Ökonomie für Entspannte

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Die taz beschäftigt sich mit der „Sekundärliteratur“ zu Piketty: „Es gibt eine neue Literaturgattung: die Piketty-Zusammenfassung. Wem das Original zu anstrengend ist, kann sich anders darüber informieren.“ Erfreulicherweise auch mit einem kurzen Blick auf mein Buch: „Daniel Stelter (…) arbeitet klar und methodisch eine zentrale Schwäche bei Piketty heraus: Dieser betrachtet nur die Nettovermögen – von denen die Schulden also schon abgezogen sind. Damit aber entgeht Piketty, dass Staaten, private Haushalte und Unternehmen ihre Verschuldung seit 1980 mehr als verdoppelt haben, wenn man die Kredite in Bezug zur Wirtschaftsleistung setzt. Ohne diese Schuldenblase wäre aber gar nicht denkbar gewesen, dass die Vermögen so rasant wachsen. Denn Kredite haben einen Hebeleffekt und vergrößern den Reichtum scheinbar, weil sie die Preise von Aktien und Immobilien nach oben treiben. Stelter nennt sein Piketty-Buch daher programmatisch: ‘Die Schulden des 21. Jahrhunderts’.“ Obwohl ich in der „neoliberalen“ Ecke verortet werde, kommt die taz am Ende zu einer Empfehlung: „Wer Piketty verstehen will, sollte Stelter sowie Stützle und Kaufmann („Kapitalismus: Die ersten 200 Jahre. Thomas Pikettys ‚Das Kapital im 21. Jahrhundert‘“) lesen – am besten im Vergleich.“

taz: Ökonomie für Entspannte, 2. Januar 2015

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