Armenhaus Süditalien: Und was ist, wenn der Süden stirbt?

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Die F.A.Z.  hat schon einige sehr lesenswerte Beiträge zu Italien geschrieben. Heute passend zum Thema Transferunion eine Reportage aus dem Süden. Auszüge: „Der Bürgermeister seines Ortes hat soeben im Rat glücklich verkündet, dass die Region wieder im ärmsten Fördertopf der EU gelandet ist, genau wie Bulgarien und Rumänien. Das bedeutet für den Bürgermeister Geld und Posten.“ (…) „Mit gesträubten Nackenhaaren können Italiener von Brixen bis Agrigent hier lesen, was sie meistens ohnehin schon wissen, aber nur zu gern verdrängen: wie die sizilianische Mafia längst in Mailand Fuß gefasst hat; wie die Fördergelder nach Erdbeben und Überschwemmungen umgeleitet werden; wie der Süden nationale Fonds für Fortbildung und Krankenwesen schamlos ohne Gegenleistung leer pumpt; wie Europas Strukturzuschüsse systematisch abgeräumt werden; wie Giftmüll vergraben wird und Züge nicht fahren und Investoren Reißaus nehmen.“ Und schließlich: „ein Staat fast ohne Einkommen beschäftigt ein Heer von überflüssigen Mitarbeitern, weil es sonst kaum Industrie und Dienstleistung gibt. Während die Orangen und Oliven und der Wein von Rumänen, Albanern und Nordafrikanern geerntet werden und der Staat die Schulen nicht mehr putzt und die Büros nicht mehr heizt, setzen die Menschen des Mezzogiorno auf Subventionen aus dem vermeintlich reichen Norden.“

Und eine Transferunion für ganz Europa soll hier die Lösung sein?

F.A.Z.: Armenhaus Süditalien: Und was ist, wenn der Süden stirbt?, 15. März 2014

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