Wenn Ray Dalio recht hat – was bedeutet es für die Finanzmärkte?

Wenn die Analyse von Ray Dalio bezüglich des abnehmenden Grenznutzens der expansiven Politik der Notenbanken zutrifft, stellt sich die Frage: Was bedeutet das für Realwirtschaft und Finanzmärkte? Für die Realwirtschaft wären das ernüchternde Nachrichten. Die Wirtschaft würde es nicht schaffen, zu einem selbsttragenden Aufschwung zu kommen und bei einem erneuten Rückfall in die Rezession, was […]

Ray Dalio’s Bridgewater On The Fed’s Dilemma: „We’re Worried That There’s No Gas Left In The QE Tank“

An anderer Stelle habe ich bereits auf die exzellenten Analysen von Ray Dalio vom sehr erfolgreichen Hedge Fund Bridgewater verwiesen. Heute lohnt es sich, einen Blick auf seinen neuesten Kommentar zur Wirksamkeit der Politik der US-Notenbank zu werfen. Seine Ansichten gelten gleichermaßen für die anderen Notenbanken, die allesamt eine ähnliche Politik verfolgen (die EZB hinkt […]

Bewertung italienischer Staatsanleihen: Die seltsamen Maßstäbe der EZB

Soso. Die EZB drückt ein paar Augen zu bei der Bewertung italienischer Staatsanleihen. Neu? Nein, bereits vor Monaten schrieb DER SPIEGEL über die zweifelhafte Qualität der Wertpapiere, die einige Notenbanken des Eurosystems als Sicherheiten akzeptieren – und damit über die Haftungsgemeinschaft: wir alle. Damals waren Griechenland und Irland im Fokus. Heute eben Italien (und da […]

Die Schulden des Einen sind die Forderungen des Anderen

Schulden sind gut. Sofern sie zu produktiven Zwecken verwendet werden: zur Investition in neue Anlagen, zur Finanzierung von Forschung und Innovation. Konsum auf Kredit ist auch in Ordnung, solange der Schuldner die Absicht hat, die Schulden wieder zurückzuzahlen. Vereinfacht gesagt: Wenn Schulden zu einer Mehranstrengung führen und damit das Einkommen und gesamtwirtschaftlich das BIP steigern, […]

Warum investieren wir nicht?

Ohne Investitionen in Infrastruktur, Maschinen und Anlagen, Forschung und Bildung kann eine alternde und schrumpfende Bevölkerung den Wohlstand nicht halten, geschweige denn, bestehende Schulden bedienen und zukünftige Versprechen einhalten. Wirtschaftswachstum ergibt sich aus zwei Faktoren: der Anzahl der Menschen, die arbeitet (Erwerbsbevölkerung) und ihrer Produktivität (BIP pro Kopf). So stagniert beispielsweise seit Jahren das BIP […]

Why is investment so low?

Nicht nur in Deutschland investieren Unternehmen nicht genug. Es handelt sich um ein globales Phänomen. Ein neues Buch geht den Ursachen nach und sieht einen direkten Zusammenhang zwischen den Anreizsystemen für Manger – Stichwort Stock-Options – und der Bevorzugung von Aktienrückkäufen und Dividenden gegenüber Investitionen. Das kann sicherlich sein, wobei die erhebliche Unsicherheit seit Beginn […]

Euro-Banken sitzen auf fast einer Billion an faulen Krediten

Dem ist nur hinzuzufügen: Die nicht einbringbaren Schulden im Euroraum liegen bei rund fünf Billionen Euro. Aber nicht alles liegt in den Büchern der Banken. Und auch bei den Banken wird es nicht bei der einen Billion bleiben. Zur Analyse des wahren Schuldenüberhangs zur Erinnerung meine Berechnung und das Modell eines geordneten Vorgehens zur Schuldenbereinigung […]

Aufwärts ohne Ende?

In der Geschichte gibt es keinen Fall, in dem das Drucken von Geld nachhaltig Wert geschaffen hat. Jame Caruana, Generaldirektor der BIZ, stellt die Wirksamkeit der Geldpolitik als Ganzes infrage und fordert einen Politikwechsel. Bis jetzt vergeblich. Zu groß sind die Probleme und was anderes können die Politiker denn noch machen? Der Marktkonsens ist eindeutig: […]

Ultra Easy Monetary Policy and the Law of Unintended Consequences

Wlliam White hat als Chefvolkswirt der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), der „Notenbank der Notenbanken“ mit Sitz in Basel, bereits frühzeitig vor der Krise gewarnt. Er bleibt auch nach seinem Ausscheiden bei der BIZ ein kritischer Beobachter der Geldpolitik. Die Verschiebung des „Tapering“, also der Reduktion der Anleihenkäufe durch die Fed in den USA, ist […]

Searching for a Nobel for common sense

Der Wirtschaftsnobelpreis wurde in der vergangenen Woche an sehr unterschiedliche Denkschulen verliehen. An jene, die an effiziente Märkte glauben und jene, die Ineffizienz für normal halten. Viel wurde dazu geschrieben, doch wenig so gut wie in der FT, weshalb ich trotz der Notwendigkeit, sich bei der FT anzumelden, heute wieder zwei Artikel aus der FT […]