Was Macron machen sollte – und was nicht (I)

Die FT gehört sicherlich zu den intelligentesten Beobachtern der wirtschaftlichen Szene, weshalb ich heute noch mal auf Frankreich und Macron eingehe, nach meiner ersten Beobachtung von gestern. Zunächst spricht sich die Zeitung klar für mehr Staatsausgaben aus. Es sei nicht die Zeit zu sparen (wobei man sich schon fragen darf, wann, wenn nicht im Aufschwung […]

Gedanken zur Frankreich-Wahl

Was wurde nicht schon alles zur Frankreich-Wahl geschrieben. Und was soll da bto noch Sinnvolles beitragen können? Dennoch ein paar Überlegungen meinerseits. Die Kurzfassung ist so: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Macron Frankreich wirklich reformiert bekommt. Es ist noch unwahrscheinlicher, dass sich die Hoffnungen der Europäer, die auf mehr Europa und vor allem mehr Umverteilung […]

„Bremst die Überalterung das Wirtschaftswachstum?“

Die F.A.Z. greift ein wichtiges Thema auf: „Bremst die Überalterung das Wirtschaftswachstum?“ In dem Beitrag setzt sich Philip Plickert mit der Studie der US-Ökonomen Daron Acemoglu und Pascual Restrepo aus. Kernaussage: Es gibt keine negative, sondern eine positive Korrelation zwischen mehr Alten und Wirtschaftswachstum. Die Ursache für den Befund sehen die Wissenschaftler in der Tatsache, […]

„German economists rebut criticism over surplus“

Zweifellos wird der neue französische Präsident den Druck auf den deutschen Außenhandelsüberschuss erhöhen. Wie die FT hofft, vielleicht gemeinsam mit den USA. Regelmäßige Leser von bto wissen, dass ich unsere Überschüsse wegen der damit verbundenen Kapitalexporte (wie dumm ist es, in einer überschuldeten Welt Gläubiger zu sein?) ebenfalls sehr kritisch sehe. Das kümmert deutsche Ökonomen […]

Zur Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen in Europa

Beginnen wir mit einem Zitat aus dem letzten Bericht des IWF: „(…) high debt levels, long-term demographic challenges, and elevated fiscal risks place a premium on sound public financial management. In particular, policies should be anchored within a credible medium-term framework that ensures debt sustainability, manages risks adequately, and encourages countries to build buffers during […]

Highlights vom April

Auch in diesem Monat wieder eine Zusammenfassung der Highlights von beyond the obvious.  Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihr Daniel Stelter. WELTWIRTSCHAFT Wir machen weiter, als hätte es keine Finanzkrise gegeben. Schulden sollen über das schwache Wachstum hinwegtäuschen. Die Pleite lässt sich mit billigem Geld nicht verhindern, nur verschieben Die Industrieländer sind mit 390 […]

Mit Deutschland geht es strukturell bergab

Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal am 6. September 2016 bei bto: Bekanntlich halte ich die Wirtschaftspolitik in Deutschland für völlig verfehlt. Wir unterliegen einer Wohlstandsillusion, während, unsere Politiker den Wohlstand vernichten, wohin man schaut:→ „10 Jahre Merkel: Wohlstandsvernichtung, wohin man blickt“ wir unsere Ersparnisse ins Ausland exportieren und dort schlecht anlegen: → Der Irrsinn der Doppelnull […]

Standort D wird weiter geschwächt

Wachstum = Anzahl Erwerbstätige und Produktivität pro Kopf. Ersteres schrumpft demnächst drastisch, Letzteres ist schon länger ein Problem, sinkt durch den veränderten Bevölkerungsmix und zusätzlich durch das eklatante Versagen unserer Bildungspolitik. Dazu ein Kommentar in der WiWo: Warum studieren immer mehr? „Die Antwort: Weil eine große Allianz der mit Bildungspolitik Befassten – BMBF natürlich eingeschlossen […]

Produktivität, Automatisierung, Protektionismus und Migration

Immer wieder ranken sich Diskussionen bei bto um ähnliche Themenkreise: geringe Produktivitätszuwächse in Folge zu geringer Investitionen und daraus abgeleitet das Szenario der ökonomischen Eiszeit mit geringen Wachstumsraten; die Notwendigkeit – angesichts geringer Produktivitätszuwächse und demografischer Entwicklung – die sich abzeichnende Welle der Automatisierung nicht als Gefahr, sondern als Chance zu begreifen; die zunehmende Gefahr […]

Das Ende der schuldenfinanzierten Wohlstandsillusion

Dieser Beitrag erschien in den Wirtschaftspolitischen Blättern, Ausgabe 4/2016. Der Artikel ist etwas umfänglicher, deshalb gut als Lektüre am langen Wochenende. Abstract: Seit 1980 ist die offene und verdeckte Verschuldung der westlichen Industrieländer deutlich gestiegen. Die Verschuldung diente dazu, kurzfristige Konjunkturschwächen und die Folgen des Eintritts von Osteuropa und China in die Weltmärkte abzumildern und […]