«Die Krise ist nicht vorbei»

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Interview mit 10×0 zum Thema Schuldenkrise. Lesern von bto wohl bekannt, dennoch hier noch einmal in einem Interview zusammengefasst. „Zum grossen Problem für die EZB wird nun die Aussage, die Mario Draghi vor zwei Jahren machte: ‚Die EZB ist bereit, alles zu tun, um den Euro zu retten.‘ Damit ist die Notenbank zu einer Rettungsinstanz geworden. Die Kapitalmärkte gehen von einer impliziten Garantie der EZB für die Schulden der Krisenländer aus. Nur so lässt sich erklären, dass diese Länder so tiefe Zinsen haben wie seit Jahrhunderten nicht. Spanien sogar weniger als die USA. Fundamental ist dies nicht zu erklären, angesichts von Rekordschulden, schrumpfender Wirtschaft und schlechter Demografie. Ich bezeichne es als Schuldentilgungsfonds mit Hintertür. Denn letztlich wird die EZB zu Quantitative Easing übergehen und Anleihen kaufen. Die Folge ist eine Bilanzverlängerung mit Vermögenswerten von mehr oder weniger guter Qualität, für die aber alle Staaten nach Kapitalanteilen haften. Das hätte zur Folge, dass eine riesige Umverteilung in Europa stattfindet, ohne jegliche demokratische Legitimation. Dass dadurch aber für Staaten erhebliche Lasten entstehen, darf nicht verschwiegen werden.“

10×10: «Die Krise ist nicht vorbei», 19. August 2014

3 Antworten
    • Daniel Stelter
      Daniel Stelter says:

      Levin Holle war ein sehr geschätzter Kollege bei BCG. Den in einigen Internetforen unterstellten Masterplan gibt es jedoch nicht. Im Gegenteil ist es völliger Quatsch. Ich habe damals Back to Mesopotamia geschrieben und Herr Holle war nicht involviert geschweige denn setzt er es jetzt um.

      Was das grundlegende Problem betrifft hat die Welt wohl recht (steht ja auch nichts Neues drin).

      LG

      DSt

      Antworten

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