Bashing the rich isn’t going to save the ‚British dream’

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Für eine Fernsehdokumentation in England wurde analysiert, wie Reiche und Arme leben. Jeweils die eine Million reichsten und ärmsten Briten. Die Highlights:

  • Gewaltverbrechen werden in den ärmeren Gegenden 12-mal häufiger begangen als in den reichen Gegenden.
  • Die Lebenserwartung der Männer ist deutlich unterschiedlich: 70 Jahre in armen Gegenden, 88 bei den Reichen.
  • Familien, in denen der Vater noch zu Hause wohnt, stehen deutlich besser da als Alleinerziehende.
  • Besonders deutlich ist die Korrelation bei den schulischen Leistungen: Die Kinder aus den besseren Gegenden schneiden signifikant besser in der Schule ab.
  • Dabei liegt es nicht nur am schlechteren Start. Der Leistungsunterschied wächst sogar mit der Zeit in der Schule.
  • Die Schulen in den guten Gegenden sind entsprechend besser ‒ und zwar die staatlichen. Wer in diesen Gegenden wohnt, muss gar nicht auf Privatschulen gehen. Letztere sind also nur ein Symptom, aber wiederum nicht die Ursache für diese Unterschiede.
  • Die Gehälter der am höchsten bezahlten zehn Prozent wachsen weiter, während die Löhne der Ärmsten zehn Prozent stagnieren und auf dem Niveau von 1997 liegen.
  • Die tiefen Zinsen treiben derweil die Vermögenspreise von Ferraris bis zu Diamanten. (Genau der Effekt von Schulden auf Vermögenswerte, den ich immer wieder thematisiere.)
  • Allerdings zahlen die 3.000 Topverdiener in England so viele Steuern wie die neun Millionen ärmsten Briten.

Vermutlich würde eine Dokumentation in Deutschland zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommen. Die Schlussfolgerung sollte aber nicht der Ruf nach mehr Umverteilung sein, sondern nach einer besseren Verwendung der staatlichen Mittel: Bildung statt Rentengeschenke würde schon was bringen.

The Telegraph: Bashing the rich isn’t going to save the ‚British dream’, 15. November 2014

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