Einträge von Daniel Stelter

Der globale Währungskrieg – oder: QE global

Heute erneut ein Beitrag von einem Asset-Manager. Interessant finde ich nicht unbedingt seinen Vergleich des jetzigen Bullen-Marktes mit vergangenen Aufschwüngen. Auch seine Anlageideen – die nicht unbedingt falsch sein müssen – qualifizieren nicht für eine Aufnahme auf  bto, vielmehr sein Erklärungsversuch für die derzeitige Geldpolitik und seine Analyse der internationalen Zusammenhänge. Ergänzt auf interessante Weise […]

Deflationsspirale in Zeitlupe

„Deflation“ hat gute Chancen, wieder zu einem breit diskutierten Thema zu werden. Einige Länder Europas haben schon leichte Deflation, für die Eurozone als Ganzes wird es befürchtet. Die USA sind mit einer geringen Inflation nicht weit entfernt, und Japan exportiert Deflation in alle Welt, dank der drastischen Abwertung des Yen. China und Korea wird nicht […]

From Bail-Out To Bail-In: Mandatory Debt Restructuring Of Systemic Financial Institutions

In einer Welt mit zu vielen Schulden stellt sich naturgemäß die Frage, wie man diese möglichst geräuscharm auf ein erträgliches Niveau zurückführt. Verschiedentlich habe ich die theoretischen Ansatzpunkte diskutiert. Die angenehmen Wege scheinen nicht mehr gangbar. Umso mehr gewinnen die Alternativen in der Diskussion an Bedeutung. Der IWF übernimmt dabei neben der Bank für Internationalen […]

November-Highlights bei beyond the obvious

Es war ein intensiver Monat bei beyond the obvious. Vielen Dank für das erfreuliche und konstruktive Feedback. Insgesamt habe ich 70 Kommentare veröffentlicht, hier eine Auswahl der Highlights vom November: Die Kritik an den deutschen Außenhandelsüberschüssen hat bto mehrfach im November bewegt. Gerade hier lohnt ein tiefer gehender Blick, steht hinter den Erfolgen im Export […]

Schulden und Krisen – der Zusammenhang

Regelmäßige Besucher dieser Seiten wissen, dass ich die exzessive Verschuldung von Staaten und privaten Sektoren als Hauptursache der Krise und die schwache Erholung von derselben sehe. Ein mehr als dreißigjähriger Verschuldungszyklus nähert sich dem Ende, indem sich die Schulden in den westlichen Industrienationen relativ zum BIP mehr als verdoppelt haben. Verschiedene Studien haben untersucht, ob […]

Hat QE zu einer Überbewertung von Aktien geführt – oder nicht?

Die designierte Nachfolgerin von Ben Bernanke, Janet Yellen, sieht keine Überbewertung von Aktien als Folge der Fed-Politik. McKinsey teilt diese Sicht. Es gibt aber auch Skeptiker wie Bridgewater und die FT. Heute meldet sich eine weitere sehr anerkannte Institution zu Wort: GMO, ein sehr erfolgreicher Asset-Manager aus Boston, der immer wieder mit fundamentalen Analysen besticht. Titel der neuesten […]

Wenn Ray Dalio recht hat – was bedeutet es für die Finanzmärkte?

Wenn die Analyse von Ray Dalio bezüglich des abnehmenden Grenznutzens der expansiven Politik der Notenbanken zutrifft, stellt sich die Frage: Was bedeutet das für Realwirtschaft und Finanzmärkte? Für die Realwirtschaft wären das ernüchternde Nachrichten. Die Wirtschaft würde es nicht schaffen, zu einem selbsttragenden Aufschwung zu kommen und bei einem erneuten Rückfall in die Rezession, was […]

China wie Japan 1989?

Der Abgesang auf China ist so alt wie die wirtschaftliche Aufholjagd. Und jedes Mal hat China den Zweiflern gezeigt, dass sie unrecht haben. Ungebremst von Russlandkrise, Asienkrise, Dotcom Bubble, Finanzkrise hat es China geschafft, nachhaltig hohe Wachstumsraten zu erzielen und zur Fabrik der Welt zu werden. Doch kann man aus dieser Historie wirklich ableiten, dass […]

Die Schulden des Einen sind die Forderungen des Anderen

Schulden sind gut. Sofern sie zu produktiven Zwecken verwendet werden: zur Investition in neue Anlagen, zur Finanzierung von Forschung und Innovation. Konsum auf Kredit ist auch in Ordnung, solange der Schuldner die Absicht hat, die Schulden wieder zurückzuzahlen. Vereinfacht gesagt: Wenn Schulden zu einer Mehranstrengung führen und damit das Einkommen und gesamtwirtschaftlich das BIP steigern, […]

Warum investieren wir nicht?

Ohne Investitionen in Infrastruktur, Maschinen und Anlagen, Forschung und Bildung kann eine alternde und schrumpfende Bevölkerung den Wohlstand nicht halten, geschweige denn, bestehende Schulden bedienen und zukünftige Versprechen einhalten. Wirtschaftswachstum ergibt sich aus zwei Faktoren: der Anzahl der Menschen, die arbeitet (Erwerbsbevölkerung) und ihrer Produktivität (BIP pro Kopf). So stagniert beispielsweise seit Jahren das BIP […]