ifo-Schnelldienst: Zehn Gründe, warum die Deutschen nicht die Gewinner des Euros sind

Wann immer die deutsche Position in der Eurokrise diskutiert wird, darf der mahnende Hinweis – vor allem ausländischer Kommentatoren – nicht fehlen, dass die Deutschen doch die eigentlichen Profiteure des Euros seien. Die Einführung der Einheitswährung habe erst die Grundlage für Export- und Beschäftigungsboom gelegt. Nur so hätten die deutschen Unternehmen Markt­anteile gewinnen, und der […]

„Profitiert Deutschland wirklich vom Euro?“

Im März 2015 habe ich einen viel beachteten Kommentar bei manager magazin online verfasst: → Zehn Gründe, weshalb wir die Verlierer des Euro sind . Nachdem die englische Version beim Globalist erschien, kam das ifo Institut auf mich zu und bat um einen Beitrag zu dem Thema für den ifo Schnelldienst. (Den bringe ich heute Nachmittag bei […]

Carmen Reinhart: „Schuldenrestrukturierungen nötig“

Harvard-Professorin Carmen Reinhart ist berühmt. Gemeinsam mit Kenneth Rogoff schrieb sie das Standardwerk zu Finanzkrisen (eigentlich Überschuldungskrisen): „Dieses Mal ist alles anders. Acht Jahrhunderte Finanzkrisen“. Seither ist sie eine fleißige Mahnerin und deshalb auch Gast bei bto: → 2016: Erste Staatspleiten zu erwarten → Financial Repression Redux → Ist dies Japans letzte Chance? – Besser wäre der rasche Bankrott […]

17 Prozent Wohlstandsverlust durch Euro und „Rettungspolitik“

Es ist unvoreingenommenen Beobachtern der Eurozone schon lange klar, dass der wirtschaftliche Preis für das politische Experiment des Euro erheblich ist. Nun rechnen Forscher in einer neuen Studie vor, dass sich die Verluste für die Krisenländer Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien zusammen auf rund 17 Prozent vom BIP als Folge von Euro und Austeritätspolitik […]

„Steht die EZB vor ihrem letzten Tabubruch?“

Mich wundert es nicht. Und ich denke auch, dass ich darüber schon mal geschrieben habe, finde es aber nicht. Die EZB will vom ursprünglichen Versprechen abweichen und doch mehr Anleihen der schwächeren Schuldner kaufen. Damit wird das Programm weiter ausgeweitet. Generell sehe ich das – wie im Januar 2015 schon geschrieben – so: Mein eigentlicher […]

„Derivatives market is short of a $3.7tn lifeboat“

Der weltweite Markt für Derivative wird auf über 600 Billionen US-Dollar geschätzt. Eigentlich hätte ich gedacht, dass dieser seit 2009 geschrumpft und sicherer geworden ist. Dieser Artikel in der FINANCIAL TIMES hat mich eines Besseren belehrt und zudem klargemacht, dass wir auf einen neuen Eisberg zufahren, ohne Schiff und Rettungswege verbessert zu haben. Auslöser könnten […]

„Mit der Herde in den Abgrund“

Dieser Kommentar erschien bei WirtschaftsWoche Online: Auf der Flucht vor Raubtieren ist es eine gute Strategie, in der Herde zu bleiben. Solange diese nicht kollektiv in den Abgrund rennt. Auch als Investor fährt man mit der Herde gut, sofern man rechtzeitig aussteigt.  In den letzten Wochen hat das mediale Getöse zur unmittelbar bevorstehenden Vermögensvernichtung durch […]

Die Politik der EZB aus Sicht der Friedrich-Ebert-Stiftung

Nun, wo es tatsächlich denkbar erscheint, dass die SPD den nächsten Kanzler stellt, lohnt es sich genauer anzusehen, wie denn dieser „geprägt“ wäre. Ich persönlich denke übrigens, dass wir mit Blick auf die Wohlstandsvernichtung in Deutschland nur eine (verstärkte) Fortsetzung der letzten zwölf Jahre bekommen. So oder so. Denn bei den entscheidenden Themen Migrationsdruck und […]

Debitismus: Von der zwangsläufigen Krise (II)

Bei der Fortsetzung des Themas → Debitismus greife ich in dieser Woche auf einen Auszug aus meiner Dissertation aus dem Jahr 1990 zurück: → Deflationäre Depression – Konsequenzen für das Management Hier also der Originaltext ergänzt um a) Hervorhebungen und b) Anmerkungen aus heutiger Sicht. Grundlagen Basis dieser umfassenden Wirtschaftstheorie bilden die Untersuchungen von Gunnar Heinsohn […]

„Why the eurozone will defy sceptics in 2017“

Gestern habe ich mich kritisch mit den Aussagen von Thomas Fricke auseinandergesetzt, heute ein anderer Blick auf die Eurozone, ein positiver, in einem Kommentar bei der FT – von Alberto Gallo, Head of Macro Strategies bei Algebris Investments. Die Argumente sind sehr stichhaltig und zeigen, wie ich finde erneut, dass es einen Unterschied zwischen langfristigem Überleben […]