Der Anti-Piketty – erste Pressestimmen zu „Die Schulden im 21. Jahrhundert“

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Der Anti-Piketty. So betitelt das manager magazin in seiner Druckausgabe den Hinweis auf mein Buch: „Hat Thomas Piketty recht? Führt die Marktwirtschaft zu immer mehr Ungleichheit? Sollen die Reichen stärker besteuert werden? Querdenker Daniel Stelter stellt die provokanten Thesen des Franzosen infrage. Sein Fazit: Nicht die ungleich verteilten Vermögen, sondern die Schulden sind das Problem. Die Vorschläge, wie der Schuldenberg abzutragen wäre, liefert Stelter gleich mit. Absolut lesenswert.“

Im Harvard Business manager eine Besprechung von Pikettys Original und zwei auf dem Markt verfügbaren Zusammenfassungen. Hier die Meinung zu meinem Buch: „In seinem Buch stellt Daniel Stelter … anstelle des Kapitals die ‚Schulden im 21. Jahrhundert‘ in den Vordergrund. Gleich im Titel trifft er damit einen wunden Punkt bei Piketty. Dieser benutzt zwar das schillernde Wort ‚Kapital‘, meint damit aber eigentlich das triviale Vermögen, zu dem auch das Finanzvermögen gehört. Diese Unterscheidung ist von Bedeutung: Denn das Finanzvermögen der einen sind die Schulden der anderen, so dass die Vermögensvergrößerung auch meistens mit der Schuldenvermehrung einhergeht. So kommt Stelter schnell bei den Schuldenkrisen der Gegenwart an (…). Über diesen Zusammenhang schweigt sich Piketty auf seinen gut 900 Seiten weitgehend aus. (…). Ganz neu sind Stelters Gedanken nicht. Vieles kennt man schon aus seinen früheren Artikeln und Büchern. Er nutzt Piketty vor allem als Aufhänger für seine eigenen Thesen. Das macht er allerdings geschickt, denn seine Hauptkritik – dass der französische Ökonom die Schulden ausblendet – trifft zu. So hat Stelter insgesamt eine wichtige und anregende Ergänzung zu Pikettys Werk vorgelegt, die sich gut lesen lässt.“

Das Handelsblatt äußert sich mit „Countdown zur Enteignung“ so: „(…) Statt über Staatsschulden debattieren wir über die gerechte Verteilung von Vermögen. Speerspitze des Zeitgeists ist Thomas Piketty. Er ist zu einer Art Rockstar unter den Ökonomen aufgestiegen. Daniel Stelter ist der neue Glamour-Mann ein Dorn im Auge. Der frühere Topstratege bei der Beratungsfirma Boston Consulting Group geht die Thesen Pikettys in seinem Buch frontal an. Der Franzose erkennt zu hohe und ungleich verteilte Vermögen als Ursache allen Übels. Er fordert deshalb Umverteilung und mehr Staat in der Wirtschaft. Falsch meint Stelter. Das eigentliche Problem sei die Überschuldung der westlichen Welt. Ursache ist seiner Meinung nach eine Wirtschaftspolitik, die Probleme mit Schulden und immer billigerem Geld verdeckt, statt in Bildung und Innovation zu investieren. Schulden und billiges Geld hätten den Börsenboom erst entfacht und die Reichen reicher gemacht. Pikettys Auftritt ist vom Timing her genial, meint Stelter: Die Schuldendebatte musste zwangsläufig in eine Diskussion über Vermögensgerechtigkeit münden – und diese Debatte ist jetzt losgetreten. Es war unvermeidlich, weil Schulden, Vermögen, politische Interessen und öffentliche Meinung miteinander verwoben sind. (…) Stelters Analyse des wirtschaftlichen Status quo fällt desolat aus. Die Krise schwelt weiter. (…) Eine schmerzfreie Lösung durch höheres Wirtschaftswachstum und durch mehr Inflation ist undenkbar, meint der Autor. Bis die Politiker das erkennen, wird es noch dauern. Auf Sicht ist daher eine Politik des ‚Weiter so‘ wahrscheinlich. Die eigentlichen Probleme also nicht lösen, dafür der Idee Pikettys folgen: der Vermögensabgabe. Der Schlusssatz des Autors passt an gleicher Stelle auch hier: ‚Es soll keiner sagen, er sei nicht gewarnt worden.'“

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  1. […] Der September stand ganz im Zeichen der Veröffentlichung meines neuesten Buches: „Die Schulden im 21. Jahrhundert“. Darin setze ich mich kritisch mit den Thesen von Thomas Pikettys „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ auseinander, das demnächst auf Deutsch erscheint. Mein Fazit: Pikettys Beitrag liegt vor allem in der Aufbereitung der historischen Daten. Seine Theorie hingegen überzeugt nicht. Vor allem vernachlässigt er die Wirkung von Schulden auf die Vermögenspreise völlig. Positive Besprechungen in manager magazin, Handelsblatt, NZZ, Harvard Business manager und BÖRSE ONLINE haben zu einem sehr erfreulichen Start geführt. Der Verlag der Frankfurter Allgemeinen druckt bereits nach. → Buchbesprechung: Der Anti-Piketty […]

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