Einträge von Daniel Stelter

Hat QE zu einer Überbewertung von Aktien geführt – oder nicht?

Die designierte Nachfolgerin von Ben Bernanke, Janet Yellen, sieht keine Überbewertung von Aktien als Folge der Fed-Politik. McKinsey teilt diese Sicht. Es gibt aber auch Skeptiker wie Bridgewater und die FT. Heute meldet sich eine weitere sehr anerkannte Institution zu Wort: GMO, ein sehr erfolgreicher Asset-Manager aus Boston, der immer wieder mit fundamentalen Analysen besticht. Titel der neuesten […]

Wenn Ray Dalio recht hat – was bedeutet es für die Finanzmärkte?

Wenn die Analyse von Ray Dalio bezüglich des abnehmenden Grenznutzens der expansiven Politik der Notenbanken zutrifft, stellt sich die Frage: Was bedeutet das für Realwirtschaft und Finanzmärkte? Für die Realwirtschaft wären das ernüchternde Nachrichten. Die Wirtschaft würde es nicht schaffen, zu einem selbsttragenden Aufschwung zu kommen und bei einem erneuten Rückfall in die Rezession, was […]

China wie Japan 1989?

Der Abgesang auf China ist so alt wie die wirtschaftliche Aufholjagd. Und jedes Mal hat China den Zweiflern gezeigt, dass sie unrecht haben. Ungebremst von Russlandkrise, Asienkrise, Dotcom Bubble, Finanzkrise hat es China geschafft, nachhaltig hohe Wachstumsraten zu erzielen und zur Fabrik der Welt zu werden. Doch kann man aus dieser Historie wirklich ableiten, dass […]

Die Schulden des Einen sind die Forderungen des Anderen

Schulden sind gut. Sofern sie zu produktiven Zwecken verwendet werden: zur Investition in neue Anlagen, zur Finanzierung von Forschung und Innovation. Konsum auf Kredit ist auch in Ordnung, solange der Schuldner die Absicht hat, die Schulden wieder zurückzuzahlen. Vereinfacht gesagt: Wenn Schulden zu einer Mehranstrengung führen und damit das Einkommen und gesamtwirtschaftlich das BIP steigern, […]

Warum investieren wir nicht?

Ohne Investitionen in Infrastruktur, Maschinen und Anlagen, Forschung und Bildung kann eine alternde und schrumpfende Bevölkerung den Wohlstand nicht halten, geschweige denn, bestehende Schulden bedienen und zukünftige Versprechen einhalten. Wirtschaftswachstum ergibt sich aus zwei Faktoren: der Anzahl der Menschen, die arbeitet (Erwerbsbevölkerung) und ihrer Produktivität (BIP pro Kopf). So stagniert beispielsweise seit Jahren das BIP […]

Kritik an Deutschland: falsch und richtig zugleich

Diesmal sind es die USA, die Deutschlands Ausrichtung auf den Export kritisieren. Immerhin steuern wir dieses Jahr auf einen Rekordüberschuss von sieben Prozent des BIP im Außenhandel zu. Davor waren es die anderen EU-Staaten, allen voran Frankreich, aber auch internationale Organisationen wie IWF und OECD. Was ist denn nun dran an der Kritik? Und stimmt […]

Wenn es sogar den Economist überrascht

The Economist ist vermutlich das beste Wirtschaftsmagazin der Welt: fundierte Analysen, Blick hinter die Kulissen, gute Einordnung in den Gesamtzusammenhang und das alles noch gut verständlich, leicht ironisch verpackt. Umso neugieriger war ich diese Woche: Mario Draghi hebt einen Teppich mit Europalandkarten-Design hoch, und die Ratten kriechen aus einem darunter liegenden Loch. Frau Merkel schaut […]

Seehofer für 8,50 Euro Mindestlohn – kein Wunder!

Kein Bundesland steht wirtschaftlich so gut da wie Bayern. Dies liegt auch an der Konsequenz der dortigen Politik beim Eintreten für die Interessen des Freistaats. Dabei geht es oftmals nicht nur für Bayern, sondern auch gegen die anderen. Damit macht Bayern vor, was viel intensiver in den kommenden Jahren auf uns zukommt: immer stärkerer Wettbewerb […]

Einigung oder keine Einigung? Es spielt keine Rolle

Einigung oder keine Einigung im Haushaltsstreit? Ich weiß es nicht, und es spielt auch keine Rolle. Die wahren Profiteure des Theaters in Washington sind die Medien (endlich was zu schreiben) und die Händler an den Finanzmärkten (Volatilität treibt Umsatz!). Die politische Kaste ist der Verlierer in diesem Schauspiel, und die Demokratie wird geschwächt. Letztlich ist […]