US-Dollar für Unternehmensübernahmen ausgegeben. Die Hälfte mussten sie sich leihen.
  • Es gibt eine strategische Logik für die Übernahmen, weil die Unternehmen sich im asiatischen Markt breiter aufstellen wollen. 2015 startet die „Asian Economic Community“, eine Art gemeinsamer Markt.
  • 26 der 100 haben sogar einen negativen operativen Cash Flow, was im Klartext heißt, sie müssen sich Geld leihen, um die Geschäfte am Laufen zu halten. (bto: Dies muss nicht heißen, dass sie Verluste machen. Es kann sein, dass der Geschäftsaufbau, zum Beispiel mehr Lagerbestand, die Mittel überproportional bindet.)
  • Thailändische Unternehmen waren besonders aggressiv. Immerhin stehen die Käufe der größten 20 thailändischen Unternehmen für die Hälfte des Transaktionsvolumens.
  • Laut S&P muss dies nicht zwangsläufig bedeuten, dass eine Krise unmittelbar bevorsteht. Aber: Die Anfälligkeit für einen externen Schock, wie eine Rezession in China, ist entsprechend gewachsen.

Es hängt halt alles zusammen. Kürzlich wurde ich gefragt, wie lange dieses Schuldenwachstum eigentlich weitergehen kann. Ich weiß es nicht. Aber vermutlich länger, als wir es uns vorstellen können. Solange, bis alle potentiellen Schuldner maximal verschuldet sind und keine Kapazität mehr haben.

FT (Anmeldung erforderlich): Concern over Asean groups’ debt-fuelled acquisitions, 30. September 2014

1 Antwort
  1. Hartmut G. says:

    Guten Morgen,

    tja, eine interessante Fragestellung, wie lange kann das gehen?
    Mit Ihrem ausgezeichnetem Post „Schulden sind gut“, könnte ich mir folgenden Ansatz zur Grobabschätzung vorstellen: Schulden sind soweit unproblematisch, solange sie bedient werden, problematisch sind „non performing loans“. Kann man „non performing loans“ in „performing“ umwandeln, ohne mittels „Hubschrauber-Abwürfen“ zu schummeln? Außer ein Wunder passiert und die Mittelmeer-Ouzo-Fraktion findet eine neue Geschäftsidee vermutlich nicht. Folge: Wenn sich also nichts an den „non performing loans“ ändert, bleibt der Wert der Sicherheiten eines Kredites das Entscheidene. Eine Überzahl von nicht fertigen spanischen Betonhütten können wohl kaum als solche dienen, wie auch schon mittlerweile die spanischen Banken festgestellt haben.

    IMHO was bleibt: Die „non performing loans“ müssen auf Asset-Halter übertragen werden, deren Assets im Liquidationsfall werthaltig genug sind, bzw. deren Eigentümer kräftig genug malochen, damit es nicht dazu kommt.

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass der aktuell Marktwert(!) des gesamten deutschen Privatbesitzes ca. 75Billionen beträgt, somit noch jede Menge Spielraum.
    Oder habe ich bei der Grenzwertabschätzung was übersehen?
    mfG

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