Austerität und Wirtschaftswachstum: Fehlender Befreiungsschlag

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Ausgezeichnete Bestandsaufnahme in der NZZ von heute. Von Austerität eigentlich keine Spur, dennoch verheerende wirtschaftliche Konsequenzen. Der Autor fordert zu Recht fundamentale Reformen nach schwedischem Vorbild – ziemlich deckungsgleich mit meiner Agenda übrigens. Ein Punkt wird jedoch nicht erwähnt. Damit eine Volkswirtschaft sich entschulden kann, bedarf es eines Außenhandelsüberschusses. Denn die Summe von Sparen/Verschuldung der vier Sektoren einer Wirtschaft (Staat, Unternehmen, private Haushalte, Außenhandel) ist immer Null. Wenn also die drei inländischen Sektoren im Plus, also mehr Ersparnis als Investition, wird Kapital exportiert und mehr Waren exportiert als importiert. Siehe die Diskussion zu den deutschen Außenhandelsüberschüssen. Doch wie sollen die Krisenländer ausreichend große Überschüsse erzielen? Schweden hat damals die Krone massiv abgewertet. Heute fehlt dieses Ventil.

NZZ: Austerität und Wirtschaftswachstum: Fehlender Befreiungsschlag, 6. Dezember 2013

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