„US-Dollar: Totgesagte leben länger“

Dieser Kommentar von mir erschien bei der WirtschaftsWoche online: Vor einem Jahr noch war das Interesse am Dollar groß, heute ist der Euro der Liebling der Märkte. Wie lange noch? Zugegeben, der Titel des Beitrages würde noch besser auf den Euro passen. Viele Beobachter – ich gehöre dazu – hätten sich im Jahre 2010 nicht träumen lassen, […]

Der kritische Pfad des Exits aus der Politik des billigen Geldes

Manchmal gibt es Artikel, die ich intellektuell für äußerst spannend halte. Vielleicht sind sie auch etwas überdreht. Auf jeden Fall geben sie mir eine Anregung zum Nachdenken. So das Konzept der „Meta-Stabilität“ des Analysten Aleksandar Kocic von der Deutschen Bank, das wir hier im November letzten Jahres an dieser Stelle diskutiert haben: → „Charting Today’s Minsky […]

Von der Lüge der risikofreien Bankenunion

Ach, wie kann man überall doch hören, dass die Bankenunion der Stabilität des Euro dient und auf keinen Fall alte Probleme, Stichwort – insolvente Banken in Italien und Co., auf den deutschen Steuerzahler übertragen werden. Wäre ja auch ungerecht, ist doch der Italiener deutlich reicher als der Deutsche, wie die EZB so schön vorrechnet. Die Bankenunion […]

Italien dürfte die Party beenden – der weltgrößte Hedgefonds wettet auf die nächste Eurokrise

Schon fast legendär mein Aufruf im Sommer 2015: → Lasst uns austreten, bevor Italien es tut Seither gibt es keinen Grund, die Lage optimistischer zu sehen. Das Land bleibt für mich der potenzielle Knackpunkt für den Euro. Unrettbar krank könnte das Land dem Euro den Todesstoß versetzen. Könnte. Die Vorbereitungen laufen jedenfalls schon länger: → Szenarien […]

Demografie, Überschüsse und Zinswende – Update

Die Frage der Gründe für die tiefen Zinsen habe ich bei bto immer wieder diskutiert: → Tiefe Zinsen passen zum Kondratieff-Zyklus → Warum sind die Zinsen so tief? Wesentliche Gründe scheinen die demografische Entwicklung und die Ersparnisüberhänge/Handelsungleichgewichte zu sein. Das könnte sich aber jetzt ändern, meint Vincent Deluard von INTL FCStone: „Three mountains of excess savings (the […]

„Im Notfall starten die Helikopter“

Dieser Kommentar von mir erschien bei Cicero.de: Der heftige US-Börsencrash zeigt: 30 Jahre Leben auf Pump fordern jetzt ihren Tribut. Der inflationären Geld- und Vermögensvermehrung folgt die deflationäre Geld- und Vermögensvernichtung. In Europa verschärft die Eurokrise das Schauspiel. Die Schulden der Welt wachsen seit Jahrzehnten schneller als die Wirtschaftsleistung. Weltweit liegen die Schulden von Staaten, […]

Der bevorstehende Meineid der GroKo: Schaden mehren, statt abwehren

Am Montag bezog ich an dieser Stelle ausführlich Stellung zu den Vorschlägen deutscher und französischer Ökonomen zur Sanierung der Eurozone: → Ökonomenvorschlag zur „Rettung“ des Euros: von der Lösung eines Problems, ohne das Problem zu lösen Das Fazit war ernüchternd: „Klar ist mir, wieso französische Ökonomen es unterstützen. Es öffnet die deutschen Schatztruhen zur Plünderung […]

Rogoff erklärt Krise für beendet – oder doch nicht?

Die FINANZ und WIRTSCHAFT bringt ein Interview mit Kenneth Rogoff, Professor für Volkswirtschaft in Harvard  und früher Chefökonom des IWF. Bekannt wurde er durch seine Forschungen zur Finanzkrise und seiner Befürwortung der Abschaffung von Bargeld, um noch negativere Zinsen durchzusetzen. Hier spricht er über seine Sicht auf die Weltwirtschaft im Jahre 2018: „Unsere Forschungen ergeben, dass es […]

William White sah es damals kommen – und warnt weiterhin

William White ist ein guter Bekannter auf bto-Seiten: → „William White: ‚Notenbanken können nicht zurück‘“ → „Ultra Easy Monetary Policy and the Law of Unintended Consequences“ → Monetarisierung: Rettung oder Desaster? Bekannt wurde er als Chefvolkswirt der BIZ, der die Finanzkrise vorhersagte. Als einsamer Mahner in der Wüste. Er warnt seit Jahren vor einer Wiederholung, […]

Das steht hinter dem Crash: gefährliche Bilanzschwäche der US-Unternehmen

Ein wichtiger Grund für die Nervosität an den Märkten dürfte die schlechte Qualität der Bilanzen der US-Unternehmen sein. Bekanntlich haben diese das billige Geld vor allem dazu genutzt, eigene Aktien zurückzukaufen, statt zu investieren. In der Folge sind sie so hoch verschuldet wie lange nicht mehr. Die Société Generale hat einige gute Analysen dazu gemacht. […]