„Die Fed hat ihre Ziele verfehlt – und die Fallhöhe ist hoch“

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Anlässlich des Endes von Quantitativ Easing mein Kommentar bei manager magazin online:

Nun ist es offiziell: Die US-Notenbank Fed beendet die Politik des Quantitative Easing (QE). Seit Beginn des Programms hat sie für immerhin fast 4.000 Milliarden Dollar Wertpapiere gekauft, vor allem Staatsschulden und hypothekenbesicherte Anleihen. Ziel war es, die US-Wirtschaft aus der Krise zu holen und die Arbeitslosigkeit zu senken. Die Leitzinsen bleiben zwar vorerst auf dem derzeitigen tiefen Niveau, doch deutete die Fed auch hier einen Richtungswechsel für das kommende Jahr an. Die Genesung der Wirtschaft in Amerika scheint weit genug zu sein, so dass es auch ohne die massive Unterstützung der Notenbank weiter vorangeht. Die Börsen signalisieren dies nicht. Statt sich über die positive Einschätzung zur Wirtschaftslage zu freuen, verkauften die Börsianer. Billiges Geld scheint wichtiger zu sein als eine gute Konjunktur. Trotzdem wird die Politik des QE im angelsächsischen Raum als großer Erfolg gewertet.
Gerade mit Blick auf Europa wird von Kommentatoren und Wirtschaftswissenschaftlern immer wieder festgestellt, dass es der Eurozone weitaus besser ginge, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) dem Vorbild der US-Notenbank gefolgt wäre und durch massiven Aufkauf von Staatsanleihen die Wirtschaft aus der Krise geführt hätte. Unabhängig davon, dass dieser Wirkungsmechanismus in Europa gar nicht funktionieren würde wegen der völlig anderen Struktur der Finanzmärkte, lohnt sich ein tieferer Blick auf die Lage in den USA: Denn ob QE wirklich ein Erfolg war, darf bezweifelt werden.

manager-magazin.de: „Die Fed hat ihre Ziele verfehlt – und die Fallhöhe ist hoch“, 02. November 2014

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