beyond the obvious: Dezember-Highlights

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

ich wünsche allen meinen Lesern ein erholsames und besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute für das Neue Jahr.

Ein spannendes Jahr liegt hinter uns, und 2015 verspricht nicht weniger spannend zu werden. Meine persönlichen Prognosen für 2015 werde ich Anfang Januar wie gewohnt zusammenfassen.

Heute der kurze Rückblick auf einige der Highlights im Dezember:

  • „Die Schulden im 21. Jahrhundert“ haben es in der Bestsellerliste des „buchreport“ auf Platz 12 bei den Wirtschaftsbüchern geschafft. Einige Buchhandlungen sind ausverkauft, aber Amazon hat noch Bücher im Bestand. Das Thema bleibt aktuell, was sich auch an der Resonanz zur neuesten Studie zur Vermögens- und Einkommensverteilung der OECD zeigt, die ich für das manager magazin kommentiert habe: → Ursache und Wirkung verkannt
  • Ursächlich für den Anstieg der Vermögenswerte bleibt die Politik der Notenbanken. Mit Blick auf die EZB halte ich in einem Kommentar für BÖRSE ONLINE fest, dass die EZB uns damit nur mehr in die Deflation treibt: → Wie die EZB uns in die Deflation treibt
  • Wohin die Politik der Notenbanken letztlich führen wird, kann man sehr schön in Japan beobachten. Keineswegs ein (gutes) Vorbild für uns: → Taugt Japan als Vorbild?
  • Die Geldpolitik wird dabei immer radikaler. Es wird wohl auf eine Monetarisierung der Schulden hinauslaufen, mit ungewissem Ausgang: → Monetarisierung: Rettung oder Desaster?
  • Dahinter steht auch die Erkenntnis, dass die Geldpolitik eben in einer Schuldenkrise nicht heilen kann. Sie kauft bestenfalls Zeit – und die Risiken wachsen mit jedem Tag, wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich eindrücklich beschreibt: → Central Banks and the global Debt Overhang

Zum Jahresende gibt es regelmäßig eine Flut an Prognosen. Dabei ist es gut, sich daran zu erinnern, dass Vorhersagen naturgemäß schwierig sind – besonders wenn sie die Zukunft betreffen, wie Niels Bohr gesagt haben soll. Selbst die besten Ökonomen können danebenliegen. Wie Irving Fisher – sicherlich einer der größten Ökonomen überhaupt –, der im Sommer 1929 von einem „permanenten hohen Niveau“ der amerikanischen Börse ausging, und damit sein Vermögen verlor. Keynes gelang es einigermaßen, durch die Turbulenzen zu kommen, wohingegen Roger Babson, der keine besonderen akademischen Erfolge vorweisen konnte, sehr erfolgreich einen Vorhersagedienst betrieb und im Börsenkrach gut Geld verdiente. Doch woran liegt es, dass Experten sich so schwer tun mit Prognosen? Mehr dazu in diesem Beitrag:
How to see into the future

Also Vorsicht mit Prognosen! Verpassen Sie auch 2015 nichts und abonnieren Sie den RSS-Feed.

Herzliche Grüße,

Ihr

Daniel Stelter

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