Britain’s brightest leaving in brain drain and replaced with low skilled migrants

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Ich würde annehmen, in Deutschland ist es nicht viel besser: Die Wanderungsbewegung der Bevölkerung mag mengenmäßig positiv sein, nicht jedoch, was die Qualifikation betrifft. Die Daten für England sind jedenfalls ernüchternd:

  • Die am besten ausgebildeten Briten verlassen das Land, weil sie im Ausland mehr Geld verdienen können. Stattdessen strömen zwei Millionen überwiegend schlecht ausgebildete Immigranten ins Land. ‒ bto: Bei uns ist die Abwanderung in den letzten Jahren wohl zurückgegangen. Dennoch gilt, dass tendenziell die besser qualifizierten das Land verlassen. In UK kommt noch erschwerend hinzu, dass der Finanzsektor die anderen Bereiche verdrängt. Hier der Bericht zur negativen realwirtschaftlichen Wirkung des Finanzsektors.
  • Einwanderer nach England haben sechsmal mehr in ihrem Leben noch nie gearbeitet als die in England aufgewachsenen Menschen. Sechs Prozent der Einwanderer über 25 Jahren haben noch nie in ihrem Leben gearbeitet, verglichen mit einem Prozent der in England geborenen.
  • 25 Prozent der Arbeitnehmer mit schwachen Rechen- und Lesefähigkeiten sind Immigranten. Sie sind zudem deutlich mehr arbeitslos als in England geborene Personen.
  • Insgesamt wuchs die ungebildete Bevölkerung durch Zuwanderung um 2,4 Millionen. Obwohl gerade aus Süd-Asien viele Zuwanderer mit hohen Rechenfähigkeiten zugezogen sind, kamen sechsmal mehr Menschen mit schwachen Rechenfähigkeiten als mit guten nach England.
  • Der typische Einwanderer in die USA, Kanada oder Australien hat ein Monatseinkommen von umgerechnet 2580 Pfund, während der Wert in England bei 2000 liegt. ‒ bto: Da würde mich der deutsche Wert echt mal interessieren.

Irgendwie scheint eine restriktivere Einwanderungspolitik, die die Qualifizierung in den Vordergrund stellt, etwas zu bewirken. Leider ist bei uns eine unbefangene Diskussion dieses Themas fast nicht möglich. → The Telegraph: Britain’s brightest leaving in brain drain and replaced with low skilled migrants, 27. Februar 2015

2 Kommentare
  1. Uwe Wagner says:

    Einige Satzteile finde ich etwas ungeschickt formuliert:
    „…haben sechsmal mehr in ihrem Leben noch nie gearbeitet..“ Null Arbeitstage mal sechs macht wieviel Arbeitstage.
    „Sie sind zudem deutlich mehr arbeitslos ..“ das geht doch bestimmt besser, vielleicht „der Anteil der Arbeitslosen ist höher als..“

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